AdUnit Billboard
Männergesangverein Eintracht Oberlauda - In Hauptversammlung war Zukunft des Vereins wichtiges Thema

Männergesangsverein Eintracht Oderlauda: Reinhard Haas ist neuer Vorsitzender

Von 
erha
Lesedauer: 
Ehrungen für verdiente Mitglieder und die Neuwahl des Vorstands prägten die Hauptversammlung des Männergesangvereins Oberlauda. Das Bild zeigt (von links) Anton Eder, Walter Seewald, Verbandspräsident Wolfgang Runge, Reinhard Haas, Sascha Renk und Erich Umminger. © Haas

Oberlauda. Der Männergesangverein Eintracht Oberlauda hatte in den zurückliegenden Monaten nicht nur mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen, sondern musste auch den plötzlichen Tod des Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Raimund Holler (53 Jahre im Amt) verkraften. Die Hauptversammlung am Freitagabend bildete den Auftakt für einen Neuanfang.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Nach dem Gedenken an Raimund Holler und Erich Stephan berichtete der geschäftsführende Vorsitzende und Schriftführer Sascha Renk über das vergangene Jahr. So habe es wegen Corona kaum Veranstaltungen gegeben. Nur eine Gedenkfeier am 23. Juli 2021 auf dem Friedhof konnte stattfinden.

Etwas näher ging der Redner auf Raimund Holler und dessen Wirken im Gesangverein ein. 53 Jahre als Vorsitzender würden eine eigene Sprache sprechen, betonte er. Zig Veranstaltungen, Konzerte, Liederabende sonstige Auftritte und Ausflüge rief er in Erinnerung. Der Gesangverein und Holler schienen irgendwie untrennbar verbunden, meinte Renk.

Akzeptable Zahlen trotz negativer Entwicklungen meldete Schatzmeister Jürgen Faul. Trotz fehlender Einnahmen bei gleichbleibenden Ausgaben bestehe immer noch ein kleines Plus. Kassenprüfer Horst Groß bescheinigte Faul eine vorbildliche Arbeit.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Chorleiter Anton Eder bedauerte die momentane Situation: keine Proben, keine Auftritte, die Stimmen untrainiert und oftmals sprichwörtlich eingerostet. Er hoffte auf einen baldigen Neuanfang mit frischem Elan.

Der Entlastung der gesamten Vorstandschaft wurde verbunden mit einem Dankeschön an die Verantwortlichen für ihr Engagement, vor allem nach dem Tod von Raimund Holler, von Erhard Stephan beantragt und von der Versammlung einstimmig erteilt.

Sascha Renk (Vereinsehrung) und der Präsident des Sängerbunds Badisch-Franken, Wolfgang Runge, (Verbandsehrung) würdigten alle langjährigen Mitglieder, die „ihrem“ Gesangverein in allen Situationen die Treue gehalten haben. Runge, stellte fest, Singen sei ein gesundes Hobby, auch wenn Gesangvereine im Laufe der Corona-Pandemie gerne zu Stiefkindern geworden seien. Der Spaß müsse aber trotzdem bleiben, er sei immerhin auch Lohn für eine anstrengende Arbeit.

Gesangvereine erfüllten einen kulturellen Auftrag, allerdings oft ohne die entsprechende Würdigung, so Runge weiter. Gesangvereine waren, seien und blieben wichtige Kulturträger und Botschafter für ihre jeweiligen Kommunen. Ehrungen seien Auszeichnungen für besondere Verdienste, die bürgerliche Antwort auf königliche Orden.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Mitglieder geehrt

Eine vereinsinterne Ehrung gab es für Wilhelm Hohaus (25 Jahre passives Mitglied), Alwin Haas und Kurt Breitenstein (beide 50 Jahre passiv, Ernennung zu Ehrenmitgliedern), Rudi Mohr und Erich Umminger (je 60 Jahre passiv) sowie Bertold Groß (65 Jahre passiv). Neben den entsprechenden Urkunden erhielten sie noch je ein Präsent.

Reinhard Haas singt seit 50 Jahren beim Gesangverein Oberlauda. Ihm überreichte Wolfgang Runge die Ehrennadel in Gold des Deutschen Chorverbands (DCV). Walter Seewald ist schon seit 70 Jahren aktiv, anfangs in seiner Heimat Wölchingen, den überwiegenden Teil allerdings in Oberlauda. Er erhielt die Ehrennadel des DCV mit eingravierter Jahreszahl.

Sie war nicht zu umgehen, die Neuwahl des Vorstands, und damit auch die bange Frage: Wie geht es weiter? Wahlleiter John Renk und die Beisitzer Alois Stephan und Günter Ambach hatten allerdings keine größeren Schwierigkeiten beim Finden eines neuen Vorsitzenden, der dann auch die Wahlleitung übernahm.

Gewählt wurden: Vorsitzender: Reinhard Haas; stellvertretender Vorsitzender und Schriftführer: Sascha Renk; Schatzmeister: Jürgen Faul; Beirat aktiv: Alfred Oehmann und Günter Ambach; Beirat passiv: Ernst Ebert; Kassenprüfer: Horst Groß und Walter Seewald; Notenwart: Josef Ohnedorfer. Kraft Amtes gehören Chorleiter Anton Eder und Vizechorleiter Wolfgang Haas dem Beirat an.

Reinhard Haas freute sich über das ihm entgegengebrachte Vertrauen, stellte aber auch gleich die Frage: Wie geht es weiter? Der Chor sei eigentlich hoffnungslos überaltert, die berühmten „fünf Minuten vor Zwölf“ seien schon vorbei und ein trauriges Ende leider in Sicht. Der Wille zum Weiterbestehen sei unbestreitbar vorhanden, Chor- und Vereinsleitung funktionieren. Aber es fehlten ganz einfach die Sänger. Sein dringender Appell galt allen Mitgliedern: „Werbt für den Gesangverein, im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis, lasst es nicht über die Notiz ,Vereinsleben ruht’ zum definitiven „Verein aufgelöst“ kommen.“

Trotz einer prekären personellen Situation steckt man aber zunächst nicht den Kopf in den Sand. Am 15. und 22. Oktober finden wieder im Pfarrsaal die üblichen Proben statt. Wenn wegen der Pandemie noch nicht im gewohnten Umfang gesungen werden darf, sollen diese Termine zumindest eine gewisse Normalität und Gewohnheit fördern mit dem Ziel, neue Sänger zu gewinnen und den Männergesangverein zu erhalten. erha

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1