Stadtkirche St. Jakobus - Orgel im Laudaer Gotteshaus für 70 000 Euro auf Vordermann gebracht „Klanglich sehr gewonnen“

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Klaus T. Mende
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Die Orgel in der Laudaer Stadtkirche St. Jakobus erstrahlt wieder in neuem Glanz. © Katholische Kirchengemeinde

Die Orgel in der Laudaer Stadtkirche St. Jakobus steht nach ihrer Revision wieder uneingeschränkt für Gottesdienste und Konzerte zur Verfügung.

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Lauda. Groß ist die Freude bei Pfarrer Ralph Walterspacher, für den die Renovierung des Gotteshauses nun komplett abgeschlossen ist. Die Gesamtkosten der Maßnahme beliefen sich auf etwa 70 000 Euro – 8100 Euro resultierten aus Einzelspenden, 25 000 Euro steuerte der Kirchenbauverein St. Jakobus bei. „Durch diese große Spendenbereitschaft wurde es überhaupt erst möglich, nach der Innenrenovation der Pfarrkirche auch noch die Orgel anzugehen. Nachdem eine Ausreinigung seit dem Bau der Orgel nicht erfolgt war, war das definitiv eine notwendige Maßnahme, bei der sinnvollerweise auch gleich klangliche Verbesserungen erfolgte“, teilt der Geistliche im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten mit.

Erleichtert und dankbar

Auch Christian Abelein ist gleichermaßen erleichtert und dankbar. Als langjähriger Kirchenmusiker und Organist von St. Jakobus habe „ich bereit 2013 die Revision und Finanzierung der Laukhuff-Orgel in der Laudaer Marienkirche maßgeblich begleitet“, erklärt der passionierte Kirchenmusiker. Es freue ihn sehr, dass „ich nun im Zuge der Renovation der St. Jakobuskirche auch dieses Projekt als Organist begleiten konnte“. Die 1977 eingeweihte Steinmeyer-Orgel sei ein klanglich sehr wertvolles Instrument, das viele Möglichkeiten biete, Orgelmusik aus verschiedenen Epochen adäquat zu musizieren. „Mit der Revision durch die Firma Tilman Trefz aus Stuttgart erstrahlt die Orgel von St. Jakobus nicht nur in neuem Glanz“, sie habe dadurch „klanglich sehr gewonnen, so dass „es große Freude macht, auf ihr zu musizieren“.

Orgel stammt von 1979

Die Steinmeyer-Orgel aus dem Jahre 1979 war von Tilman Trefz erbaut worden. Sie verfügt über 36 Register und vier Transmissionen. In seiner Abnahmeempfehlung geht Bezirkskantor Michael Meuser detailliert auf die Arbeiten ein. Demnach sei die Orgel gereinigt worden. Das obere Laufbodenende habe eine Absturzsicherung erhalten, die Windanlage sei instandgesetzt worden. Zur besseren Druckstabilität habe man Rautenfedern mit progressiver Druckcharakteristik eingebaut und zudem den Winddruck im Pedalwerk auf 80 mm WS angehoben.

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Weiterhin seien, so teilt Michael Meuser mit, die Windladen durchgesehen und repariert sowie die Spieltraktur revidiert worden. Zudem sei es erforderlich gewesen, die Spielanlage gründlich zu überarbeiten, den Prospekt zu polieren, das Pfeifenwerk zu reparieren und weiterzuentwickeln.

Intonatorische Maßnahmen

Das Hauptaugenmerk des Orgelbauers seien die intonatorischen Maßnahmen gewesen, beschreibt der Bezirkskantor weiter. Alle Grundstimmen habe man verstärkt und auf einen verschmelzenden Fonds-Klang intoniert. Am meisten Arbeit sei jedoch in die Zungenstimmen investiert worden; sie seien jetzt grundtöniger und integrierten sich sehr gut in das Plenum. Im Winter hätten sich bei der Schaltung von vielen Registern die Windkanäle in Schwingung versetzt. Deshalb seien sie einmal probehalber befestigt worden, um dieses Aufschaukeln zu verhindern.

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„Die Differenzierung der Teilwerke, die Einzelintonation, die Zungenstimmen sind jetzt auf einem Bestand“, beschließt Michael Meuser seine Einschätzung.

Redaktion Mitglied der Main-Tauber-Kreis-Redaktion mit Schwerpunkt Igersheim und Assamstadt