Seelsorgeeinheit - Gottesdienst mit Bischof Burger am 9. Mai im Freiburger Münster

Mike Spitschu wird zum Priester geweiht

Von 
pef
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Freiburg/Lauda-Königshofen. „Ich glaube, dass Gott mich zum Dienst als Priester ruft. Und zu diesem Ruf sage ich Ja. Ich möchte Menschen helfen, in ihre eigene Beziehung mit Gott zu finden“, sagt Mike Spitschu aus der Seelsorgeeinheit Bad Rappenau/ Obergimpern (Dekanat Kraichgau). Zu dieser persönlichen Überzeugung will er sich öffentlich bekennen: Am Sonntag, 9. Mai, um 14.30 Uhr, wird er im Freiburger Münster von Erzbischof Stephan Burger zum Priester geweiht. Der Gottesdienst wird im Internet auf www.ebfr.de/livestream sowie auf www.facebook.com/erzdioezese.freiburg und www.youtube.com/user/erzbistumfreiburg übertragen.

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Mike Spitschu war bereits in seiner Kindheit und Jugend eng mit der Kirche verbunden. Die Beziehung zu Gott sei das Fundament seines Lebens, sagt er. „Für meinen Glauben ist besonders die persönliche Beziehung zu Gott im Gebet wichtig. Ich bin gerne in der Stille mit Gott allein. Aber auch die Feier der Liturgie, Wallfahrten oder Pilgern gehören seit meiner Kindheit dazu. Ich erinnere mich gerne zurück an die prägenden Erlebnisse während der Wallfahrten nach Walldürn mit meinen Eltern und Großeltern“, berichtet Spitschu.

Mike Spitschu wird am 9. Mai zum Priester geweiht. © Seelsorgeeinheit

„Meine Eltern geben mir immer das Gefühl, dass sie meine Entscheidung mittragen“, betont der angehende Priester. Ohne ihre Unterstützung und die seiner Freunde hätte er sich, so Spitschu, „nicht für die priesterliche Lebensform entscheiden können. Ich bin dankbar für meine Freunde, die mir zur Seite stehen und mich auch mal korrigieren.“ Und er fügt hinzu: „Mir ist wichtig, dass die Entscheidung, Priester zu werden, nicht eine Entscheidung gegen etwas ist, etwa gegen die Ehe oder gegen eine Familie. Ich sehe meine Berufung als eine Entscheidung für das Leben mit Gott und für Gott.“

Mike Spitschu trat 2013 ins Priesterseminar Collegium Borromaeum in Freiburg ein und nahm an der örtlichen theologischen Fakultät sein Studium auf. Seine Auswärtssemester verbrachte er an der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt und in Rom. Er sammelte im Praxissemester in der Seelsorgeeinheit Oberer Hegau sowie im Pastoralkurs in der Seelsorgeeinheit Lauda-Königshofen pastorale Erfahrungen. In der Seelsorgeeinheit Lauda-Königshofen hat er auch sein Diakonatsjahr verbracht.

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Der Wunsch, Priester zu werden, ist bei dem 27-Jährigen langsam gewachsen. So gab es kein Berufungserlebnis im eigentlichen Sinn: „Das Gebet und auch das Beispiel überzeugender Priester, aber auch glaubender Christinnen und Christen haben mich in der Berufung wachsen lassen. Das Engagement und das Glaubensleben in meiner Heimatgemeinde haben mich sehr geprägt. Mein langjähriger Heimatpfarrer Wolfgang Gätschenberger ist eine Schlüsselfigur meiner Berufung“, betont er. Der Primizspruch des angehenden Priesters drückt sein Vertrauen in Gott aus, der seinen eingeschlagenen Lebensweg begleitet: „Auf dein Wort hin tue ich es!“ (nach Lk. 5,5).

Zu Beginn der Weiheliturgie wird der Kandidat vorgestellt. Der Regens richtet die Bitte an den Erzbischof, dem Diakon die Priesterweihe zu spenden. Nach dem Wortgottesdienst bekundet der Kandidat vor der Gemeinde seine Bereitschaft zur Übernahme dieses geistlichen Amtes und verspricht dem Erzbischof und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam.

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Anschließend leitet die Allerheiligenlitanei, das Gebet der Gemeinde, zur eigentlichen Weihe über: Der Erzbischof und nach ihm weitere bei der Weihe anwesende Priester legen dem Kandidaten in Stille die Hände auf. Nach dem anschließenden Weihegebet des Erzbischofs folgen die sogenannten ausdeutenden Riten: das Bekleiden mit dem Messgewand, die Salbung der Hände mit Chrisam, das Überreichen von Kelch und Hostienschale für die Feier der Eucharistie sowie der Friedensgruß. Danach feiert der neugeweihte Priester zusammen mit dem Erzbischof die Eucharistie.

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Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie werden die Riten in diesem Jahr unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln erneut entsprechend angepasst. pef