Marienstraße in Lauda - Rudolf Neugebauer hat 64 Bälle als Attraktion aufgehängt, die teilweise auf kuriose Art und Weise abhandenkommen / Hoffnung auf Hinweise Diebe holen Kunstwerke vom "Himmel"

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Klaus T. Mende
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Diese zu Kunstwerken avancierten Lederbälle in der Marienstraße in Lauda sind eine echte Attraktion. Zuletzt wurden zahlreiche von Unbekannte gestohlen.

© Klaus T. Mende

Für manchen hängt der Himmel voller Bassgeigen - in der Laudaer Marienstraße sind's Fußbälle. Allerdings gibt's jetzt Ärger. "Böse Buben" haben nämlich einige erbeutet - illegal.

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Lauda. Rudolf Neugebauer ist Künstler mit Leidenschaft. Wenn er ein Werk erfolgreich vollendet, ist er zurecht stolz darauf. Wenn jedoch die Ergebnisse seiner zeitintensiven Arbeit mutwillig beschädigt oder gar gestohlen werden, wird er ärgerlich. Derzeit ist dies der Fall, denn in den vergangenen Wochen sind zahlreiche seiner Kunstwerke, die die Marienstraße in einigen Metern Höhe schmücken, abhandengekommen.

Seit der WM 2014 schmücken 64 gesponsorte und von Kindern und Jugendlichen, die in seinem Atelier "Palette" aktiv sind, verzierte Lederbälle die Marienstraße - für Touristen und Einheimische gleichermaßen eine echte Attraktion.

"Doch nach dem Weinfest wurden auf verschiedene Art und Weise in der Nacht mehrere Bälle heruntergeholt und unerlaubt mitgenommen. Inzwischen sind es schon 16", entrüstet sich Rudolf Neugebauer im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten.

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Vor allem die Kinder und Jugendlichen seien recht traurig über die Tatsache, dass sie ihre Werke zum Teil nun nicht mehr bestaunen können. "Ganz auffällig war ein fliegender Rabe mit einer Spannweite von gut einem Meter, der mit Gold besprüht ist." Der sei ein echtes Unikum gewesen und er müsse auffallen, wenn er irgendwo auftauchen sollte.

Es seien in der Vergangenheit schon Täter in der Nacht beobachtet worden. Sie hätten zum Beispiel an eine lange Latte ein Messer oder eine Säge montiert und die Bälle so erbeutet. Allerdings hätten sie auch andere Möglichkeiten gefunden, sich ihrer unerlaubt habhaft zu machen.

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Jetzt sei der Bereich von zahlreichen "Lücken" gekennzeichnet - nicht unbedingt der schönste Anblick, so Rudolf Neugebauer weiter gegenüber unserer Zeitung. Bevor er im kommenden Jahr ein neues derartiges Projekt in Angriff nehmen wolle, vor den Bällen durften sich die Betrachter an Regenschirmen erfreuen, würden die Löcher mit Hilfe der Stadtverwaltung von Lauda-Königshofen in den kommenden Tagen wieder "gestopft".

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Künstler Neugebauer hofft, dass Zeugen ihm Hinweise auf die möglichen Diebe geben können (Telefon 0 93 43 / 25 19), nachdem bereits Anzeige bei der Polizei erstattet worden sei.

"Der Ärger ist auch deshalb so riesengroß, weil die Bälle nach Beendigung der Aktion für einen guten Zweck versteigert werden sollen", mein Rudolf Neugebauer abschließend.

Redaktion Mitglied der Main-Tauber-Kreis-Redaktion mit Schwerpunkt Igersheim und Assamstadt