MdL Reinhart - Ziel ist eine neue Beratungs- und Koordinationsplattform in der Pflege „Implementierung ein wichtiger Baustein“

Von 
pm
Lesedauer: 

Main-Tauber-Kreis. „Wir werden immer älter und die Herausforderungen nehmen zu“, so MdL Professor Dr. Wolfgang Reinhart. Er begrüßt daher, dass mit dem Ende 2018 in Kraft getretenen Gesetz zur sozialräumlichen Gestaltung von Pflege- und Unterstützungsstrukturen auch eine Kommunale Pflegekonferenz im Landkreis Main-Tauber als regionale Beratungs- und Koordinationsplattform vorgesehen ist. „Für uns im Kreis ist eine Implementierung einer Kommunalen Pflegekonferenz notwendig und auch sehr sinnvoll“, so Reinhart.

Zentrale Erfolgsfaktoren

AdUnit urban-intext1

Zentrale Erfolgsfaktoren der baden-württembergischen Wirtschafts- und Innovationskraft sind unter anderem die dezentralen Wohn- und Unternehmensstrukturen.

„Wir verfügen über einen starken ländlichen Raum, den es zu erhalten gilt. Dafür müssen besonders auch die medizinische und die pflegerische Versorgung in der Fläche dauerhaft sichergestellt werden. Dabei müssen wir dem Umstand Rechnung tragen, dass die Akteure vor Ort am besten wissen, was konkret gebraucht wird“, so der Landtagsabgeordnete.

Aufgrund des demografischen Wandels, der Zunahme chronischer Erkrankungen und der Begrenztheit der Ressourcen werden Gesundheitsfragen immer wichtiger. „Eine zukunftsfähige Gesundheitspolitik kann nur gelingen, wenn man alle Beteiligten in ein Boot holt und im Dialog gemeinsame Lösungen erarbeitet“, unterstreicht Reinhart. Angesichts dessen hat das Land zunächst die Kommunalen Gesundheitskonferenzen und später auch Kommunale Pflegekonferenzen initiiert. Um vor Ort Fragen der regionalen Pflege- und Unterstützungsstrukturen, der Schaffung von altengerechten Quartiersstrukturen, der kommunalen Beratungsstrukturen und der Koordinierung von Leistungsangeboten abzustimmen, können in Stadt- oder Landkreisen kommunale Pflegekonferenzen eingerichtet werden. Der Main-Tauber-Kreis bereitet entsprechendes gerade als Zuordnung zum Amt für Pflege und Versorgung vor. Dabei sollen besonders neue Wohn- und Pflegeformen sowie regionale Beratungsstrukturen für bedarfsorientierte Angebote Gegenstand der kommunalen Pflegekonferenzen sein.

AdUnit urban-intext2

Um den Start der Kommunalen Pflegekonferenzen zu unterstützen, wird ihre Einrichtung finanziell vom Land unterstützt. Insgesamt stehen dafür 1,5 Millionen. Euro zur Verfügung, um Best-Practice-Beispiele für Kommunale Pflegekonferenzen zu implementieren. Alle wesentlichen lokalen Akteure im Vor- und Umfeld der Pflege sowie der Pflege selbst sollen sich vernetzen, die Angebote auf die Bedarfe der Menschen vor Ort abstimmen und entsprechend aufbauen bzw. ausbauen.

Festbetragsfinanzierung

Die Zuwendung erfolgt als Projektförderung im Wege der Festbetragsfinanzierung. Es kann ein Zuschuss von bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben im Wege der Projektförderung bewilligt werden, höchstens jedoch 60 000 Euro pro Antragsberechtigtem. Gefördert werden können Personal- und Sachkosten (inklusive Honorarkosten).

AdUnit urban-intext3

Eine Eigenbeteiligung von mindestens zehn Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben ist zu erbringen. pm