Wasserzweckverband - Gemeinderat stimmte Wirtschaftsplan für 2021 zu Leitungsbau geht gut voran

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dib
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Über den aktuellen Stand der Maßnahmen beim Zweckverband Wasserversorgung Mittlere Tauber wurde der Gemeinderat Lauda-Königshofen informiert. © Seufert

Lauda-Königshofen. Der Hebel ist umgelegt. Lauda erhält nun auch Wasser vom Zweckverband Wasserversorgung Mittlere Tauber. Über den aktuellen Stand der Planung und die Umsetzung der Maßnahmen informierte Geschäftsführer Klaus Seidenspinner den Gemeinderat. Die Vertreter der Stadt erhielten den Auftrag, bei der Sitzung des Zweckverbands am 1. März dem Wirtschaftsplan zuzustimmen.

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Seit der Gründung des Zweckverbands und dem Startschuss des Großprojekts 2015 ist einiges passiert. Das neue Wasserwerk versorgt seit 2019 Lauda Nord, Oberlauda und Gerlachsheim mit Reinwasser. Fertiggestellt sind im Stadtgebiet Lauda-Königshofen die Maßnahmen an den Brunnen Lauda Nord 1, 2 und 3305 sowie der Strang bis zum Pumpwerk Lauda Lauda Süd. Im Bau ist der Strang weiter Richtung Königshofen, der im Herbst begonnen wurde und auch die Querung der Umpfer vorsieht. Seidenspinner rechnet damit, dass bis Ende des Jahres dieser Abschnitt fertig ist. Parallel läuft der Neubau am Pumpwerk Königshofen als Eigenleistung der Stadt. Aktuell sind Maßnahmen an den Brunnen Lauda Süd und Königshofen angelaufen. Dort soll statt der bisherigen drei Brunnen künftig nur noch einer weiter betrieben werden. Seidenspinner betonte, dass jede Kommune ein eigenes Prozessleitsystem zur Steuerung seiner kommunalen Versorgungsanlagen erhalte, um im Bedarfsfall selbst eingreifen zu können.

In der Planung ist der Leitungsbau zum Brunnen 7514B bei Unterbalbach und dessen Sanierung. Dafür will man in diesem Jahr einen Förderantrag stellen. 2022 soll der Antrag für die Sanierung des Pumpwerks Lauda Nord und Dittwar mit den Quellen folgen. Mit Geldern aus Stuttgart rechnet man in Kürze für die Sanierung der Brunnen Lauda Süd III und IV. Die Fördermittelzusagen des Landes beliefen sich bisher auf 20,9 Millionen Euro, bei einem Auftragsvolumen von 39 Millionen Euro. In den kommenden Jahren seien noch Investitionen von rund 21 Millionen Euro erforderlich, bei zu erwartenden Fördermitteln in Höhe von 13,8 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme der Enthärtungsanlage wird wohl ab der zweiten Jahreshälfte 2022 erfolgen, so Seidenspinner.

Gemeinderat Jörg Aeckerle (SPD) freute sich, dass schon rund zwei Drittel der Aufgaben erledigt seien. Er wollte wissen, wann Heckfeld und Sachsenflur an die Reihe kämen. Laut Seidenspinner ist Sachsenflur im Förderantrag 2022 vorgesehen. Im zum Bescheid anstehenden Förderantrag 2020 enthalten sei auch der Hochbehälter in Unterbalbach. Sollten die Gelder fließen, könne der Baubeginn starten.

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Für Angelika Tolle-Rennebarth (FBL) war klar, dass Wasser als Daseinsvorsorge in der Hand der Kommunen bleiben müsse. Sie und Bürgermeister Lukas Braun dankten dem Ministerium für die Bereitstellung der Fördermittel.

Neu gebaut werden muss als Eigenleistung der Kommune das Pumpwerk Königshofen. Den Zuschlag erhielt die Firma Benninger Bau aus Bad Mergentheim zum Preis von 633 879 Euro. Damit liegt man deutlich über der Kalkulation. Dann muss das bestehende Pumphaus abgebrochen werden. Das übernimmt die Firma Boller Bau aus Tauberbischofsheim für 66 654 Euro. Für den Neubau des Brunnens Königshofen zeichnet der Wasserzweckverband verantwortlich. dib