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Kooperation Bürgerstiftung und Stadt - Defibrillatoren in allen Stadtteilen von Lauda-Königshofen installiert und offiziell übergeben

Enorme Spendenfreudigkeit gezeigt

Von 
Peter D. Wagner
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Präsentierten stellvertretend einen von insgesamt 13 gespendeten Defibrillatoren für alle Stadtteile Lauda-Königshofens: Bürgermeister Dr. Lukas Braun (Fünfter von rechts), Gerhard Glöckner (Sechster von links), Vorsitzender der Bürgerstiftung Lauda-Königshofen, Rotary-Past-Präsidentin MdB Nina Warken (Vierte von rechts) und Lions-Präsident Wolfgang Eble (Zweiter von links). © Peter D. Wagner

„Defibrillatoren in allen Ortsteilen des Stadtgebietes“ lautete ein von der Bürgerstiftung Lauda-Königshofen gemeinsam mit der Stadtverwaltung initiiertes Projekt, bei dem jetzt sämtliche Geräte installiert und offiziell übergeben wurden.

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Lauda-Königshofen. „Im Notfall Leben retten können“ war das Motto des Projekts, das im Sommer 2020 ins Leben gerufen wurde. Ideengeber waren Mitglieder des Gemeinderates und mehrerer Bürger der Stadt. Das Ziel: sämtliche Stadtteile mit Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) auszustatten (wir berichteten).

Im vergangenen Herbst wurde das erste der gestifteten Geräte in Unterbalbach am Eingang des neuen Tagespflegehauses seiner Bestimmung übergeben. Nach weiteren Spenden wurden inzwischen weitere elf Geräte inklusive Boxen zur wetterfesten und temperaturunabhängigen Aufbewahrung bestellt und geliefert. In den vergangenen Wochen wurden alle Geräte in den zwölf Stadtteilen an den jeweiligen Standorten installiert. „Wir haben es geschafft, dieses Projekt von der Idee zur Umsetzung zu bringen“, freute sich Gerhard Glöckner, Vorsitzender der Bürgerstiftung Lauda-Königshofen ebenso wie die Mitvorsitzenden Christian-Andreas Strube und Leo Köhler sowie Bürgermeister Dr. Lukas Braun. Die offizielle Übergabe der neuen AED-Geräte erfolgte im i_PARK Tauberfranken in Lauda.

„Dies ist das bislang größte Projekt, das die 2013 gegründete Bürgerstiftung initiiert und geleistet hat“, hob Glöckner hervor. Dabei sei man zunächst „etwas zurückhaltend“, weil weder die Kosten noch die Resonanz bei möglichen Spendern abschätzbar waren“, blickte Glöckner zurück. Allerdings sei allen Beteiligten sehr schnell die Wichtigkeit dieses Vorhabens klar geworden. Das habe sich auch dadurch gezeigt, dass innerhalb kürzester Zeit Spenden in Höhe von 30 000 Euro für dieses ambitionierte Vorhaben zusammengekommen seien. Insgesamt rund 30 Spender, darunter aus Tauberbischofsheim der Lions Club (3500 Euro) und der Rotary Club (3000 Euro), leisteten ihren Beitrag zu diesem „großartigen Ergebnis“. „Die Spendenbereitschaft sowohl der Stifterinnen und Stifter als auch von Unternehmen sowie anderen Institutionen und Personen für die Anschaffung von Defibrillatoren für alle Ortsteile im Stadtgebiet Lauda-Königshofens war überwältigend“, berichtete Glöckner im Beisein unter anderem von Rotary-Past-Präsidentin MdB Nina Warken sowie Lions-Präsident Wolfgang Eble, Lauda-Königshofens hauptamtlichen Feuerwehrkommandanten Christian Schulz, i_PARK-Geschäftsführer Armin Kordmann und Maria Lieb vom sozial-caritativen Förderverein Heilig-Kreuz in Gerlachsheim.

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Stadt stockte auf

Damit wirklich alle Defibrillatoren gleichzeitig in jeden Stadtteil kommen konnten, leisteten der Gemeinderat und die Stadt Lauda-Königshofen nebst Bürgermeister Braun einen erheblichen Beitrag. Der Spendensockel wurde seitens der Stadt mit 17 000 Euro als Zuschuss auf den Gesamtbetrag von 47 000 Euro aufgestockt.

Marco Kiesel, Geschäftsführer der in Königshofen ansässigen medisystems Medizintechnik GmbH und Mitglied der Bürgerstiftung Lauda-Königshofen, war nicht nur ausführender Unternehmer für die Beschaffung der AED, sondern wirkte auch bei der Umsetzung des Gesamtkonzeptes mit. Außerdem spendete er das Erstlingsgerät für Unterbalbach. Zudem übernimmt Kiesel die dauerhafte Überprüfung und Wartung der Betriebsbereitschaft.

Die „i.safe Mobile GmbH“ spendete ebenfalls ein Gerät für den i_PARK Tauberfranken in Lauda. Die Logistik, unter anderem für die Standortfindung der Geräte, die mit Unterstützung des städtischen Bauhofes installiert wurden, erfolgte unter Federführung von Andreas Buchmann, Fachbereichsleiter „Öffentliche Sicherheit, Standesamt, Tourismus, Kultur, Messen, Märkte“. Die Defibrillatoren befinden sich in einer so genannten „Emergency Box“, ein intelligentes und digitales Überwachungssystem für den AED.

Mit einem speziellen SIM-Kartenmodul, das auch bei geringer Funknetzrate funktioniert, wird zum einen der Status aller für den Betrieb des Defibrillators wichtigen Funktionen an eine zentrale Stelle übertragen. Dadurch ist eine kontinuierliche Überwachung gewährleistet. Ferner verbindet die „Emergency Box“ im Einsatzfall den Benutzer per Sprechfunkbetrieb automatisch mit der Notfall- und Rettungsleitstelle. Auf diese Weise erhält ein Ersthelfer Anweisungen und Unterstützung durch Fachleute. Ein sogenannter „CPR-Sensor“ misst Daten, die es der Leitstelle ermöglichen, Verbesserungsvorschläge zu machen oder weitere Tipps zu Vorgehensweisen bei der Ersthilfeleistung zu machen.

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„Wir waren überrascht von die enormen Spendenfreudigkeit für dieses Vorzeigeprojekt mit Vorgeschichte“, bekräftigte Dr. Lukas Braun, der ebenso wie Glöckner allen Spendern und Unterstützern dankte, die zu der erfolgreichen Realisierung dieser Idee beigetragen haben. Das Projekt gehe jedoch noch weiter, etwa dadurch, dass die Geräte-Standorte bekannt gemacht werden. Zudem wolle man versuchen, einen Notarzt für Schulungen interessierter Ersthelfer im Umgang mit den AED zu gewinnen.

„Botschaft hinaustragen“

„Insgesamt sollte uns das Thema Erste-Hilfe noch mehr und dauerhaft beschäftigen. Gleichzeitig müssen wir verstärkt Erste-Hilfe-Kurse verankern. Lassen Sie uns diese Botschaften in alle Stadtteile hinaustragen, dann wird dieses Defi-Projekt ein Leuchtturmprojekt in der ganzen Region“, appellierte der Bürgermeister.

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