AdUnit Billboard
Martin-Schleyer-Gymnasium

Große Spuren im Schulleben hinterlassen

Harald Bähr und Andreas Roser wurden in einer kleinen Feierstunde verabschiedet

Von 
msg
Lesedauer: 
Spuren im Schulleben des Martin-Schleyer-Gymnasiums Lauda haben Harald Bähr und Andreas Roser hinterlassen. Sie wurden von Schulleiter Dr. Jürgen Gernert (links) verabschiedet, ebenso wie die Lehrkräfte, die das MSG verlassen. © MSG

Lauda. Am Martin-Schleyer-Gymnasium Lauda stand zum Ende des Schuljahrs die Verabschiedung von zwei langjährigen Mitgliedern des Leitungsteams an: Harald Bähr und Andreas Roser. Entsprechend viele ehemalige Kolleginnen und Kollegen erwiesen ihnen bei dieser „außergewöhnlichen Variante der Verabschiedung“ die Reverenz.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

In seiner Rede bezeichnete der Schulleiter Dr. Jürgen Gernert beide als vorbildliche Führungskräfte. Die Zusammenarbeit mit ihnen sei durch „gegenseitigen Respekt“, kurz „von Zwischenmenschlichkeit getragen und geprägt“ gewesen. Ohne sie würde die Schule heute „zumindest anders aussehen“.

Wichtige Impulse gesetzt

Andreas Roser ist im Jahr 1998 aus Stuttgart an das MSG gekommen, als ein von seinen Fächern Mathematik und Physik begeisterter Lehrer und als Abteilungsleiter. Er sei dann „wesentlich beteiligt“ gewesen „an der Einführung von IMP (Informatik-Mathematik-Physik) als vierstündiges Hauptfach ab Klasse 9, des wichtigen Mathe-Vertiefungskurses und der Ingenieurakademie für Schüler“. Als weiterer „Eckpfeiler“ wurde die von Roser verantwortete „zentrale Planung der Klassenarbeiten“ genannt, unter anderem auch Teil des „sanften Übergangs von der Grundschule auf das MSG“, die von allen geschätzt wird. Beim 50-jährigen Schuljubiläum hätte er wichtige Impulse gegeben und tatkräftig bei der Organisation der Veranstaltungen mitgewirkt. Bei der Bewerbung um den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sei es ihm durch seine Kontakte gelungen, den Vorsitzenden des Zentralrates der Juden, Dr. Schuster, als Schulpaten zu gewinnen.

Mehr zum Thema

Martin-Schleyer-Gymnasium

Leni Henninger ist Bundessiegerin

Veröffentlicht
Von
msg
Mehr erfahren
Schulzentrum am Wört

Drei verdiente Lehrkräfte gehen von Bord

Veröffentlicht
Von
mh
Mehr erfahren

Aber auch „außerunterrichtliches Lernen“ sei ihm stets wichtig gewesen – in der von ihm aufgebauten Imker-AG an der Schule, noch mehr aber bis zuletzt bei zahllosen Schüler- und Studienfahrten. Besonders erwähnt wurde dabei das Wandern mit Schülerklassen in mehreren Etappen bzw. Jahren, beginnend in der Unterstufe, nach Stuttgart und darüber hinaus. „Eine sehr originelle Idee zur Stärkung des Wir-Gefühls einer Klasse“, hieß es. „Die individuelle Entwicklung und die Persönlichkeit der jungen Menschen“ habe ihm immer am Herzen gelegen und so habe er „am MSG Spuren hinterlassen“.

Für alle am MSG geleistete Arbeit bedankte sich Dr. Gernert im Namen der Schulgemeinschaft, aber auch persönlich: „Als Schulleiter und Kollege war ich froh, einen engagierten, verlässlichen und kreativ denkenden Abteilungsleiter an meiner Seite zu wissen.“

Bereits im Jahr 1993 kam Harald Bähr ans MSG, zunächst als Französisch- und Sportlehrer, als welcher er auch die bis heute existierende Volleyball AG gegründet hatte. In seiner Funktion als stellvertretender Schulleiter ab 2003 war er laut Dr. Gernert stets „dreidimensional“ unterwegs, in einer „Mischung aus Unterricht, Wertebewusstsein und IT, bevorzugt noch wenn es Schnittmengen zwischen diesen drei Faktoren geben konnte“. Der einzelne Mensch habe dabei stets eine große Rolle gespielt.

