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Auf Einladung des JU-Stadtverbandes - Besuch von MdL Tim Bückner und MdL Thomas Blenke

„Flächenpräsenz der Polizei ist wichtig“

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Lauda-Königshofen. Als Stadtverbandsvorsitzender und Stadtrat Marco Hess die beiden Landtagsabgeordneten Thomas Blenke und Tim Bückner zu einem Besuch im Taubertal einlud, war nicht absehbar, welche Brisanz dem Treffen vorausgehen wird.

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Als erste Station stand der Besuch des Polizeipostens in Lauda auf dem Programm. Thomas Blenke ist stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Baden-Württemberg und zudem Arbeitskreisvorsitzender „Inneres, Digitalisierung und Kommunen“ der CDU-Landtagsfraktion. Als langjähriger Innenpolitiker ist der 62-jährige Blenke mit den Themen der Polizei und Kommunen vertraut. Der studierte Jurist vertritt den Wahlkreis Calw seit 2001 im Landtag von Baden-Württemberg. Er wollte sich einen Einblick verschaffen, wie die Arbeit an der Basis ist. Ihm sei es wichtig, aus erster Hand zu erfahren, wie es den Polizisten und Polizistinnen vor Ort geht und welche Sorgen und Wünsche sie an die Politik haben.

Überlagert von der allgemeinen Lage wurde das Treffen von dem Amoklauf in Bobstadt, den Blenke als „größten Polizeieinsatz seit den Zeiten der RAF bezeichnete“. Bobstadt gehört zum Betreuungsgebiet des Postens Lauda-Königshofen, berichtete Polizeioberrat Burkard von der Groeben, Dienststellenleiter im Revier Tauberbischofsheim, zu dessen Zuständigkeitsgebiet Lauda-Königshofen gehört. Man sei das flächengrößte Revier in ganz Baden-Württemberg und deshalb besonders anhängig von einer guten Personalausstattung. Die Befürchtung, dass der Flächenfaktor bei den anstehenden Reformen der Polizeistruktur wegbrechen könnte, konnte ihm Blenke nehmen. Dies sei nicht geplant, so der Politiker. Gerade der Einsatz in Bobstadt habe gezeigt, wie „wichtig die Flächenpräsenz ist“. Er dankte besonders auch Professor Dr. Wolfgang Reinhart, der sich als Wahlkreisabgeordneter für den Erhalt der Polizeischule in Wertheim eingesetzt hatte und ebenfalls beim Gespräch im Polizeiposten dabei war. Aktuell bilde man mehr Polizisten und Polizistinnen aus, als in Pension gehen. Doch dieser Prozess wurde erst vor wenigen Jahren gestartet, so dass vor Ort bei den Dienststellen noch nicht genügend ankommen. Blenke reagierte dabei auf eine Aussage des Postenleiters Bernd Brander, dass bis jetzt für die Nachfolge der ausscheidenden Kollegen und Kolleginnen kein adäquater Ersatz bereit stehe.

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„Die Innenpolitik ist uns sehr wichtig“, führte Landtagskollege Tim Bückner aus. Der 38-jährige vertritt den Wahlkreis Schwäbisch Gmünd im Landtag. Neben der Verkehrspolitik, wo Bückner auch Sprecher für Straßenbau der CDU-Landtagsfraktion ist, arbeitet er im Sozialausschuss sowie dem Petitionsausschuss. Vor allem die fehlende Ausstattung der Polizeistationen mit WLan sei ein Hindernis bei der Bürgerfreundlichkeit, bekamen die beiden Abgeordneten zu hören und auch bei der sonstigen technischen Ausstattung der Dienststellen bestehe Nachholbedarf. Beide Politiker versprachen, sich weiterhin für die Belange der Polizei einzusetzen, was auch Hess unterstrich.

Im Anschluss ging es mit den beiden Abgeordneten in den Wein- und Erholungsort Beckstein. Hier informierten sich die beiden Politiker bei der Winzergenossenschaft Becksteiner Winzer über Probleme des Weinbaus und der Menschen in dem Ort. Geschäftsführer Michael Braun begrüßte die Politiker mit einer Kellerführung und zeigte die Probleme des Weinbaus in der nördlichsten Anbaugegend Badens auf. Tim Bückner, der auch Suchtbeauftragter seiner Fraktion im Landtag ist, interessierte sich vor allem für Anstrengungen der Becksteiner Winzer im präventiven Bereich, war aber auch angetan, wie viel Aufwand bei der Weinherstellung mittlerweile getrieben wird. Beim Besuch der Feierlichkeiten zur Maibaumaufstellung im Ort konnte dann noch Kontakt zur Bevölkerung gesucht werden.

Landrat Christoph Schauder, der ebenfalls an dem Treffen in Beckstein teilnahm unterstrich, wie wichtig es ihm sei, bei solch hochrangigem Besuch die Möglichkeit zum Gespräch und Aufzeigen der örtlichen Problemstellungen zu nutzen.

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