Leserbrief - Nachbetrachtung von Geschehnissen auf der Königshöfer Messe Ein Bauzaun der Bürgerinitiative als Stein des Anstoßes

Von 
Leserbrief-Schreiber: Roland Stein, Karl Stark
Lesedauer: 

Stein des Anstoßes auf der Königshöfer Messe war für Bürgermeister Maertens der von der Bürgerinitiative Pro Königshofen aufgestellte Bauzaun mit Informationen über die Osttrasse.

AdUnit urban-intext1

Unmittelbar nach der Aufstellung des Bauzauns hatte die Stadtverwaltung anhand von Plänen und Nachmessungen festgestellt, dass dieser sich nicht in seiner gesamten Länge auf privatem Grundstück befand, sondern etwa 30 Zentimeter (!) auf städtisches Gebiet (Feldrain) ragte.

Dies erboste Bürgermeister Maertens offensichtlich so sehr, dass er noch am selben Tag höchstpersönlich erschien und den Abbau des Bauzauns forderte, andernfalls würde er den Bauhof damit beauftragen. Vielleicht hatte er eine Vorahnung davon, dass diese Aktion viel Aufmerksamkeit erregte und einen überwältigenden Zuspruch erfuhr.

Selbst die Mitglieder der Bürgerinitiative waren von dem großen Interesse der Messebesucher überrascht. Viele ließen sich die geplanten Trassen erklären und sahen in der Westtrasse die effektivste und am wenigsten beeinträchtigende Lösung. Nahezu alle auswärtigen Besucher konnten in einer Linienführung mitten durch den bebauten Turmberg nur Nachteile für die Bewohner und für Königshofen insgesamt erkennen. Sehr viele Bürger, die den Stand der Bürgerinitiative Pro Königshofen besuchten, fanden ermutigende Worte, wie "Macht weiter so!" "Lasst euch das nicht gefallen!" "Viel Erfolg!" Bezeichnend und beschämend war das Verhalten eines Stadtrats aus Lauda. Mitglieder der Bürgerinitiative Pro Königshofen, die am Zug der Freiheit teilnahmen, wurden von ihm mit "Pfui"-Rufen bedacht. Das Vertrauen vieler Königshöfer hat dieser Stadtrat aufgrund seiner Äußerungen und seines Abstimmungsverhaltens schon lange verspielt.