Bundesoffenes Karl-Heß-Gardetanzturnier - Elferrat der Stadt Osterburken und die Narrengesellschaft Strumpfkapp Ahoi Lauda als perfekte Organisatoren Mehr Starter aus der Region gewünscht

Von 
Philipp Hahn
Lesedauer: 
Der erste Platz in der Gesamtwertung bescherte der Narrengesellschaft „Strumpfkapp Ahoi“ Lauda mit dem Thema „Aus mit Zuhaus?“ nicht nur den Gesamtsieg, sondern auch noch den Titel des Narrenringmeisters im Ü15-Schautanz beim 47. bundesoffenen Karl-Heß-Gardetanzturnier am Wochenende in Lauda. © Philipp Hahn

Das 47. „Karl-Heß“ Gardetanzturnier des Narrenrings Main-Neckar fand am Wochenende in der Stadthalle Lauda statt.

AdUnit urban-intext1

Lauda/Osterburken. Viele Narren- und Tanzsportvereine aus dem gesamten süddeutschen Raum kamen am Wochenende zum 47. „Karl-Heß“ Tanzturnier in die Stadthalle nach Lauda. Schon seit nunmehr 13 Jahren fungiert die Sportstadt als Austragungsort des bundesoffenen Gardetanzturniers, das neben einem Qualifikationsturnier zu den Süd- und Norddeutschen Meisterschaften in Trier und Düren auch den Titel des Narrenringmeisters ausficht.

So gaben sich bunte Tänze, wirbelnde Beine und Unmengen an tänzerischem Charme in der Sportstadt an der Tauber wieder ihr Stelldichein; bewertet von den erfahrenen Jurorinnen und Juroren um den Obmann Tobias Bender (Essen). Mit objektiver Genauigkeit beurteilten sie die Tänze der drei Altersklassen Jugend (Jahrgänge 2009 bis 2014), Junioren (Jahrgänge 2005 bis 2008) und Ü15 (Jahrgänge 2004 und älter) in den insgesamt vier Disziplinen Tanzpaare, Tanzmariechen, Tanzgarden und Schautanz. Alleinig in der Altersklasse Ü15 wird die zusätzliche Kategorie „Gemischte Garden“ gewertet.

Das vom Narrenring Main-Neckar stellvertretend für den Bund Deutscher Karneval (BDK) veranstaltete „Neujahrturnier“ erfreut sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit in der Welt des karnevalistischen Tanzsports. Das eingespielte Team der beiden ausrichtenden Vereine, die Narrengesellschaft „Strumpfkapp Ahoi“ Lauda und der Elferrat der Stadt Osterburken, um den Turnierorganisator Rico Genzwürker (Osterburken) sorgte wieder für eine gelungene Veranstaltung, die nur wenige Wünsche offen ließ. Denn als die Stadt- und Feuerwehrkapelle Osterburken und Narrenringpräsident Stefan Schulz mitsamt seinem Präsidium die Besucher an beiden Tagen begrüßen und verabschiedeten, war klar, dass der eingespielten Kooperation der beiden Vereine wieder ein rundes Gardetanzturnier mit glücklichen Siegern und Platzierten aus der näheren und weiteren Umgebung gelungen war.

AdUnit urban-intext2

Doch kündigt sich für das nächste Jahr eine Veränderung an: Narrenringpräsident Stefan Schulz ließ am Ende des zweiten Turniertages als Ausblick auf das kommende Jahr, in dem das Turnier direkt nach Neujahr stattfinden wird, die Katze endgültig aus dem Sack: Als weitere Disziplin wird am Turnier Lauda mit dem „Tanzmajor“, dem männlichen Pendant zum Tanzmariechen, ein weiteres Starterfeld in die Beurteilung einfließen. Ein absolutes Novum, wie Schulz die Überraschung am Ende hervorhob; vor allem, da diese Disziplin im gesamten Süddeutschen Raum alleinig in Lauda ausgetanzt werden wird.

Dem reibungslosen Ablauf des bundesoffenen Turniers liegt allerdings ein großer, organisatorischer Aufwand zugrunde. Neben der Auslosung der Startreihenfolge, die Mitte Dezember in Osterburken stattgefunden hatte, mussten Wertungshefte und Urkunden gedruckt, die Halle vorbereitet und ehrenamtliche Helfer organisiert werden, damit ein zweitägiges Sportevent mit über 2000 Zuschauern und Hunderter aktiver Tänzerinnen, Tänzer, Trainer und Betreuer sprichwörtlich genauso reibungslos über die Bühne geht, wie die Tanzdarbietungen selbst.

AdUnit urban-intext3

So zeigte sich auch Tanzturnierausschussvorsitzende Heike Seifert Lauda mit dem „super Ablauf“ zufrieden. Ein „volles Teilnehmerfeld am Samstag“ und ein „zufriedener Obmann“ unterstrichen schließlich die Bemühungen der beiden Vereine, so Seifert abschließend.

AdUnit urban-intext4

Trotz allen Lobs und Anerkennung für die Leistungen der Aktiven auf der Bühne und der ehrenamtlichen Helfer vor und hinter der Kulissen fällt allerdings in den vergangenen Jahren zunehmend die Verschiebung des Teilnehmerfeldes in den überregionalen Bereich auf.

Neben den beiden ausrichtenden Vereinen waren schließlich nur noch Aktive aus vier weiteren Vereinen des Narrenrings Main-Neckar an diesem Turnier vertreten.

Umso ärgerlicher bleibt dabei die Tatsache, dass es durch die Anmeldemodalitäten des BDK nach den Garden der Narrengesellschaft Lauda im vergangenen Jahr zum wiederholten Male Tänzerinnen des Narrenrings nicht möglich war, am Turnier teilnehmen zu können. Hier bleibt also abzuwarten, wie sich dieser negative Trend zugunsten der Regionalität und Objektivität von Seiten des Verbandes umkehren lässt.