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Kindergartenbedarfsplan - Entlastung erst durch den Neubau in Königshofen in Sicht / Debatte über fehlendes Personal

Engpässe bei Kita-Plätzen bleiben

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dib
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Lauda-Königshofen. Eine deutliche Entspannung bei den Kindergartenplätzen wird es erst mit dem Neubau in Königshofen geben. Das machte Fachbereichsleiterin Sabine Baumeister von der Stadtverwaltung deutlich. Der Gemeinderat nahm bei seiner Sitzung am Montag im Laudaer Rathaussaal die Kindergartenbedarfsplanung für 2022/23 zustimmend zur Kenntnis.

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Den Bedarf an Kindergartenplätzen kann die Kommune derzeit in Lauda nicht mehr decken. Zwar wurden mit der Vergrößerung der evangelischen Einrichtung „Unterm Regenbogen“ auf nun fünf Gruppen weitere Möglichkeiten geschaffen. Doch reicht die Kapazität nicht aus. „Einige Kinder werden mit dem Bus nach Oberlauda gebracht“, so Baumeister. Um mehr Möglichkeiten zu schaffen, werden auch Altersmischgruppen aufgelöst. „Für eine echte Entspannung sorgt aber erst der geplante Neubau in Königshofen.“

Besser sieht es dagegen bei den Krippenplätzen in der Kommune aus. Zum Ende des Jahres 2022 werden noch 15 freie Plätze zur Verfügung stehen. Dazu beigetragen haben auch die zehn zusätzliche Plätze in der Kita „Unterm Regenbogen“.

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Unterstützt wird von der Kommune auch die Sprachförderung. Rund 5500 Euro schießt die Stadt für die Gruppen in den Kindergärten in Königshofen und Oberlauda zu.

Nach der Regelung für die Aufnahmen ukrainischer Kinder erkundigte sich Dorothee Walter (CDU). Das sei immer eine Einzelfallentscheidung. Aber man versuche, die Vorschulkinder zu berücksichtigen, so Baumeister. In Unterbalbach gehen zwei geflüchtete Kinder in die Einrichtung, ein weiteres besucht den Waldkindergarten in Lauda. Bürgermeister Dr. Lukas Braun sprach sich für eine befristete Erhöhung der Gruppenstärken aus, um die ukrainischen Kinder aufnehmen zu können.

Die Engpässe bei der Betreuung sprach Marco Hess (CDU) an. Er verstehe die Einstellung der Verrechnungsstelle nicht, keine unbefristete Springerstelle schaffen zu wollen. Auch das Thema Vormerkliste in den Einrichtungen hat aus seiner Sicht noch Verbesserungspotenzial. Neben der Liste der Stadt würden auch bei den Kitas Listen geführt. Tamara Müller-Weiland merkte die Unzufriedenheit der Königshofer Eltern an. Sie zahlen den vollen Beitrag, können die Zeit wegen Personalknappheit aber nicht komplett nutzen. „Es kann nicht sein, dass Rentner zur Betreuung geholt werden und die Zeiten dann immer noch nicht passen.“

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Diese Aussagen verwunderten bei der Stadt. Sabine Baumeister unterstrich, dass auch die Beiträge reduziert würden. Durch Einstellungen würde sich die Lage ab September entschärfen.

Der Bürgermeister war zuversichtlich, dass man bei der Verrechnungsstelle bereit sei, beim Personal „ins Risiko zu gehen“. Eine Gefahr von Personalüberhang kann er sich nicht vorstellen.

Im Gespräch mit Personal und Trägern bleiben will auch die SPD/FB, wie Anja Günther betonte.

Eine Lanze für den Waldkindergarten musste Angelika Tolle-Rennebarth nicht mehr brechen. „Entgegen aller Unkenrufe hat er sich gut entwickelt.“ Die FBL wolle weitere Modelle von Waldkindergärten befürworten. Hubert Segeritz warf neue Konzepte auf und konnte sich ein System vorstellen, bei dem Kinder etwa eine Woche im Monat den Waldkindergarten besuchen und umgekehrt. Von einer Erfolgsgeschichte sprach auch Dr. Braun in Bezug auf die schnell erreichte Vollbelegung des Waldkindergartens. Offen für innovative Ideen und Möglichkeiten ist man bei der Stadt, so Baumeister. dib

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