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Festandacht - Im Rahmen der kleinen Feier zum 60. Geburtstag wurden die beiden Leiterinnen Anna Tomolik und Gertrud Sack verabschiedet

Lauda: Fortbestand des Altenwerks ungewiss

Zum 60-jährigen Bestehen des Altenwerks Lauda fand ein feierliche Andacht in der Pfarrkirche statt. Dabei wurden die bisherigen Leiterinnen Anna Tomolik und Gertrud Sack verabschiedet.

Von 
Peter D. Wagner
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Zum 60-jährigen Bestehen des Altenswerks Lauda standen auch Verabschiedungen an. Das Bild zeigt (von links) Anna Tomolik, Dekanats-Altenwerk-Vorsitzende Hannelore Schulz, Gertrud Sack, Pfarrer Ralph Walterspacher, Diakon Willi Schnurr, Gemeindeteamleiter Hubert Knötgen und Pastoralreferentin Mechthild Prause. © Peter D. Wagner

Lauda. Das 60-jährige Bestehen des Altenwerks Lauda war Anlass einer Festandacht in der katholischen St.-Jakobus-Kirche. Mit der Festlichkeit ging jedoch auch eine gewisse wehmütige Stimmung einher, denn zum einen war damit die Verabschiedung der beiden langjährigen Leiterinnen des Altenwerks Lauda, Gertrud Sack und Anna Tomolik, verbunden. Zum anderen ist die Zukunft und der Fortbestand des Altenwerks ungewiss, nachdem zumindest bisher keine Nachfolge für die Leitungstätigkeiten gefunden werden konnte.

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Das Altenwerk ist eine Einrichtung der Erzdiözese Freiburg, in der sich ältere Menschen zusammengeschlossen haben. Für die vielfältigen Anliegen organisierte das Altenwerk in den vergangenen sechs Jahrzehnten in der Pfarrgemeinde Lauda vor allem offene Angebote für ältere Menschen wie zum Beispiel Seniorennachmittage, Vorträge, Wallfahrten, Gottesdienste, Interessengruppen und Ausflüge.

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Dabei war die ehrenamtliche Leitung des Altenwerks im Auftrag der Pfarrei tätig und arbeitet eng mit den Verantwortlichen der Pfarrgemeinde zusammen.

Ein wichtiger Grundsatz der Arbeit lautet „Mitwirken statt zuschauen“. Unter diesem Motto trafen sich in der Pfarrei St. Jakobus die Teammitglieder des Altenwerks in der Vergangenheit regelmäßig zum Erfahrungsaustausch und zur Absprache gemeinsamer Aktivitäten. Ziele waren insbesondere, älteren Menschen in der Pfarrgemeinde einen Treffpunkt und Ansprechpartner zu bieten, Kontakte und Aktivitäten mit Gleichgesinnten zu ermöglichen, das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit älterer Menschen zu fördern sowie die Herausforderungen und Möglichkeiten des Alters zu bejahen.

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Aufgrund der gegenwärtigen Coronasituation wurde ein ursprünglich in der Pfarrscheune vorgesehener Festakt und Altennachmittag mit Bewirtung abgesagt. Stattdessen fand unter Wahrung der Hygiene- und Abstandsregeln eine kurzfristig angesetzte und zeitlich verkürzte Jubiläumsandacht in der Stadtkirche St. Jakobus in Lauda statt.

Salz und Licht für andere

„Salz und Licht sind zwei ganz wesentliche Dinge, die wir Menschen brauchen“, sagte Pastoralreferentin Mechthild Prause in ihrer Ansprache. Salz in Maßen, um gesund zu bleiben, Geschmack zu haben oder Lebensmittel haltbar zu machen. Und vieles wäre nicht denkbar und vorstellbar ohne irgendeine Form von Licht. „Salz und Licht – das sollen wir sein. Wir haben sowohl den Auftrag, anderen Menschen Geschmack am und im Leben und Glauben zu bereiten als auch, das Leben ein wenig heller zu machen für jene, bei denen es dunkel geworden ist, weil sie allein, krank, alt oder einsam sind. Vor allem viele alte Menschen haben in ihrem Leben nur noch wenige Glanzlichter.“

