AdUnit Billboard

Leserbrief - „Vielen Wasserkraftanlagen droht das Aus“(FN, 2. Mai) Falscher Weg

Lesedauer

Die Pläne des Wirtschaftsministeriums, die Förderung von Wasserkraftanlagen bis 500 KW Leistung einzustellen, ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. Die Laudaer Taubermühle wurde 1371 das erste Mal urkundlich erwähnt, 1889 gründete unser Urgroßvater Johann Dierauf hier das erste Elektrizitätswerk im Taubertal, welches ab 1904 den Strom für die Laudaer Stadtbeleuchtung lieferte. Unsere Familie lebt seit über 100 Jahren an der Tauber und produziert erneuerbar Energie.

Wie bereits in mehreren Leserbriefen – denen völlig zuzustimmen ist – zu diesem Thema dargestellt, mussten Wasserkraftanlagen in den letzten Jahrzehnten zur Erfüllung der Bestimmungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) erhebliche finanzielle Aufwendungen erbringen. Diese Auflagen, die in aller Regel dem Artenschutz dienen, und Investitionen, um die technischen Anlagen im Sinne der Energieeffizienz auf dem neuesten Stand zu halten, verursachten teilweise Kosten im sechsstelligen Bereich. Weitere WRRL-Bestimmungen, die auf ökologische Verbesserungen abzielen, sind angekündigt und müssen in den nächsten Jahren umgesetzt werden.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt, da der große Umbruch weg von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien stattfindet und auch kleine Wasserkraftwerke einen wertvollen Beitrag zur Energieerzeugung und deren Stabilität leisten, wäre ein Aus für diese Kraftwerke geradezu widersinnig.

Mehr zum Thema

Wie geht es mit kleinen Wasserkraftanlagen weiter?

Viele Wasserkraftanlagen in der Region Odenwald-Tauber betroffen: Beeinträchtigung der Gewässerökologie?

Veröffentlicht
Von
Klaus T. Mende
Mehr erfahren
Wird Wasserkraftanlagen an der Tauber bald der „Saft” abgedreht?

Markelsheim und weitere Einrichtungen an der Tauber betroffen:  Vielen Wasserkraftanlagen droht das Aus

Veröffentlicht
Von
Klaus T. Mende
Mehr erfahren
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1