AdUnit Billboard
Königshöfer Messe

Einen Blick hinter die Kulissen geworfen

Bei einer „Backstage-Tour“ wurden 23 Gewinner einer Verlosung in die Welt der Schausteller und Marktleute entführt

Von 
Peter D. Wagner
Lesedauer: 
Einen eindrucksvollen Blick auf das Messegelände sowie das dortige Leben und rege Treiben bekamen die „Backstage-Tour“-Teilnehmer aus luftiger Höhe bei einer Fahrt mit dem großen Riesenrad. © Peter D. Wagner

Königshofen. Im Rahmen einer „Backstage-Tour“ bestand auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, auf der Königshöfer Messe einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Nach der erfolgreichen Premiere 2015 sowie dem regen Interesse in den darauffolgenden Jahren präsentierte die Messeleitung der Stadt Lauda-Königshofen mit Marktmeister Jan Raddatz erneut einen interessanten und spannenden Rundgang, der am späten Donnerstagnachmittag 23 Gewinner einer Verlosung in die Welt der Schausteller und Marktleute entführte.

Proben und „Testfahrten“

Dabei standen insbesondere Informationen über die Historie und Infrastruktur der Königshöfer Messe, eine Führung über das Messegelände sowie einzigartige Blicke hinter die Kulissen einzelner Stände, Geschäfte und Betriebe auf dem Programm. Einhergehend gab es für die Teilnehmer kostenlose Proben und „Testfahrten“ nebst interessanten Erläuterungen – wie etwa zu Logistik, Aufwand und Kosten eines Betriebs.

Mehr zum Thema

Königshöfer Messe

Königshofen: Herbstliches Wetter trübt die Messe-Stimmung

Veröffentlicht
Von
Diana Seufert
Mehr erfahren
Königshöfer Messe

Ballons gehen auf weite Reise

Veröffentlicht
Von
pdw
Mehr erfahren
Königshöfer Messe

Auf der Königshöfer Messe darf  unbeschwert gefeiert werden

Veröffentlicht
Von
Diana Seufert
Mehr erfahren

Geleitet wurde die „Backstage- Tour“ – wie auch in den vorherigen Auflagen – von Werner Baumeister, Pressesprecher des Bayerischen Landesverbandes der Marktkaufleute und Schausteller (BLV) sowie seit mehreren Jahrzehnten Marktbestücker auf der Königshöfer Messe in dritter Generation, gemeinsam mit Marktmeister Jan Raddatz.

„Großes Freiluftkaufhaus“

„Die Königshöfer Messe hat bundesweit bei den Marktleuten und Schaustellern vor allem deshalb einen sehr guten Ruf, weil sie noch einen wirklich familiären Charakter aufweist“, berichtete Werner Baumeister. Dieses „große Freiluftkaufhaus“ biete eine vielfältige Palette von Waren und immer wieder auch Produktneuigkeiten zu relativ günstigen Preisen, wie zum Beispiel die schmucken Keramikreiben von dem jungen Nachwuchsmarkthändler Florian König, der nach eigenen Angaben das Marktwesen von seinem Vater „geerbt“ habe.

„Der gewöhnliche Messegast vermag nur einen bestimmten Teil davon zu sehen, was alles auch hinter den Kulissen für die Schausteller, Marktleute, Organisatoren und weiteren Akteuren zur Königshöfer Messe gehört, um den Wünschen und Ansprüchen der Besucher gerecht zu werden sowie für möglichst reibungslose Abläufe zu sorgen“, unterstrich Baumeister am Exempel des Platzelektrikers Holger Wild vom Bauhof der Stadt.

Über 30 verschiedene Schokokuss-Variationen und etwa 15 Schaumwaffelsorten gab es an der ersten Station – bei „Stüß und Wenderoth“ – zu bestaunen, einem Familienbetrieb mit eigener Waffelfabrik in Hessisch-Lichtenau (Werra-Meißner-Kreis), der seit über 60 Jahren regelmäßiger Gast auf der Königshöfer Messe ist. Dort durften sich – unter der Regie von Inhaberin Marie Luise („Marli“) Wenderoth – einige Teilnehmer als „Schokokuss-Verkäufer“ beweisen. Andere Teilnehmer bekamen die Gelegenheit, zum Beispiel an Monika Weberndörfers Stand „Rothenburger Knabbereien“ süße Zuckerwatte herzustellen. Bei „Jessica’s Crêperie“ galt es, unter Anleitung von Inhaberin Jessica Heppenheimer spezifisch Talent beim Backen, Belegen, Falten und Servieren von Crêpes zu zeigen.

Besonders viel Spaß hatte der „Backstage“-Tross im Laufgeschäft „Pirates Adventure“ (die FN berichteten), das zu den Hauptattraktionen der Königshöfer Messe zählt.

Die Kompaktheit für Verladung und Transport mit einem einzigen Sattelschlepperzug – obgleich des 32 Tonnen schweren Gewichts – erläuterte André Roder, Inhaber des „Hupferl (Der Gaudi-Kessel)“. Dort bot sich zum einen ein ganz besonderer Einblick hinter die Kulissen, wo der Schausteller aus Karlsruhe in vierter Generation die Technik des Rundkarussells erklärte. Zum zweiten ließen es sich ganz Wagemutige nicht nehmen, in dem rasanten Fahrgeschäft durchgewirbelt zu werden.

Die „Zwangspausen“ in den vergangenen zwei Jahren aufgrund der Coronakrise, zunehmender Personalmangel, hohe Betriebs- und Transportkosten sowie immer wieder neue Normen und Auflagen verbunden mit entsprechendem Bürokratieaufwand nannten sowohl einige Schausteller als auch Werner Baumeister exemplarisch die hohen Herausforderungen, Aufgaben, Belastungen und Risiken der Jahrmarktgeschäftsinhaber.

Einen eindrucksvollen Blick auf das Messegelände sowie das dortige Leben und rege Treiben bekamen die Tour-Teilnehmer aus luftiger Höhe bei einer Fahrt mit dem großen Riesenrad. Vor einem abschließenden Umtrunk und Imbiss im „Gänseliesel“-Weingarten der Schaustellerfamilie Daniel Asmuß stellte Juniorchef Justin Asmuß den Betrieb vor.

„Wir bekommen über doppelt so viele Bewerbungen, als auf dem Messeplatz vergeben werden können“, verdeutlichte Jan Raddatz die große Nachfrage und den hohen Stellenwert der Königshöfer Messe. Vergabekriterien seien unter anderem Kontinuität eines Unternehmens in Königshofen oder das Produktangebot, das nicht zu sehr oder besser gar nicht mit anderen Marktleuten oder Schaustellern konkurrieren sollte.

„Nach der Messe ist vor der Messe – bereits jetzt liegen für das kommende Jahr zahlreiche Interessensbekundungen vor“, betonte der Marktmeister in Hinblick auf die Königshöfer Messe 2023 abschließend.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1