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Imkerverein Taubergrund - Monatsversammlung vor dem Vereinsheim in Heckfeld / Bienen entwickeln sich erst recht spät

Imker erwarten 2021 eine späte Honigernte

Von 
pm
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Heckfeld. Über ein halbes Jahr nach dem letzten Treffen kamen die Mitglieder des Imkervereins Taubergrund erstmals wieder nach einer langen „Coronapause“ zu einer Monatsversammlung am schattigen Freiplatz vor dem Vereinsheim bei Heckfeld zusammen. In seiner Begrüßung gab der Vorsitzende Bernd Weckesser seiner Hoffnung Ausdruck, dass weitere regelmäßige Treffen nun wieder möglich sein werden und erinnerte an die Einhaltung der erforderlichen Hygienemaßnahmen.

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Ertrag meist zufriedenstellend

In seinen Ausführungen ging er zunächst auf die aktuelle Situation und die anstehenden Arbeiten an den Bienenvölkern ein. Nach einem langen kalten und regnerischen Frühjahr hätten sich die Bienen sehr spät entwickelt. Dementsprechend spät habe auch die erste Honigernte stattgefunden. Überraschenderweise sei der Honigertrag hier im Taubergrund meist zufriedenstellend gewesen, was nicht in jeder Region der Fall war. Gebietsweise habe überhaupt kein Honig geerntet werdenkönnen.

Wie von vielen Imkern zu hören war, seien die Völker auch recht schnell und ausgiebig in Schwarmstimmung gekommen, und wer Glück hatte, durfte einige Schwärme einfangen. Wer nicht zu einer regelmäßigen Schwarmkontrolle gekommen sei, habe erst später bei einer Völkerdurchsicht festgestellt, dass doch einige Völker abgeschwärmt waren und sich eine neue Königin nachziehen mussten.

Nach einer kurzen Ruhephase habe nun die Lindenblüte begonnen und an den Völkern herrsche wieder eine rege Betriebsamkeit. Es bleibe abzuwarten, wie ergiebig eine mögliche zweite Ernte bis Mitte Juli sein werde. Von Wanderimkern sei zu hören, dass sowohl die Robinien und Edelkastanien schlecht honigten und auch kaum mit einer Honigtautracht im Wald zu rechnen sei.

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Wichtig sei es nun, so der Vorsitzende, die ersten Varroakontrollen durchzuführen, um rechtzeitig und gezielt behandeln zu können. Fielen mehr als fünf Milben pro Tag, sei an eine baldige Behandlung zu denken.

In der Varroabehandlung würden derzeit immer häufiger von den Instituten und den Imkerfachleuten biotechnische Verfahren der Brut-entnahme, der Einsatz von Bannwaben und das Käfigen der Königin vorgestellt. Damit solle den Milben einerseits eine Vermehrungsmöglichkeit in den Brutzellen entzogen werden. Andererseits würden sie in eine Brutwabe gelockt, in der sie dann gefangen seien und entsorgt werden könnten.

Da die Behandlung mit Verdunsten von Säuren im Bienenstock stark von entsprechenden Außentemperaturen abhängig ist, sei eine erfolgreiche Behandlung mit dieser Methode immer ungewisser. Hohe Temperaturen schadeten den Bienen, zu niedrige schmälerten die Wirksamkeit.

Richtigen Zeitpunkt wählen

Ende Juli, Anfang August sollte die erste Behandlung erfolgt sein. Danach würden die Völker eingeengt und mit einer ersten Auffütterung versorgt. Die zweite Behandlung erfolge dann Ende August. Wie groß die Futtermenge ist, hänge auch davon ab, wie viel eingetragenen Honig der einzelne Imker den Völkern belasse. Für eine erfolgreiche Überwinterung benötige ein Bienenvolk auf zwei Zargen etwa 16 bis 20 Kilogramm.

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Stetiger Futterstrom

Für Ableger sollte ein stetiger Futterstrom mit Flüssigfutter gewährleistet werden, damit sie sich zu einem überwinterungsfähigen Volk entwickeln können. Bernhard Gehrig gab einen kurzen Überblick über die Situation am Lehrbienenstand. Ableger für Jungvölker würden in diesem Jahr etwas weniger an den Stand gebracht. Die Versorgung mit Zellen oder neuen Königinnen sei jedoch problemlos gewesen, so dass viele Ableger schon wieder abgeholt worden seien. Der Neuimkerkurs habe unterbrochen werden müssen, finde jedoch wieder statt. Zwei neue Reinzuchtköniginnen seien eingetroffen, so dass auch hier noch eine Zuchtserie gebildet werden könne.

Vom Verband seien alle Vereine mit ausführlichen Informationen über das Auftreten der „Asiatischen Hornisse“ versorgt worden. Nachdem im Winter ein verlassenes Nest in Igersheim gefunden worden sei, scheine sich diese Hornissenart, die auch ein Bienenvolk schädigen könne, weiter auszubreiten. Alle würden aufgerufen, das Auftreten sofort zu melden, damit rechtzeitig Gegenmaßnahmen zur weiteren Verbreitung getroffen werden könnten.

Das nächste Treffen ist gleichzeitig die Hauptversammlung mit Neuwahlen am 10. September. Abschließend wurden bestellte Behandlungsmittel ausgegeben. Die restlichen Mittel sollten beim Vorsitzenden nach telefonischer Voranmeldung unter 09343/580514 abgeholt werden. pm

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