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Stiftergemeinschaft Tauberfranken - Mit dem Freilichttheater Tempele Niederstetten und der Studiobühne Bad Mergentheim weitere kulturelle Einrichtungen in der Region unterstützt

„Den Bürgern möglichst viel wieder zurückgeben“

Von 
Peter D. Wagner
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Bei der Spendenübergabe in Lauda zeigt unser Bild (von rechts) Paul Gerig, Monika Schumann, Dr. Gunther Wobser sowie Heidi Griefenow-Maedel. © Peter D. Wagner

Lauda-Königshofen/Bad Mergentheim/Niederstetten. „Gemeinsam mehr erreichen“ lautete das Motto einer im November 2020 ins Leben gerufenen Spendenaktion der Stiftergemeinschaft Tauberfranken in Medienkooperation mit den Fränkischen Nachrichten. Mit etablierten und im Kreis verwurzelten Unternehmen generierte die Stiftergemeinschaft einen Spendenbetrag von insgesamt 23 500 Euro zur Unterstützung kultureller Einrichtungen, die stark von der Coronapandemie betroffen sind.

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Folgen etwas lindern

Zu den Spendern und Unterstützern zählten neben der Sparkasse Tauberfranken, dem Stadtwerk Tauberfranken und den Stadtwerken Wertheim auch die Firma Lauda, Wirthwein, Vereinigte Spezialmöbelfabriken, Rekuplast, Rauch Möbelwerke, König & Meyer sowie die Firma Akon. Miteinander haben alle spendenden Unternehmen kulturelle Einrichtungen in der Region ausgewählt, denen nun schrittweise anteilig eine Zuwendung aus dem 23 500 Euro umfassenden Spendenfonds zukommt, um die wirtschaftlichen Folgen etwas zu lindern.

Nachdem zur entsprechenden finanziellen Entlastung unter anderem die Tanzvilla Creglingen, der Theaterverein Reinsbronner Bühnenzinnober, der Kulturkreis Wertheim und der Wertheimer Verein Convenartis eine Unterstützung bekamen, wurden jetzt in einer vierten Übergabetranche weitere zwei Kultureinrichtungen begünstigt. Dazu übergaben Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Lauda, und Paul Gerig, Geschäftsführer des Stadtwerks Tauberfranken, symbolische Spendenschecks – zum einen in Höhe von 2020 Euro an den Verein Freilichttheater im Tempele Niederstetten und dessen Vertreterin Heidi Griefenow-Maedel sowie zum zweiten in Höhe von 2 400 Euro an die Studiobühne des Kulturvereins Bad Mergentheim, vertreten durch Spielleiterin Monika Schumann.

Eine gute Idee

„Es hat sich bewiesen, dass die Aktion eine gute Idee ist“, bilanzierte Thomas Landwehr von der der Sparkasse. „Obwohl wir als Weltmarktführer für prozessorientierte und maßgeschneiderte Kühlsysteme global unterwegs sind, engagieren wir uns auch stark vor Ort in kulturellen Belangen“, berichtete Dr. Gunther Wobser. Als Beispiele für das Kulturengagement nannte der geschäftsführende Gesellschafter das Mitwirken im lokalen Kulturkreis und die firmeneigene „Fabrikgalerie“..

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Als „Unternehmen aus der Region für die Region“ bezeichnete Paul Gerig das Stadtwerk Tauberfranken. Deshalb sei es „selbstredend, Bürgern aus der Region möglichst viel zurückzugeben wie zum Beispiel mit vielfältigen Sponsoringaktivitäten und Spendenaktionen“. „Wir sind überzeugt, dass es dringend notwendig ist, ehrenamtliches Engagement in den Theater- und Kulturvereinen vor allem in der Coronazeit zu unterstützen“, hob der Stadtwerk-Geschäftsführer hervor. „Wir freuen uns, mitsamt den Kooperationspartnern einen Beitrag zur Unterstützung leisten zu können.“

Große Bedeutung

Die immense Wichtigkeit dieses finanziellen Beistands unterstrichen sowohl Heidi Griefenow-Maedel als auch Monika Schumann. Das Freilichttheater im Tempele in Niederstetten veranstalte normalerweise alle zwei Jahre eine Saison mit Proben und Aufführungen sowie bislang zuletzt 2018, da pandemiebedingt die Spielzeit 2020 ausfallen musste. „Gleichzeitig liegen auch involvierte Kooperationspartner und -unternehmen wirtschaftlich nahezu am Boden“, gab Griefenow-Maedel zu bedenken. Im kommenden Jahr stehe „Alice im Wunderland“ nachholend auf dem Programm. „Sollten wir bei den Aufführungen allerdings nur jeden zweiten Platz besetzen können, würden wir an unsere absoluten Grenzen stoßen. Wir bleiben jedoch optimistisch“, meinte sie.

Ebenfalls auf die dennoch aufwendigen und laufenden Produktionskosten wies Monika Schumann hin. „Wir sind ein kleines Inklusionstheater mit Menschen verschiedener Nationalitäten, das im vergangenen Jahr bei den Aufführungen nur sehr wenige Zuschauerplätze belegen konnte“. Im nächsten Jahr wolle man ein „reines Frauenstück“ präsentieren, kündigte die Spielleiterin und Regisseurin der Studiobühne des Bad Mergentheimer Kulturvereins an.

Schumann ist spezifisch auch in Lauda-Königshofen und Umgebung vielen Kulturakteuren und -freunden bestens bekannt: 2019 führte sie Regie beim Freilufttheaterdrama „Die brennende Burg“ im Rahmen des Festwochenendes „800 Jahre Unterbalbach“. Und im vergangenen Jahr war sie gleichsam in Unterbalbach Regisseurin bei der lustigen Dreiakter-Komödie „Drei Mieter und ein Entführungsfall“, die von der „Bälmer Theatergruppe“ aufgeführt wurde.

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