Nachruf - Der stellvertretende Bürgermeister, CDU-Gemeinde- und Kreisrat Klaus Vierneisel engagierte sich ehrenamtlich sehr stark Lauda-Königshofen in vielen Bereichen stark geprägt

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bix
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Lauda. Ein liebevoller Familienmensch, ein Landwirt mit Leib und Seele und außerdem ehrenamtlich auf vielen Ebenen engagiert: So kannte man nicht nur in Lauda-Königshofen, sondern auch darüber hinaus Klaus Konrad Vierneisel. Der „Stimmenkönig der Kommune“ (über 6400) bei der vorhergehenden Wahl zum Gemeinderat im Mai 2014 plus damals knapp 3500 Nennungen für den Kreistag starb unmittelbar vor dem jetzt neuerlichen Urnengang nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren.

Mit 63 Jahren starb der erste stellver-tretende Bürgermeister und Kreisrat Klaus Konrad Vierneisel. © Herbert Bickel
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Die Hoffnung, dass der allseits geschätzte Elan weiter erhalten bleibt, ausgedrückt zum 50. Geburtstag bei der Verleihung der Staufer-Medaille des Landes, quasi der Verdienstorden von Baden-Württemberg, erfüllte sich bis fast zuletzt.

Bei der einstigen Feierstunde bezeichnete man gar den geprüften Berufskraftfahrer Klaus Vierneisel als einen „rastlos drehenden Motor“, der nicht nur als Landwirtschaftsmeister gemeinsam mit seiner Frau Beate einen eigenen Betrieb erfolgreich in der dritten Generation führte, sondern als einen, der bereits in jungen Jahren den Entschluss fasste, im Ehrenamt für die anderen Mitbürger tätig zu sein.

Der am 6. Januar 1956 als Ältester von fünf Geschwistern in Lauda geborene Klaus Vierneisel (ihm folgten vier Schwestern nach), der im Anschluss an den Besuch der Volks- und Realschule eine Lehre auf dem elterlichen Hof absolvierte, trat schon im Januar 1974 in die Freiwillige Feuerwehr ein.

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Als ausgebildeter Gruppenführer, Maschinist, Atemschutzgeräteträger und Funker amtierte er von 1978 bis 1989 als Jugendwart der Abteilung Lauda und dann bis 2004 als Stadtjugendwart der Floriansjünger Lauda-Königshofen, wofür man ihm die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr verlieh.

Der als Unteroffizier abgegangene Mitbegründer der Reservistenkameradschaft (1995) mit anschließendem Vorsitz (bis 1998) sowie Mitglied beim FV, ETSV, des Naturschutzbundes, Heimat- und Kulturvereines, der Keltenvereinigung Dubra, den Narrengesellschaften Strumpfkapp Ahoi (Kassenprüfer, alle Lauda) und Rootzen Oberlauda sowie nicht zuletzt den Fördervereinen zum Schwimmbad (ebenfalls Kassenprüfer) und zur Feuerwehr stellte in erster Linie als „Landwirt mit Leib und Seele“ auch ab Februar 1992 bis Dezember 2014 als Ortsobmann des Bauernverbandes sein immenses Fachwissen in den Dienst der Kollegen, ehe er seitdem das Geschehen aus der zweiten Reihe heraus betrachtete.

Seit 1994 im Gemeinderat

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Ebenso zugehörig zur Interessengemeinschaft der Dampflokfreunde, entdeckte Klaus Vierneisel jedoch vor allem in den 90er Jahren sein Faible für die Lokal- und Kommunalpolitik. Ab 1994 mit Sitz im Gemeinderat, wählten ihn die Mitstreiter bereits 1999 zum ersten Stellvertreter des Bürgermeisters, ein Amt, in dem der Laudaer die Kommune in vielen Bereichen sehr stark prägte, besonders in der Übergangszeit zwischen Otmar Heirich und Thomas Maertens von Januar bis Ende April 2004.

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Hier führte Klaus Vierneisel die Geschäfte souverän, allerdings kein Wunder bei der familiären Vorbelastung auf politischer Ebene, wirkten doch auch sein Vater und sein Großvater (beide Hugo) schon erfolgreich in diesem Metier.

Der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Lauda (ab 2000) und Kreisrat (seit 2004), der darüber hinaus nach einer Dekade als Hauptschöffe am Landgericht in Mosbach zuletzt im Rahmen dieser ehrenvollen Berufung am Amtsgericht in Tauberbischofsheim fungierte, hatte dazu im privaten Bereich sein Glück gefunden bei Beate, geborene Völker, der er am 20. Juni 1980 sein Ja-Wort gab.

Aus der Ehe hervor gingen die drei Kinder Daniela (35), Evelyn (32) und Jan (27), inzwischen vervollständigt durch jeweiligen Anhang sowie die drei 13-, fünf- und dreijährigen Enkel Deniz, Ronja und Hannes.

Nicht nur sie, sondern vieles andere hinterließ der im Alter von 63 Jahren gestorbene Laudaer Klaus Vierneisel, der im Mai 1985 die Prüfung zum Landwirtschaftsmeister ablegte, am 1. Januar 1988 den elterlichen Betrieb übernahm und bis zuletzt noch stundenweise einer Tätigkeit als Kraftfahrer (Ausbildung bei der Bundeswehr von 1976 bis 1980) nachging. bix