AdUnit Billboard
Todesfall - Die ehemalige Rektorin der Grund- und Hauptschule Gerchsheim sowie Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Phönix, Agnes Haas, ist im Alter von 79 Jahren gestorben

Geschätzte Pädagogin mit großem Engagement für Königshofen

Von 
bix
Lesedauer: 

Königshofen. Sie galt als „guter Geist“ der Messestadt, der sich bewusst in vielen Gremien einbrachte: So beispielsweise gar an vorderster Front beim örtlichen Heimat- und Kulturverein Phönix 1980, bei dem Agnes Haas bereits seit 1995 von der Spitze aus die Geschicke lenkte. Im Alter von 79 Jahren starb vor wenigen Tagen die bisherige Vorsitzende, die sich beruflich Verdienste als Pädagogin erwarb. Nach über 40 Dienstjahren, darunter drei als Konrektorin der Turmbergschule Königshofen sowie abschließend elfjähriger Tätigkeit als Rektorin und Leiterin der damaligen Grund- und Hauptschule in Gerchsheim, hatte man sie 2006 in den Ruhestand verabschiedet.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Dem Totengebet am heutigen Donnerstag um 18 Uhr in der Stadtkirche St. Mauritius folgt am morgigen Freitag um 14 Uhr auf dem Königshöfer Friedhof die Beisetzung von Agnes Haas, die am 30. Januar 1942 das Licht der Welt erblickte. Aufgewachsen mit acht Geschwistern in Holzhausen absolvierte Agnes Haas in Schwäbisch Gmünd, nach dem Abitur das Studium an der Pädagogischen Hochschule.

Agnes Haas ist im Alter von 79 Jahren gestorben. © Herbert Bickel

Nachdem sie 1964 an der Volksschule Hülen im Ostalbkreis ihre erste Dienststelle angetreten hatte, mündend in weitere Stationen in der Nähe von Ulm, erfolgte schließlich 1974 auf eigenen Wunsch die Versetzung an die Schule in Königshofen. Hier mit zwischenzeitlichen Abstechern nach Bad Mergentheim ab 1992 mit der Funktion als Konrektorin betraut, stand dann 1995 der Wechsel der Hauptlehrerin als Leiterin an die Grund- und Hauptschule Gerchsheim an, abgerundet 1997 durch die Ernennung zur Rektorin.

„Wir verlieren gemeinsam eine fleißige, zuverlässige, freundliche und verantwortungsbewusste Lehrerin und Schulleiterin, die für ihre Schüler, aber auch darüber hinaus für viele Kollegen ein Vorbild war.“ Dieser Satz bei der Feierstunde zur Verabschiedung sagt alles aus über die ungeteilte Wertschätzung von Agnes Haas. Die „Pädagogin mit Herz und Verstand“, dabei tituliert als „ein Fels in der Brandung“, wirkte aus christlicher Überzeugung heraus erst recht als Pensionärin noch auf den verschiedensten Feldern.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

So unter anderem als Vorstandsmitglied der Senioren-Union sowohl im Stadt- als auch im Kreisverband Main-Tauber sowie weitreichend auf Bezirks- und gar Landesebene, weshalb man ihr 2007 als „eine allseits engagierte Mitbürgerin“ die Konrad-Adenauer-Medaille verlieh. Eine besondere Auszeichnung mit einer seltenen Plakette, die auf der anderen Seite das Konterfei der (Noch-)Kanzlerin Angela Merkel zeigt, von der früheren Bundesvorsitzenden der CDU eigens in Auftrag gegeben für Persönlichkeiten, die im Ehrenamt auf eine spezielle Art und Weise Akzente setzten.

Weitere Würdigungen blieben nicht aus für Agnes Haas, die sich bis zuletzt in erster Linie um alles rund um die Heimat und dazu die Kultur in der Kommune stark machte mit einem Schwerpunkt auf der Königshöfer Messe, und dem auch per Zentessen gepflegten Austausch mit Gaukönigshofen, Bad Königshofen und ebenso zu Straßburg/Koenigshoffen. Neben sonstiger aktiver Gestaltung, mit unter anderem der Installation zweier zusätzlicher Märkte, unterstützte die nunmehr Verstorbene von Anfang an tatkräftig und nachhaltig die katholische Pfarrgemeinde St. Mauritius. bix

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1