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Projekt

Festhalten an der Umsetzung der „Brainstation“

Dr. Wobser will verbindliche Aussagen der Stadt. Laut Bürgermeister ist die Modernisierungsvereinbarung dafür die Voraussetzung

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dib/pm
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Lauda-Königshofen. Das Projekt „Brainstation“ verzögert sich. Unternehmer Dr. Gunther Wobser, der im ehemaligen Bahnhofsgebäude ein regionales Innovationszentrum mit dem Schwerpunkt Kinder und Jugendliche aufbauen will, betont, dass „der Kaufvertrag bis heute noch nicht unterzeichnet ist, obwohl im Hintergrund seit langem kontinuierlich gearbeitet wird“.

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Ein Grund für die Verzögerungen stellen für ihn die gefundenen Schadstoffe im Gebäude dar, die zu einer drastischen Erhöhung der Baukosten geführt haben. „Die enormen, allgemeinen Steigerungen der Bau- und Finanzierungskosten erfordern eine wirtschaftliche Gesamtbetrachtung, obwohl Fördermittel von Stadt und Land zugesagt sind.“ Zudem hätten sich die Vertragsverhandlungen in die Länge gezogen. Dr. Gunther Wobser: „Der durch den Anwalt der Stadt kommentierte Vertragsentwurf liegt uns inzwischen vor. Noch stehen für uns wichtige verbindliche Aussagen aus, etwa von der Kommunalentwicklung als Sanierungsträger.“

Vonseiten der Stadt Lauda-Königshofen heißt es dazu: „Die zukunftsweisende Umnutzung des historischen Empfangsgebäudes und der Pakethalle am Bahnhof Lauda ist eines der zentralen Ziele im städtebaulichen Sanierungsgebiet „Bahngelände“. Wir sind alle gespannt auf die Umsetzung des Konzepts der Brainstation samt ihren Futurelabs, das Dr. Wobser als heimatverbundener Unternehmer mit viel Energie und Kreativität vorantreibt.“ Bürgermeister Dr. Lukas Braun betont: „Für eine möglichst reibungslose Realisierung stehen wir laufend in enger Verbindung mit dem Regierungspräsidium und der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung als Sanierungsträgerin. Da sich das Bahnhofsgebäude im städtebaulichen Sanierungsgebiet befindet und hier erhebliche Fördermittel von Bund und Land im Spiel sind, ist neben dem reinen Kaufvertrag entsprechend des Sanierungsrechts eine umfassende Modernisierungsvereinbarung zu verhandeln und abzuschließen. Die Kommunalentwicklung, aber auch das Regierungspräsidium können verbindliche Aussagen bezüglich der Förderung erst treffen, wenn eben diese Modernisierungsvereinbarung in Gänze erarbeitet ist. Deshalb ist es wichtig, mit diesen Verhandlungen nun zügig zu einem Abschluss zu gelangen.“

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Dass es sich um ein ehemaliges Bahngebäude mit besonderer technischer Infrastruktur handelt, das zudem dem Denkmalschutz unterliegt, habe viele Fragen nicht einfacher gemacht. „Ich bin aber guter Dinge, dass beide Seiten im Laufe des Sommers die verbliebenen offenen Fragen klären und wir dem Gemeinderat dann den Entwurf für Kaufvertrag und Modernisierungsvereinbarung vorlegen können“, so Braun. Inhaltlich sei es mit der Brainstation gut voran gegangen, teilt Wobser mit, wenn auch die passende Räumlichkeit fehlten und Corona die Arbeit zusätzlich erschwert habe (wir berichteten). Seit Oktober 2020 hat man zusammen mit Lisa Straub das Konzept für die „Brainstation“ im historischen Bahnhof entwickelt. Das Konzept beinhaltet eine zweiteilige Firmenstruktur.

Die Gesellschaft Brainstation GmbH & Co. KG soll sich ausschließlich um die Vermietung kümmern, den kommerziellen Teil des Projekts. Geschäftsführerin Lisa Straub sollte deshalb in gleicher Funktion zur neu gegründeten Futurelabs gGmbH wechseln, die sich um die Planung und Umsetzung gemeinnütziger Aktivitäten für Kinder und Jugendliche kümmern wird.

Doch die 30-jährige Informatikerin wird ihre Aufgabe Ende September beenden und sich neuen Projekten stellen. „Sie war das Gesicht des Projektes und hat wertvolle Aufbauarbeit geleistet. Wir werden weiter überregional zusammenwirken, denn das Projekt ist ungebrochen auch ihre Herzensangelegenheit“, so Dr. Gunther Wobser. Nun suche man eine neue, vorrangig pädagogisch ausgebildete Fachkraft. Geschäftsführer der Futurelabs ist Dr. Gunther Wobser selbst.

Er sei fest entschlossen, den Bahnhof umfassend zu sanieren und sein Konzept dort umzusetzen. Dazu müssten aber aus seiner Sicht noch einige wichtige Sachverhalte geklärt werden. Er rechne mit einer Entscheidung im Herbst, die weitere Unterstützung von Stadt und Gemeinderat vorausgesetzt. Parallel arbeite er mit der Futurelabs gGmbH gemeinsam mit weiteren Unterstützern das Konzept für Kinder und Jugendliche weiter aus. „Alle beklagen den Fachkräftemangel, wir wollen gemeinsam etwas Neues bewegen. Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche ihre Fähigkeiten entdecken, um direkt nach dem Schulabschluss eine erfüllende Berufs- oder Studienwahl treffen zu können. Genauso wichtig ist die positive Identifikation mit unserer Heimat, damit junge Menschen bleiben oder gerne zurückkehren.“ dib/pm

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