Castingshow - June Weber aus Oberlauda ist trotz des Ausscheidens bei den „Blind Auditions“ von „The Voice of Germany“ zufrieden „Ich habe eine große Chance erhalten“

Von 
Diana Seufert
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In den „Blind Auditions“ der TV-Castingshow „The Voice of Germany“ hat es für June Weber nicht gereicht. Die 39-Jährige aus Oberlauda ist zwar ausgeschieden, aber mit ihrem Abschneiden trotzdem zufrieden. © Peter D. Wagner

June Weber hat es in die „Blind Auditions“ bei „The Voice of Germany“ geschafft – für die 39-Jährige Sängerin eine wunderbare und tolle Erfahrung.

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Oberlauda. Natürlich ist die Enttäuschung groß, aber die Freude, es überhaupt so weit geschafft zu haben, überwiegt. Für June Weber ist der Auftritt bei „The Voice of Germany“ eine großartige Chance gewesen. Am Donnerstag war die Sängerin aus Oberlauda in der TV-Casting-Show auf Pro Sieben zu hören. Die zehnte Staffel sollte ihr allerdings kein Glück bringen. Familie, Freunde und Bekannte haben vor dem Fernseher mitgefiebert.

Dass keines der vier Jurorenteams für die 39-Jährige gebuzzert hat und sie coachen wollte, hat „mich ein bisschen schockiert“, sagt die gebürtige Norwegerin. „Ich habe mich so leer gefühlt. Ich habe so hart dafür gearbeitet – und dann ist alles weg.“ Mit dem oscar-prämierten Song „You light up my life“ von Debby Boone wollte sie die Jury überzeugen, hat alles gegeben. Das Publikum hat sie überzeugt. Mit geschlossenen Augen hat sie den Applaus genossen. Das anschließende Lob von Mark Forster über die tolle Stimme hat June Weber trotzdem gefreut. Auch wenn es nicht gereicht hat, eine Runde weiter zu kommen.

Nervös vor dem Auftritt

Sie war „so nervös vor diesem Auftritt“, erinnert sich die Mutter von drei Kindern an die Aufzeichnung im Juli in Berlin. Die ganze Familie hatte sie begleitet und auch einige Freunde saßen im Publikum. Bei „normalen Konzerten“ gehe sie ganz locker auf die Bühne. Bei der Casting-Show war das anders. Doch kaum waren die Scheinwerfer auf sie gerichtet und der erste Ton des Songs erklungen, hatte sich auch die Aufregung gelegt.

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„Bei den Scoutings am Anfang waren super Sänger dabei, die nicht weiterkamen. Deshalb bin ich sehr stolz und dankbar, dass ich mein Ziel erreicht habe, in die Blind Auditions zu kommen.“ Und auch von den Mitarbeitern der Casting-Show hat sie hinter der Bühne viel Zustimmung erhalten.

Auch wenn sie bei den „Blind Auditions“ rausgefallen ist, ist June Weber trotzdem zufrieden. „Es war ein langer und harter Weg bis dahin“, reflektiert sich. Mehrere Vorsingen, Interviews und dann das Warten, ob die Produktionsfirma sich meldet und sie zur nächsten Runde eingeladen wird. Dann die Erleichterung, als die Mail kam für die Einladung zur Aufzeichnung in Berlin. Drei mal war sie deshalb in der Hauptstadt gewesen.

Hunderte von Nachrichten

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Die Ausstrahlung selbst sorgte bei ihr und der Familie am Donnerstag nun für neuerliche Nervosität. Sie sei ganz unruhig vor dem Fernseher gewesen, konnte kaum stillsitzen, erzählt sie lachend. Besonders gerührt hat sie anschließend der große Zuspruch von Freunden und Bekannten, Hunderte von Nachrichten sind nach der Sendung bei ihr eingetrudelt. „Dieses Feedback der Leute bedeutet mir sehr viel.“ Und auch die Bewohner des Adam-Rauscher-Hauses in Tauberbischofsheim, wo June Weber arbeitet und mit denen sie immer gerne singt, haben mitgefiebert und ihr die Daumen gedrückt.

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June Weber lässt sich durch das Aus bei „The Voice of Germany“ nicht von ihrer großen Leidenschaft Musik abhalten. „Ich weiß, was ich kann. Ich habe meine kleine Musikkarriere und meine Fans“, sagt die Sängerin des Duos „June & Leo“ selbstbewusst. Die Fans hat sie mit ihren gefühlvollen Songs über das Leben überzeugt. Gemeinsam haben June Weber und Leo Guggenmos schon viele Auftritte absolviert und eine CD mit eigenen Songs aufgenommen. „Wenn ich singe, entsteht in meinem Kopf ein kleines Kunstwerk“, beschreibt sie die Entstehung der Lieder. „Da kommt alles von Herzen.“ Ihre Stärke sieht die Oberlaudaerin in Akkustik-Songs und Unplugged-Versionen bekannter Titel, die sie selbst interpretieren kann. „Ich mag keine reine Kopie.“

Auf ihren großen Wunsch, einmal bei einem Musical oder mit einem Symphonieorchester in Würzburg oder in Weikersheim auf der Bühne zu stehen, arbeitet sie weiter hin. „Es ist das Gefühl, dass man lebt, wenn man auf so einer großen Bühne steht.“ Dieses Gefühl hatte June Weber bei „The Voice of Germany“ auch. Vielleicht eröffnet die Teilnahme an der Show ganz neue Möglichkeiten für Auftritte, um den Traum zu leben, mit dem Gesang die Herzen der Menschen zu berühren.

Redaktion Hauptsächlich für die Lokalausgabe Tauberbischofsheim im Einsatz