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Leserbrief - Zur Beendigung der Instandsetzungsarbeiten am Bahnübergang in Gerlachsheim Langfristige Lösung des Verkehrsproblems wichtig

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Endlich vorbei“ – vielen Gerlachsheimern dürfte dieser Seufzer der Erleichterung über die Lippen gekommen sein, jetzt nach Beendigung der Instandhaltungsarbeiten am Bahnübergang Gerlachsheim in der vergangenen Woche.

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Ein Bandwurm von Autos und Lkw war nämlich täglich durch Gerlachsheim, die Würzburger Straße, gezogen. Und dies nicht nur zu Zeiten der üblichen Rush-Hour am Morgen und am Abend, sondern sogar zur besten Kaffeezeit, um 15 Uhr.

Die „kürzere Umleitung“ über Gerlachsheim hatte sich offenkundig schnell rumgesprochen! Die nur für Lkw ausgeschilderte Umleitung von Tauberbischofsheim her über Grünsfeld, Kützbrunn und Marbach, die zuvor als Rücksichtnahme auf die Gerlachsheimer angepriesen worden war, konnte wohl auch nur als Empfehlung gelesen werden: „Die Strecke wurde gesplittet, um in Gerlachsheim den Begegnungsverkehr zu vermeiden, teilt das Landratsamt des Main-Tauber-Kreises mit.“ (FN, 8. September). Kontrolliert wurde hier meines Wissens nicht.

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Der eine ganze Woche laufende Massenverkehr hat einmal mehr deutlich gezeigt, dass die Vorrangregelung an den beiden Engstellen in der falschen Richtung angebracht ist. Hier gab es permanent Begegnungsverkehr, der ja eigentlich vermieden werden sollte. Und noch mehr: In gefährlicher Weise wurden, um aneinander vorbeizukommen, ständig die Gehwege befahren.

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In den scharfen Kurven bei Kirche und Grundschule benötigten die Lkw zum Durchfahren die Gegenfahrbahn, wie auch vorher schon. Durch all dies verschärft war ein Überqueren der Fahrbahn für Fußgänger schier unmöglich. Zur Info: Es gibt in Gerlachsheim nur einen Zebrastreifen in der Würzburger Straße, beim ehemaligen Forsthaus. Und so mussten viele Gerlachsheimer, um etwa am Freitagabend in die Kirche zu kommen, fast schon über die Straße rennen oder unter Gefahr für Leib und Leben Autofahrer ausbremsen – zumal sich viele Autofahrer, wenn es denn mal lief, nicht an die Tempo-30-Regelung gehalten haben.

Kein Wunder, wurde diese nun schon vor fast einem Jahr probeweise eingeführte Regelung doch bisher noch nie von der Polizei kontrolliert. Aber auch einige von denen, die in Gerlachsheim auf dem Berg wohnen und bisher glaubten, von der Verkehrsmisere im Dorf unten nicht betroffen zu sein, wurden eines Besseren belehrt. Ein Einfädeln in diesen Verkehr erwies sich als nervenaufreibendes Kunststück. Die eigentlich und hauptsächlich Leidtragenden waren jedoch alle Anwohner der Würzburger Straße.

Wie wird es weitergehen mit dem Verkehr in Gerlachsheim? Ein Jahr, zwei Jahre Verschnaufpause bis zum nächsten Termin der Deutschen Bahn AG? Weit gefehlt!

Es ist schon jetzt die Rede davon, dass die Instandhaltungsmaßnahmen an den Gleisanlagen, früher alle zwei Jahre, zukünftig wohl zweimal im Jahr durchgeführt werden müssen, wie schon in diesem Jahr. Die Zunahme insbesondere des Schwerlastverkehrs mache dies nötig.

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Ähnliche Auswirkungen dürfte der Neubau der Grünbachbrücke an der B 290 bei Gerlachsheim haben, die im kommenden Frühjahr starten und etwa ein Jahr dauern soll. Offenkundig zur gleichen Zeit soll auch die Inbetriebnahme der Abfallaufbereitungsanlage der Firma Konrad Bau erfolgen: „Nach dem Bauende im November ist ein Probebetrieb vorgesehen, im nächsten Jahr soll sie offiziell in Betrieb gehen.“ (FN, 24. April). Dann werden massenhaft Schwertransporte durch die engen Straßen, vorbei an Wohnhäusern und denkmalgeschützten barocken Gebäuden, fahren. Der Verkehrsinfarkt ist also vorprogrammiert! Was für eine Zumutung für uns Gerlachsheimer!

Auch wenn wir in der Verkehrsbehörde im Landratsamt offenkundig keine Lobby haben, dürften stärkere Kontrollen bestehender Regelungen, etwa der Tempo-30-Regelung, angesichts der vielen politischen Fehlentscheidungen der letzten Jahre noch die geringste Forderung sein.

Eine langfristige Lösung der problematischen Verkehrssituation in Gerlachsheim besteht meines Erachtens aber nur in einem Durchfahrverbot für Lkw. Das ist das Landratsamt den Menschen in Gerlachsheim schuldig!

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