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Bildung - Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft machte in Königshofen auf miserable Situation an den Schulen aufmerksam / Langfristige Strategien dringend notwendig

Großen Mangel an ausgebildeten Lehrkräften beklagt

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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft protestierte gegen die schlechte Lehrerversorgung an den Schulen. © GEW

Main-Tauber-Kreis. Die Lehrkräfte fühlen sich von der Landesregierung im Stich gelassen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert, Maßnahmen zu ergreifen, um dem Lehrkräftemangel entgegenzuwirken, der sich schon seit Jahren abzeichnete und durch wissenschaftliche Studien belegt wurde.

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Katastrophale Situation

Das wurde bei einer Veranstaltung der Gewerkschaft in Königshofen deutlich. Hätte man vor fünf Jahren gehandelt, wäre die Situation an den Schulen bezüglich der Lehrerversorgung nicht so katastrophal, wurde betont.

„Bei uns an den Schulen fehlen ausgebildete Lehrkräfte. Auf den Schultern der Lehrkräfte, die an den Schulen arbeiten, liegt daher eine enorme Belastung. Viele gehen aufgrund der hohen Belastung in Teilzeit oder früher in den Ruhestand“, so Jana Kolberg, Kreisvorsitzende der GEW. Man fordere die Landesregierung auf, langfristig zu planen und über Parteigrenzen hinaus zu denken.

Über Wahlperiode hinaus planen

Gute Bildungspolitiker müssten über die Wahlperioden hinaus, mindestens für zehn Jahre planen und jetzt die Lehrkräfte ausbilden, die man 2030 in den Klassenzimmern brauche und „gestern schon gebraucht hätte“. Es müssen jetzt dringend die notwendigen Studienplätze geschaffen werden.

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Die GEW schlage als kurzfristige Maßnahme vor, die Altersermäßigung auszubauen, damit mehr Lehrkräfte bis zur Altersgrenze arbeiten können. Derzeit erreichten diese nur 26 Prozent. Die Erhöhung der Altersermäßigung würde eine Entlastung der älteren Kollegen bedeuten. Sie könnten dadurch länger an der Schule arbeiten. Gleichzeitig würde es zur Senkung der Versorgungsausgaben beitragen.

„Die Grundschule ist die Schulart mit dem höchsten Deputat und der geringsten Bezahlung. Sie ist die einzige Schulart ohne Stunden zur Förderung. Dies führt neben dem bekannten Lehrkräftemangel zu nicht hinnehmbaren Arbeitsbedingungen und zunehmenden krankheitsbedingten Ausfällen.

13 der 16 Bundesländer zahlen ihren Lehrkräften im Primarbereich mehr als Baden-Württemberg. Hier muss dingend nachgezogen werden um konkurrenzfähig zu bleiben.“ fordert Barbara Bürgy, GEW-Vorsitzende der Landesfachgruppe Grundschulen.

Zeitliche Entlastung

Die GEW fordert eine dringend notwendige zeitliche Entlastung von Lehrkräften und Schulleitungen. „Wir brauchen mehr Zeit für die Unterstützung des Lernens der Schüler und -innen. Wir Lehrkräfte und auch die Schulleitungen brauchen mehr Zeit, um die ständig zunehmenden Aufgaben bewältigen zu können“ betont Silvia Bambusch, GEW-Kreisvorsitz Schwäbisch Hall.

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