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Martin-Schleyer-Gymnasium - Bürgermeister Dr. Lukas Braun wirbt mit ungewöhnlicher Aktion für Unterstützer in der Schulcafeteria

Ein Tag als Helfer in der Küche

Von 
Peter D. Wagner
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Bürgermeister Dr. Lukas Braun portioniert gemeinsam mit Küchenchefin Silke Poslovsky die selbstgemachten Käsespätzle. © Peter D. Wagner

Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat Bürgermeister Dr. Lukas Braun für neue Helferinnen und Helfer in der Schulcafeteria geworben: er stellte sich selbst als Helfer zur Verfügung.

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Lauda-Königshofen. Das Martin-Schleyer-Gymnasium (MSG) ist auf Menschen angewiesen, die ehrenamtlich in der Cafeteria des Schulzentrums unterstützend mitwirken wollen. Um hierfür zu werben, hat Braun, der zugleich Vorsitzender des Vereins „Cafeteria im Schulzentrum Lauda – Eltern kochen für Schüler“ ist, kürzlich nach dem Motto „Vom Rathauschef zum Betriebschefkoch“ in der Küche und an der Essensausgabe der Schul-Cafeteria am MSG mitgeholfen.

„Durch die Coronakrise gab es beim ehrenamtlichen Cafeteria-Team personell etliche Ausfälle, die es zu verkraften und zu kompensieren gilt“, sagt Braun. Einige Eltern seien auch deshalb nicht mehr dabei, weil ihre Kinder die Schule beendet haben. Aus dem selben Grund habe sich auch der Vorstand des Vereins neu formieren müssen.

„Hohe Qualität“

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Deshalb stellte sich Braun an einem Tag selbst vom frühen Morgen bis zum späten Mittag zur Verfügung, um das Team unter Leitung von Küchenchefin Silke Poslovsky beim „Kochen für Schüler“ zu unterstützen. Dabei musste Braun allerlei Aufgaben und Arbeiten erledigen.

Vor allem verfolgte Braun mit dieser ungewöhnlichen Initiative das Ziel, die Personalstärke des Cafeteria-Teams dauerhaft zu erhöhen. Daneben wollte er aber auch auf die Qualität der Speisen hinweisen. Braun nutzte auch die Gelegenheit, den Schulküchenalltag und seine Abläufe kennen zu lernen. „Es war eine sehr interessante und spannende Herausforderung und Erfahrung“, resümierte Braun anschließend. Ihm selbst bereite Kochen Freude, sagte Braun. „Aber es ist natürlich etwas ganz anderes, wenn man absolut pünktlich und geballt zu den Pausenzeiten sowie noch dazu in diesen Mengen Essen liefern muss – da muss alles Hand in Hand gehen und jeder funktionieren“.

Brezeln mit Butter belegen, kiloweise Kartoffeln pellen und schnippeln, große Mengen Kartoffelsalat zubereiten, über 60 Schnitzel panieren und anbraten, Käsespätzle portionieren sowie bei der Mittagessenausgabe mitwirken, waren seine Aufgaben an dem Helfertag. „Hier wird wirklich alles frisch zubereitet“, unterstrich Braun. So kämen etwa die Schnitzel frisch geklopft von einem örtlichen Metzger und würden ebenso frisch paniert und gebraten: „Es ist also keine Tiefkühlkost“, betonte Braun. Und die Spätzle werden ebenso selbst hergestellt wie die Salatsoßen“.

Regionale Produkte

Zudem versuche die Küchenchefin, beim Speiseplan und bei den verwendeten Produkten soweit möglich auf Saisonalität und Regionalität als auch auf weitgehend gesunde Essensangebote und Kost zu achten. Während früher täglich bis zu rund 100 Essen ausgegeben worden seien, habe sich die Anzahl seit Corona auf etwa 50 bis 60 Essen reduziert. „Auch hier möchten und sollten wir wieder etwas zulegen“, wünschte er sich.

Braun bescheinigte Küchenchefin Silke Poslovsky, dass sie sich als Nachfolgerin des langjährigen Cafeteria-Leiters Christian Leue-Huband sehr gut eingefunden habe.

„Von der Bestellung der Zutaten bis zur Erstellung des Speiseplans und der Ausgabe vor Ort gibt es allerhand zu tun“, gab Braun zu bedenken. Das Modell in der Trägerschaft des Vereins funktioniere nur mit ehrenamtlichen Kräften und einer ausreichend starken Personaldecke, hob Braun hervor. Deshalb hofft er ganz stark, dass sich Menschen finden, die in der MSG-Cafeteria unterstützend mitarbeiten. „Sei es, je nach Möglichkeit und Bedarf flexibel, an mehren Tagen in der Woche oder auch nur einige Tage im Monat. Das Team freut sich jederzeit über Verstärkung, zum Beispiel bei der morgendlichen und vormittäglichen Speisenzubereitung oder bei der Ausgabe am Mittag“, betonte der Bürgermeister. Er selbst kann sich übrigens durchaus vorstellen, hin und wieder in der Cafeteria-Küche mitzuwirken, sagte Braun.

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