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Umstrittenes Projekt - Firma Konrad Bau hat das Bauwerk errichtet und auch in Betrieb genommen – gegen den Widerstand der Bürgerinitiative

Keinen Alternativstandort für Gerlachsheimer Aufbereitungsanlage gefunden

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dib
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Die Firma Konrad Bau hat die umstrittene Bodenaufbereitungsanlage im Gerlachsheimer Gewerbegebiet „Pfützenäcker“ gebaut und mittlerweile auch in Betrieb genommen. Die Suche nach einem Alternativstandort war im Sommer gescheitert. © Diana Seufert

Gerlachsheim. Es ist wohl eines der umstrittensten Projekte in der Stadt Lauda-Königshofen: Die Aufbereitungsanlage der Firma Konrad Bau. Jahrelang hatte die Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Gerlachsheim“ gegen die Realisierung gekämpft und die juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft. Doch ohne Erfolg.

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Während die BI von einer „Abfallaufbereitungsanlage“ spricht, in der außer Boden vieles andere verarbeitet werden dürfe, verweist die Firma auf eine „Bodenverbesserungsanlage“. Im Januar begann die Baufirma mit den ersten Arbeiten für die Anlage, die im Dezember offiziell abgenommen wurde. Damit startete das Unternehmen auch einen Probebetrieb, bevor der reguläre Betrieb im nächsten Jahr beginnen soll.

Die Suche nach einem Alternativstandort, die nicht nur Bürgermeister Dr. Lukas Braun gleich nach seiner Amtseinführung angestoßen hatte, verlief unterdessen erfolglos. Mehrere Standorte im Stadtgebiet wurden geprüft, doch keiner hatte den Anforderungen entsprochen. Auch die Überlegungen, die Anlage im Bereich Waltersberg Ost, auf Gemarkung Gerlachsheim, anzusiedeln, ist laut Bürgermeister Dr. Braun „an praktischen und auch raumordnerischen Vorgaben gescheitert“.

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Kritikpunkte der BI waren vor allem die Zunahme des Lkw-Verkehrs im Ort. Konrad Bau hatte freiwillig für die ersten fünf Jahre eine Reduzierung auf 50 000 Tonnen pro Jahr zugesagt. Ob danach die Menge bis auf die genehmigten 155 000 Tonnen im Jahr ausgereizt wird, muss abgewartet werden. Im Auge behalten will die Stadtratsfraktion der FBL das Verkehrsaufkommen, wie Fraktionsvorsitzender Reinhard Vollmer im Zuge der Haushaltsberatung in der jüngsten Gemeinderatssitzung betonte.

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Die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h auf der L 511 zwischen Einmündung Winzerweg und Reiferscheidstraße bleibt erhalten. Die Verkehrsbehörde im Landratsamt hatte die Anordnung im Oktober um ein weiteres Jahr verlängert. Damit trägt man dem Bericht des Petitionsausschusses Rechnung, der im Februar vorgestellt wurde. Mit der Reduzierung sei einem Teilanliegen der Bürgerinitiative abgeholfen worden. Die Petition wurde damit für erledigt erklärt. dib

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