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Tag des offenen Denkmals - Heimat- und Kulturverein Lauda machte auf die Besonderheiten der Marienkirche und des Friedhofs aufmerksam

In Lauda unbekannten Kostbarkeiten auf der Spur

Der Besuch zum Tag des offenen Denkmals beim Heimat- und Kulturverein Lauda (HKV) war „überwältigend“: Weit über 50 Personen waren zum Besuch der Marienkirche und des Friedhofs gekommen.

Von 
Irmgard Jung
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Tief beeindruckt waren die Besucher vom Rundgang über den Friedhof und die Führung durch die Marienkirche. © Irmgard Jung

Lauda-Königshofen. Zu Beginn des Friedhofsrundgangs erläuterte Wilfried Bickel die Geschichte der Friedhöfe insgesamt – dies mit Schwerpunkt auf Lauda –, wies besonders auf die Grabsteine der Familie Ochs an der Rückwand der Marienkirche hin, die das Ehepaar Ochs in der damaligen Tracht zeige.

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Wertvolle Grabsteine

Auf dem weiteren Weg lenkte Bickel den Blick auf mehrere interessante, künstlerisch wertvolle Grabsteine und den historischen Kreuzweg. Auch das Gräberfeld russischer Soldaten, jedes Jahr zum Volkstrauertag von Reservistenkameradschaft und HKV Lauda liebevoll gepflegt, wurde besucht.

Keinesfalls vergessen werden durfte die historische Ölberggruppe mit Jesus, den schlafenden Jüngern und dem trostbringenden Engel; Über viele Jahre lagen die wertvollen Figuren vergessen im Pfarrgarten.

Vom HKV gerettet und gründlich gesäubert, haben sie vor einigen Jahren ihr neues Zuhause im Stadtfriedhof gefunden. Roland Veith stellte als Kenner der Materie die Marienkirche, meisterhaft ausgemalt von Waldemar Kolmsperger, vor. Mit dem Blick auf das in Veiths Augen „schönste Weihnachtsbild“ ist der Besucher bereits beim Betreten der Kirche von ihrem Zauber gefangen genommen und hört aufmerksam seine Erklärungen einzelner Bilder in den Medaillons der Deckenumrandung, die den Bezug zum Marienleben herstellen, um schließlich zum großartigen Deckenfresko mit der Aufnahme Mariens in den Himmel überzuleiten. Hier greift Roland Veith die einzelnen Bildelemente heraus, bei denen der Maler reale Persönlichkeiten wie etwa Papst Leo und den damaligen Erzbischof von Freiburg, aber auch Laudaer Bürger in den Darstellungen der Himmlischen verewigt hat. Die gesamte Symbolik des Deckengemäldes konnten die Besucher erleben, ehe sie tief beeindruckt die Kirche verließen, nicht ohne die oft geäußerte Freude an bisher unbekannten Kostbarkeiten, die der HKV in den Fokus gerückt hatte und die man gerne noch mehr Besuchern zeigen wolle.

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