„Für einige Menschen hier in Lauda und Umgebung waren Sie ebenso wie ihre Vorgängerinnen Licht und Salz“, meinte Prause an Gertrud Sack und Anna Tomolik gerichtet, die in den vergangenen zehn Jahren das örtliche Altenwerk maßgeblich geleitet und gestaltet hatten. „An den Nachmittagen, an denen es ein Programm gab, konnten Menschen zusammenkommen, Zuwendung und Gemeinschaft erfahren, sich ein wenig verwöhnen lassen und so bereichert wieder nach Hause gehen“, resümierte die Pastoralreferentin.

Zwar werden die Spieletreffs mittwochs im Raum der Altenwohnanlage in der Schillerstraße fortgeführt, jedoch die sonstigen Veranstaltungen des Altenwerks auf unbestimmte Zeit pausieren oder aufhören. „Wir wissen nicht, wie es mit dem Altenwerk weitergeht“, berichtete Mechthild Prause. „Vielleicht kommt etwas Neues, vielleicht braucht es auch die Unterbrechung, damit die Menschen spüren, dass etwas fehlt.“

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Veröffentlicht
Von
Diana Seufert
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Die 60 Jahre des Altenwerks Lauda seien im Zeichen von „3 G“ gestanden, konstatierte Pfarrer Ralph Walterspacher in einem Rückblick – nämlich „Gemeinschaft“, „Gebet“ und „Gutes Werk“. Dies zeige, dass das Altenwerk nicht irgendein Verein sei, sondern der Kirche angehöre. „Frag die Alten, sie werden es dir sagen“, zitierte er aus dem 5. Buch Mose in Bezug auf die Gründungsepoche des Altenwerks Lauda. Die Erinnerungen an Ereignisse seien wichtig, weil sie zeigten, worauf es wirklich ankomme.

Keine einfache Zeit

„Corona war auch für das Altenwerk eine nicht einfache Zeit, weil kaum Gemeinschaft und das Gebet zeitweise nur zuhause möglich gewesen war.“ Darüber hinaus äußerte Walterspacher die Hoffnung, dass die Seniorenarbeit in der Pfarrgemeinde auch zukünftig eine Perspektive haben werde.

Die Entscheidung, die eigentlich geplante Feier abzusagen, sei sehr schwergefallen, allerdings wohl richtig gewesen, weil die Gesundheit Vorrang habe, bekräftigte Hannelore Schulz, Altenwerk-Vorsitzende des Dekanats Tauberbischofsheim. „Allen Helfern gilt es Dank zu sagen. Irgendwann geht etwas zu Ende, und heute ist der Tag“, hob sie hervor.

Hubert Knötgen gratulierte im Namen des Gemeindeteams und der Pfarrgemeinde St. Jakobus zum 60-jährigen Bestehen des Altenwerks Lauda verbunden mit einem Dank an alle Verantwortlichen für deren Einsatz in dieser Zeit. Speziell dankte er Gertrud Sack und Anna Tomolik für deren Engagement im letzten Jahrzehnt. „Wir hoffen sehr, dass sich vielleicht wieder ein paar junge ältere Leute finden, um die Verantwortung des Altenwerk zu übernehmen“, unterstrich der Gemeindeteamleiter.

„Wir haben dieses Ehrenamt mit sehr viel Herzblut und Spaß ausgeübt“, versicherte Anna Tomolik auch stellvertretend für Gertrud Sack, die beide aus persönlichen Motiven nach zehn Jahren dieses Amt aufgegeben haben. „Allerdings werden wir noch weiter die Spielnachmittage gestalten“, bestätigte sie.

Liturgisch wurde die Festandacht von Pfarrer Ralph Walterspacher, Pastoralreferentin Mechthild Prause und Diakon Willi Schnurr zelebriert. Die musikalische Begleitung an der Orgel oblag Martin Neckermann aus Vilchband.

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