L511 in Oberlauda wieder frei Graben wird zum Teil wieder geöffnet

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Oberlauda. Die Meldung hatte in der letzten Woche für Aufruhr gesorgt: Der Straßengraben entlang der L 511 bei Oberlauda, der erst vor ein paar Jahren angelegt worden war, ist im Zuge der jetzigen Straßensanierung verdolt worden, ohne dass die Behörden vor Ort darüber informiert worden waren. Das Problem: Bei dem Graben handelt es sich zumindest abschnittsweise um ein Gewässer zweiter Ordnung, also ein Gewässer mit überörtlicher Bedeutung.

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Bei einem Vor-Ort-Termin am Dienstag wurde nun geklärt, ob die Maßnahme aus wasser- und naturschutzrechtlicher Sicht zulässig gewesen ist, zumal dort häufig auch Frösche laichen. Wie eine Sprecherin des Regierungspräsidiums (RP) Stuttgart gestern den FN mitteilte, hätten sich dabei das RP zusammen mit dem Naturschutz sowie der Wasserbehörde darauf veständigt, den Graben auf seinen letzten 70 Metern wieder in seinen bisherigen Zustand zu versetzen und die Verdolung wieder zu entfernen.

"Auf diesem Abschnitt mündet ein kleiner Bachlauf in den Graben, weswegen er zu einem Gewässer zweiter Ordnung wird", so die Sprecherin des Regierungspräsidiums gestern. Die restliche Verdolung soll aber bleiben.

Teilweise verläuft der Graben auf dem ausgewiesenen Straßengrundstück des Landes, so dass zunächst von einem Straßenentwässerungsgraben ausgegangen worden war. Es werde nun geprüft, hieß es gestern beim RP, ob die Grundstücksverhältnisse im Zuge der Flurneuordnung durch das Landratsamt neu geregelt werden. thos