Deutsche Post - Noch bis in den Dezember hinein läuft der Markttest "Meine Zustellung" / Insgesamt drei Modelle werden in 110 ausgewählten Bezirken ausprobiert Das künftige Kundenverhalten ausloten

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Klaus T. Mende
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Derzeit führt die Deutsche Post AG in bundesweit 110 ausgewählten Zustellbezirken den Markttest "Meine Zustellung" durch. Das Unternehmen will Erkenntnisse über das Kundenverhalten bekommen und gegenfalls in Zukunft darauf eingehen.

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Noch bis in den Dezember hinein läuft der Markttest "Meine Zustellung" in 110 bundesweit ausgewählten Zustellbezirken der Deutschen Post. Kunden haben die Möglichkeit, drei Modelle auszuprobieren.

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Main-Tauber-Kreis. Ob auch die Region Odenwald-Tauber von dieser Testphase betroffen ist, darüber äußert sich das Unternehmen verständlicherweise nicht - das Postgeheimnis lässt nämlich grüßen. Doch man habe sich dabei etwas gedacht, teilt Gerold Beck von der Pressestelle der Deutschen Post in Stuttgart mit. "Die Nutzung digitaler Kommunikationskanäle nimmt ständig weiter zu und wirkt sich durchaus auf die Menge der Briefsendungen aus."

Aus diesem Grund wolle man herausfinden: Was ist den Empfängern der Briefpost in der heutigen Zeit wichtig? Welche Art der Zustellung könnten sich die Kunden für die Briefpost vorstellen?

Freiwillig gemeldet

Nichts müsse, alles könne - auf einige dieser Fragen möchte die Post mit der Zustimmung und in Absprache ausgesuchter Bürger, sie haben sich übrigens hierfür freiwillig melden können, im Rahmen der Erprobung neuer Zustellmodelle Antworten finden.

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Es gehe nicht darum, Einsparungen zu tätigen oder Stellen abzubauen, wie dies bereits von manch einem besorgten Kunden zu vernehmen gewesen sei, so Gerold Beck, ein gebürtiger Krautheimer, gegenüber den Fränkischen Nachrichten.

Oberste Priorität habe vielmehr, mit der Zeit zu gehen, auf die Vorstellungen der Kunden einzugehen, um so effektiver tätig werden zu können, wobei es hier ausschließlich um die Zustellung der Briefpost, nicht jedoch der Pakete und Päckchen, gehe.

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Insgesamt drei Zustellmodelle habe die Post im Angebot, so der Pressesprecher. Zum einen handle es sich dabei um ein Sammelbriefpaket. "Die Briefpost einer ganzen Woche wird samstags zugestellt, wobei auf Wunsch die Briefpost werktäglich als digitale Kopie zuschickt werden kann", erklärt Gerold Beck.

Dreimalige Zustellung

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Variante zwei sehe eine Mehrfachzustellung, nämlich dreimal pro Woche, vor - dienstags, donnerstags und samstags. Und zu guter Letzt gebe es die fünfmalige Zustellung pro Woche, von Montag bis Freitag, direkt an den Arbeitsplatz - wenn freilich das Einverständnis des Arbeitgebers vorliege.

"Nicht davon betroffen", so Beck weiter, "sind Zeitungen, Zeitschriften oder Einschreiben, denn die werden auch in Zukunft täglich zugestellt."

Nicht auf "heißen Kohlen"

Die "gebündelte" Postzustellung sei vor allen Dingen für Menschen gedacht, die ohnehin nicht ständig daheim seien. So sei gewährleistet, dass sie nicht zu Hause auf "heißen Kohlen" sitzen müssen, wenn sie wüssten, dass die Briefe nur an drei bestimmten Tagen gebracht werden.

Doch auch seitens des Unternehmens wisse man, dass viele Kunden auf diesem Gebiet eher konservativ dächten. "Jeder entscheidet für sich, wer darauf besteht, an sechs Tagen in der Woche die Sendungen zugestellt zu kommen, dann ändert sich für ihn natürlich nichts", hebt Gerold Beck die individuelle Wahlmöglichkeit der Kundschaft hervor - immer vorausgesetzt, dass im Falle eines erfolgreichen Testversuchs die gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst würden.

Die heiße, so Gerold Beck, dass die Post-Universaldienstleistungsverordnung neu definiert werden müsse. Diese gebe vor, dass "wir einmal werktäglich Briefe und einmal werktäglich Pakete zustellen müssen - also von Montag bis Samstag. An diese Vorgabe halten wir uns ohne Wenn und Aber - und zwar überall."

Bis Mitte Dezember

Der Markttest "Meine Zustellung" in deutschlandweit 110 von mehr als 50 000 Zustellbezirken gehe noch bis Mitte Dezember, lässt der Pressesprecher abschließend wissen. Danach werde Bilanz gezogen, ehe voraussichtlich Anfang kommenden Jahres erste Resultate vorlägen.

Redaktion Mitglied der Main-Tauber-Kreis-Redaktion mit Schwerpunkt Igersheim und Assamstadt