„Am deutlichsten“ sei „dies mit dem großen Umweltprojekt“ geworden, das er „mit federführend am MSG organisiert und realisiert“ habe. Bähr habe eine „ganze Reihe von Maßnahmen und Projekten initiiert“ und teilweise selbst durchgeführt bzw. geleitet, die heute ganz selbstverständlich im Schulalltag integriert seien: „WebUntis, Messenger, digitales Klassenbuch, Homepage, digitale Erfassung der Noten, Jahresbericht, Zehnfingerschreibkurs und ECDL (Europäischer und Internationaler Computerführerschein)“. Aber die Digitalisierung sei für ihn nie „Selbstzweck“ gewesen, sondern darauf ausgerichtet, „Strukturen zu schaffen, die dem Wohl und dem Nutzen sowohl der Schülerinnen und Schüler als auch der Lehrkräfte dienen sollten“. Seine Stundenpläne sind dafür das beste Beispiel, „sozusagen das Gütesiegel: individuell, kompakt, einfach perfekt“. Den etwa zwei Dutzend Computern hatte er nicht das Feld überlassen, stets seien „eigene Ergänzungen und Korrekturen“ hinzugekommen. Bähr habe so mit seinem „organisatorischen Geschick, der fachlichen Kompetenz und der Fähigkeit, den Menschen zu sehen“, zweifelsohne „im Schulalltag den Takt vorgegeben, den Pulsschlag bestimmt“. Dafür sei die Schule und auch er persönlich ihm sehr dankbar.

Das „Wirken in der Schulleitung“ sei ein „Miteinander“ gewesen: „Vieles haben wir gemeinsam besprochen, entschieden und verantwortet. Wir haben das MSG Seit’ an Seit’ geführt“.

Damit hatten beide, Roser wie Bähr, die keine großen Reden haben wollten, genau diese bekommen. Der Personalrat hielt sich insofern an die Vorgaben, als er augenzwinkernd, im Blick auf die nun entstandenen „Lücken“, ein „Bewerbertraining“ durchführte in mehreren Stationen, etwa in Bezug auf den Zehnfingerschreibkurs, das Imkern, das Stundenplan erstellen, das Segeln und Wandern, das Krawattenbinden vor Chorauftritten oder das Erkennen von „Frames“ aus französischen Filmen.

Neben der Verabschiedung dieser „Schwergewichte“ ging die Verabschiedung weiterer Kollegen und Referendarinnen am Schuljahresende gewissermaßen „leicht“ von der Hand, zumal alle mit Stellen gut versorgt waren: Felix Heginger, seit vier Jahren am MSG Mathe- und Sportlehrer, erhielt die aus familiären Gründen gewünschte Versetzung an ein Würzburger Gymnasium, aus denselben Gründen Nathalie Palotz (E, F, Ethik) eine Planstelle in Bayern. Planstellen in Baden-Württemberg bzw. in Bayern erhielten H. Ramge (F, Gmk, Wi), der nach seinem Referendariat am MSG hier auch für ein Jahr eine Krankheitsvertretung angetreten hatte, wie auch die drei Referendarinnen Fr. Buhl (D, E), Fr. Bundschuh (F, L) und Fr. Winkler (M, Sp).

H. Ketterl (Musik) scheint der Bigband erhalten zu bleiben. Allen „Abgängern“ wurde der Dank der Schulleitung und des Kollegiums für ihr Wirken am MSG ausgesprochen und ihnen für die Zukunft an den neuen Schulen alles erdenklich Gute gewünscht. msg

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1