Seiner Bestimmung übergeben - Denkmal für den vor fünf Jahren verstorbenen Becksteiner Ehrenbürger Alfons Braun eingeweiht Ehrenmal für einen echten Macher

Von 
Waltraud Henninger
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Bei der Feierstunde die Offiziellen zusammen mit Bürgermeister Dr. Lukas Braun (Vierter von links). © Waltraud Henninger

Beckstein. Ein Ehrenmal für einen zu Lebzeiten menschlich gebliebenen Macher und Manager, der sich auf vielfache Art und Weise in Beckstein und darüber hinaus eingebracht hat: Gemeint ist Alfons Braun, ehemaliger Bürgermeister, Ortsvorsteher und Geschäftsführer der Winzergenossenschaft. Am Geißberg im Gewann „Trieb“ hat er nun mit einem Denkmal einen würdevollen Ehrenplatz gefunden.

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„Die Himmel rühmen“ war von der Winzerkapelle Beckstein zu hören, bevor Reimund Braun, Organisator und Baumeister, zum Mikrofon griff und viele Gäste begrüßte. Nachdem Reimund Braun bereits im Juni für Ehrenbürger Julius Eckert eine Gedenkstätte geschaffen hatte, liefen parallel bereits schon die Vorbereitungen für die Gedenkstätte für Alfons Braun.

Überall bekannt und beliebt, habe sich dieser stets um die Belange des Dorfes, der Bürger und darüber hinaus in der Förderung des Tourismus, dem Bau von Hotels und kulinarischen Restaurants eingesetzt. Aber sein besonderes Augenmerk habe er stets auf den Wein, die Winzer und die entsprechende Vermarktung als Geschäftsführer gerichtet, so der Initiator Reimund Braun.

Bürgermeister Dr. Lukas Braun war es ein Bedürfnis, die Ehrung mit einer Laudatio an die Adresse von Alfons Braun zu beginnen, auch wenn es ihm „nicht vergönnt war, ihn persönlich kennenzulernen“, wie er sagte. Mit der Auszeichnung zum zertifizierten Fremdenverkehrsort oder die Ernennung zum staatlich anerkannten Erholungsort habe der ehemalige Bürgermeister Alfons Braun, der 16 Jahre als Kreisrat, Ortsvorsteher und Geschäftsführer der WG Beckstein seinen Stempel aufgedrückt und Beckstein zu einem Klangvollen Winzerdorf gemacht, so Bürgermeister Dr. Braun. Dank und Wertschätzung gelte gleichfalls Initiator Reimund Braun, der sich nun mehrmals um die Erinnerungskultur Becksteins und der Stadt Lauda-Königshofen gekümmert und verdient gemacht habe. Das möge Generationen ein Ansporn zur Mitgestaltung sein.

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Der heutige Geschäftsführer Michael Braun resümierte gleichfalls über die Wirkungszeit von Alfons Braun, indem er zum Ausdruck brachte, wie sehr er ihn als seinen Vorgänger ehre und schätze – als Motor und Antrieb der Genossenschaft. Dazu zähle auch die Erweiterung der Genossenschaft mit allen Mitgliedsgemeinden im Einzugsgebiet und damit die einhergehende Vermarktung und der Verkauf der Becksteiner Weine europaweit.

1948 sei Alfons Braun als Geschäftsführer angetreten mit 27 Becksteiner Mitgliedern, heute seien es über 300 Winzermitglieder aus neun Mitgliedsgemeinden. Vieles trage seine Handschrift, so Michael Braun.

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Der Lauda-Königshöfer Stadtpfarrer Stefan Märkl rundete die Feierstunde ab mit einem Memorandum an den Ehrenbürger Alfons Braun und dem Segen. Menschen könnten sich nun auf die Bank an seinem schmucken und würdigen Ehrenmal setzen und ein Gebet sprechen.

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Angetan über die ehrenden Worte an seinen Vater war Sohn Dr. Egbert Braun, der im Übrigen allen dankte, die seinem Vater Alfons eine solch schöne Feierstunde ermöglichten, allen voran Reimund Braun für sein Tun.

Die Winzerkapelle Beckstein gab der Feierstunde mit „Ich bete an die Macht der Liebe“ einen würdevollen Abschluss.