AdUnit Billboard
Heimatfreunde Sachsenflur - Bei der Jahreshauptversammlung auf die Zeit während Corona zurückgeblickt / Start der Theatergruppe noch ungewiss

Gedenkjahr zum Bauernkrieg wirft Schatten voraus

Lesedauer: 
Ehrungen bei den Heimatfreunden Sachsenflur: (von links) Vorsitzender Berthold Hohl mit den Jubilaren Klaus Meder, Clara Hohl und Elmar Schwarz. © Heimatfreunde

Sachsenflur. Die Heimatfreunde Sachsenflur trafen sich zur längst fälligen Jahreshauptversammlung im Freien, im Garten eines Mitglieds. Überraschend viele Mitglieder waren erschienen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Im Anschluss an die Begrüßung und das Totengedenken berichtete der Vorsitzende Berthold Hohl über das Vereinsgeschehen seit der letzten Jahreshauptversammlung 2019. Die Mitgliederentwicklung verlief einigermaßen befriedigend, es sei jedoch nach wie vor schwierig, den im Wesentlichen durch Todesfälle bedingten Negativtrend auszugleichen. Die Vereinsführung ist froh, dass viele Mitglieder, darunter auch zahlreiche auswärtige, dem Verein seit Jahrzehnten die Treue gehalten haben. Dieses Jahr wurden sieben Mitglieder für jeweils 25-jährige Mitgliedschaft geehrt werden: Margot Henes, Clara Hohl, Elmar Jaekel, Klaus Meder, Berthold Schad und Hannelore Wiederspahn.

Hohl erinnerte an das Grillfest der Freiwilligen Feuerwehr mit der neuen Bannerfahne und dem Verkauf des Tischwimpels. Die Einheitslinde auf der „Hiereschoole“ wurde mit Wasser versorgt. Zudem fanden die Herbstwanderung sowie der Martinsumzug statt.

Im Frühjahr 2020 brachte dann die Corona-Pandemie das Vereinsleben weitgehend zum Erliegen. Der Sachsenflurer Online Terminkalender wurde mangels Terminen eingestellt. Er erwähnte die Jahresschrift „Üm´t Hiereschoole“ mit der Chronik. Die Herbstwanderung habe kurzfristig abgesagt werden müssen, der Martinsumzug gar nicht geplant.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Einem kleinen Kreis engagierter Mitglieder gelang es, die Sitzgruppe vor der Kirche zu renovieren, nachdem der Zahn der Zeit doch gewaltig an der hölzernen Konstruktion genagt hatte. Im April 2021 wurde der ehemalige Pfarrer Wolfgang Max in den Ruhestand verabschiedet. Hierbei konnte man durch eine Videokonferenz an der Verabschiedung teilnehmen. Der Online Terminkalender werde wieder genutzt, Termine können an den Vorsitzenden gemeldet werden.

Für die Theatergruppe berichtete Abteilungsleiter Andreas Trunk. Die Pandemie habe die Spieler in eine längere Pause gezwungen. Für die Zukunft gebe es viele Fragezeichen, der Zeitpunkt für einen aktiven Neubeginn sei fraglich. Über allem hänge auch das Damoklesschwert der Raumfrage: nur die Sachsenhalle erfülle die Erfordernisse für einen geordneten Spielbetrieb, das fast 50 Jahre alte Gebäude sei jedoch nicht barrierefrei und außerdem modernisierungsbedürftig.

Kassier Werner Meyer berichtete über eine ausreichende finanzielle Reserve des Vereins. Da nur relativ wenige laufende Kosten anfallen, seien die durch die Pandemie verursachten Einnahmeausfälle verkraftbar. Die Kassenprüfer bestätigten die einwandfreie Kassenführung. Der Vorstand wurde entlastet.

Nachdem eine Beschlussfassung zur Satzungsänderung einstimmig erfolgte, stellte Berthold Hohl fest, dass die Heimatfreunde noch glimpflich durch die Pandemie gekommen sind. Nur zwei Veranstaltungen seien weggefallen. Er dankte allen, die durch ihren besonderen Einsatz zum Gelingen der Vereinsarbeit beigetragen haben.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Dann erinnerte der zweite Vorsitzende Rolf Lutz daran, dass sich in vier Jahren zum 500. Mal ein wichtiges Ereignis jährt: der Bauernkrieg 1525 verbunden mit zahlreichen Schlachten und mit der Forderung nach Demokratie. Er schlug vor, dass man, zusammen mit dem Heimat- und Kulturverein aus Lauda und mit Unterstützung durch die Stadt Lauda-Königshofen ein Projekt initiieren könnte, etwa in Form eines ansprechenden Programms oder einer Aktivität, worüber man sich in der kommenden Zeit Gedanken machen könnte. Der durch Werner Hellinger vertretene Heimat- und Kulturverein Lauda stehe dieser Idee positiv gegenüber.

Diskutiert wurde über einen Vorschlag aus dem Mitgliederkreis, im Frühjahr einen Vereinsausflug durchzuführen sowie die Frage, wie und durch wen Sachsenflur in der Online Enzyklopädie „Wikipedia“ bisher und zukünftig vertreten wird und in wieweit der Verein hier unterstützend tätig sein kann. Zum Schluss berichtete Ehrenmitglied Erhard Bierig in unterhaltsamer Weise über einen interessanten Gegenstand aus der „Dialektwerkstatt“, über die „Reithawe“ - andernorts auch als Reithaue bezeichnet.

Die Heimatfreunde planen nun die Herbstwanderung und den Martinsumzug.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1