Jahreshauptversammlung - Auch künftig unterstützt der Verein "Hilfe für Kinder in Not" diverse Projekte / Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Dr. Gerhard Wobser Hilfe gegen Hunger, Armut und Krankheit

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Der neue Vorstand des Vereins "Hilfe für Kinder in Not": Helmut Wenz, Eberhard Kress (Beisitzer), Vorsitzende Barbara Kerschkowsky, Schriftführerin Ruth Römig sowie die Beisitzer Dirk Wenz und Dr Günter Pfeiffer.

© Hilfe für Kinder in Not

Lauda. Auch im 25. Jahr seines Bestehens konnte durch die Arbeit des Vereins "Hilfe für Kinder in Not", Lauda wieder ein finanzieller Grundstock gelegt werden, der die künftige Unterstützung seiner Projekte gewährleistet. Durch großzügige Spenden kann im kommenden Jahr wieder Kindern in Tansania, Elfenbeinküste und auf den Philippinen gegen Hunger, Krankheiten und Traumata geholfen und die langfristig angelegte Hilfe des Vereins ausgebaut werden. Zu diesem Ergebnis kamen im Jubiläumsjahr die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung im Weinhaus Ruthardt, in der auch der Vorstand einstimmig im Amt bestätigt wurde.

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Schatzmeister Helmut Wenz, der gewissenhaft und umsichtig die Vereinskasse verwaltet, erläuterte die Einnahmen und Ausgaben aus den Jahren 2014/15 und hob hier besonders das wieder sehr erfolgreiche Multi-Kulti-Fest, den alljährlichen Kartoffelverkauf und das Benefizkonzert mit der Folkgruppe "Strömkarlen" hervor, das mit mehr als 160 begeisterten Besuchern den Veranstaltern Mut machte, diese, seit vier Jahren bestehende Konzertreihe fortzuführen. Nach dem Kassenprüfbericht wurde Helmut Wenz einstimmig entlastet.

Was den Weg frei machte für die, in diesem Jahr anstehenden, Neuwahlen, die folgendes Ergebnis hatten: Vorsitzende Barbara Kerschkowsky, Stellvertreter Dr. Gerhard Wobser, Schatzmeister Helmut Wenz, Schriftführerin Ruth Römig, Beisitzer Eberhard Kress, Dr. Günter Pfeiffer und Dirk Wenz.

Die Vorsitzende dankte Eberhard Kress, der zu den Gründungsmitgliedern gehört und 25 Jahre lang stellvertretender Vorsitzender gewesen ist, ein Amt, das er mit Rat und Tat und großem Einsatz, mit seinen Ideen und viel Sinn für alles Praktische versehen hat. Als Beisitzer bleibt er dem Verein erhalten.

Projekt in Abidjan

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Charlotte Hopp-Boothroyd, Projektleiterin bei Kinderberg International, Stuttgart, der Hilfsorganisation , mit der "Hilfe für Kinder in Not" seit 23 Jahren zusammen arbeitet, berichtete über das Projekt in Abidjan, Côte d´Ivoire.

Die Arbeit hier ruht auf den wichtigen Pfeilern: regelmäßiger Schulunterricht an vier Tagen der Woche, ausgewogene gesunde Ernährung mit einem Frühstück und einer warmen Mahlzeit für jedes Kind am Tag sowie die medizinische Versorgung akuter Krankheiten und mit lebenswichtigen Impfungen.

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Die beiden Klassen der Schule "Centre Lauda de la petite enfance" haben jeweils 40 Schüler aus dem besonders armen und benachteiligten Viertel Koumassi in Abidjan. Für sie ist das Angebot an Bildung besonders wichtig, damit sie den Teufelskreis von Armut und Perspektivlosigkeit durchbrechen können und eine Chance für ein besseres Leben erhalten. Kinderberg International engagiert sich seit neuestem auch in der Flüchtlingshilfe in Rumänien, wo Kinder und Jugendliche betreut werden. In Afghanistan unterhält Kinderberg als einzige ausländische Hilfsorganisation im Land noch ein Mutter-Kind-Haus.

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Dr. Günter Pfeiffer, der 1997 die Initiative für das Projekt in Matyazo, Tansania, übernahm, plädierte für die weitere Zusammenarbeit mit dem Kinderkranken- und Waisenhaus, das seit diesem Jahr außer der Vergabe der Spendengelder weitgehend von afrikanischen Kräften verwaltet wird.

Milchpulver für 80 Säuglinge

Der Verein wird auch im kommenden Jahr wieder den Kauf von Milchpulver für 80 Säuglinge finanzieren. Über weitere Hilfe in Matyazo wird bei Bedarf beraten. Belen Hammel wusste Neuigkeiten vom jüngsten Projekt des Vereins auf den Philippinen zu berichten. Das Waisenhaus in Catarman in der nördlichen Provinz Saman, das von dem Franziskanerpater Jerry Malatamban aufgebaut wurde und nach zwei Jahren bereits 13 Kindern ein Zuhause gibt, wird vorübergehend von zwei Brüdern des Ordens betreut.

Der Pater wurde zu anderen Aufgaben nach Korea entsandt, wird aber nach voraussichtlich zwei Jahren zurückkehren. "Hilfe für Kinder in Not" wird hier die Arbeit fortsetzen und den Kindern das Wohnen, regelmäßige Mahlzeiten und den Schulbesuch ermöglichen. Staatliche Hilfe ist in dieser Region nicht zu erwarten. hkn