Becksteiner Winzer - Fachmagazin Falstaff bewertete die Weine der Genossenschaft mit hoher Punktzahl

Chardonnay gleich dreifach erfolgreich

Von 
Diana Seufert
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Top Bewertungen gab es für drei Weine der Becksteiner Winzer mit der Rebsorte Chardonnay. Über dieses tolle Ergebnis freuen sich (von links) Kellermeister Florian Döller, Geschäftsführer Michael Braun sowie die beiden Gerlachsheimer Winzer Martin und Heiko Baumann. © Seufert

Für die Becksteiner Winzer gibt es wieder einmal Grund zur Freude. Der Chardonnay wurde vom Fachmagazin Falstaff gleich dreifach ausgezeichnet.

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Gerlachsheim/Beckstein. Der Chardonnay sorgt bei Kellermeister Florian Döller von den Becksteiner Winzern und Geschäftsführer Michael Braun für ein Strahlen. Gleich dreimal wurden die Weine der Rebsorte, die auf dem Gerlachsheimer Herrenberg angebaut werden, vom renommierten Magazin Falstaff top bewertet. Das erfüllt auch die Winzer Martin Baumann und Heiko Baumann mit sichtlichem Stolz.

Hohe Punktzahl

Nach der Bewertung der Jury, die jüngst veröffentlicht wurde, erhielt der 2019 Kilian Chardonnay Kabinett trocken 88 Punkte. Mit 90+ wurde der Chardonnay Selektion, eine trockene Spätlese, bewertet. Ebenfalls 90 Punkte gab es für den Chardonnay Reserve. Während der Kabinett im Stahltank bleibt, werden Selektion und Reserve im Barrique vergoren, wo sie ihr komplexes Aroma entfalten können. 85 bis 89 Falstaff-Punkte zählen als „sehr gut“, bis 94 sogar als „hervorragend“.

Nach der Auszeichnung bei der Berliner Wein Trophy, bei der fünf edle Tropfen und zwei Sekte eine Goldmedaille erhielten, ist dies nun eine weitere Anerkennung der Arbeit von Winzer und Kellermeister, sind sich die vier einig. Für den Geschäftsführer der Genossenschaft ist dies eine weitere Bestätigung des Engagements, besondere Weine zu produzieren.

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Der Chardonnay, der in Beckstein ausgebaut wird, stammt ausschließlich vom Gerlachsheimer Herrenberg. 1995 wurde dort die erste Rebfläche mit der Burgundersorte angebaut, nachdem sie ein Jahr zuvor für Deutschland freigegeben worden war, erzählen die beiden Winzer. „Chardonnay passt optimal zu uns“, sagt Martin Baumann. Die Sorte eignet sich besonders für kalkhaltige Böden, was man mit dem Muschelkalk biete. Auf insgesamt 1500 Hektar wird er in Deutschland erzeugt. Gerademal drei davon gehören zum Gerlachsheimer Herrenberg.

Konstant hohes Niveau

„Wir haben uns dieses tolle Ergebnis gewünscht und erhofft, und ein bisschen auch erwartet“, sagt Braun mit Stolz. Denn über die Jahre hinweg habe man sich gemeinsam diese Qualität erarbeitet, die mit der Arbeit im Weinberg beginne und im Keller weitergeführt werde. Man biete somit ein konstant hohes Niveau. „Gutes Klima, guter Boden und gute Winzer sind die besten Voraussetzungen für den Wein.“

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Erst vor wenigen Tagen wurde der 2020er Jahrgang in die Flaschen gefüllt, wie Kellermeister Florian Döller berichtet. Für ihn ist die Bewertung gleichzeitig auch die Herausforderung, das Begonnene weiter zu führen. Zusammen mit seinem Vorgänger Manfred Braun habe er diese Entwicklung begleitet. Döller ist zuversichtlich, auch in Zukunft dieses Niveau halten zu können. „Aber auch die Natur spielt eine große Rolle dabei.“

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Motivation für Winzer

Über die Auszeichnung der Weine sind die Winzer sehr glücklich. „Das ist Motivation für die Arbeit im Weinberg“, betont Martin Baumann. Wenn man dann zwischen den Reben stehe und im August selektiere, habe man quasi den Vorgängerjahrgang auf der Zunge und den künftigen vor Augen. Die Selektion, also das Ausdünnen der Trauben, ist der letzte Feinschliff am Berg. Aber der sei wichtig für die spätere Qualität, ergänzt Heiko Baumann.

„Unsere Weine stehen für Fruchtigkeit, Spritzigkeit und Mineralität“, erklären die Winzer. Den Austrieb der Pflanzen müssen sie gerade beim Chardonnay im Auge haben, da die Sorte sehr früh ins Jahr „startet“. Nachtfröste schaden den Pflanzen. Deshalb setzen die Winzer die Beregnungsanlage ein, wenn die Temperaturen zu sehr fallen. Für die beiden Baumanns sind dann im Frühjahr auch schon mal Nachtwachen angesagt.

Und wie sieht es mit dem Jahrgang 2021 aus? Mit dem aktuellen Stand der Reben sind Winzer und Kellermeister sehr zufrieden. Die kühlen Temperaturen haben zwar für ein langsames Wachstum gesorgt, aber nun scheint es das perfekte „Wachswetter“ für die Pflanzen zu werden. Wärme und Regen kommen für die Winzer in der richtigen „Dosierung“. Sie würden sich aber über ein ganz „normales Jahr“ im Weinberg freuen.

Doch noch lasse sich nicht viel sagen, betonten die vier unisono. Es müsse erst die anstehende Blüte abgewartet werden. Die Grundlagen seien gut, der Fruchtansatz passe. „Entscheidend wird die Reifephase sein“, erklären die Winzer. Einem weiteren Jahrgang, der mit Auszeichnungen gekürt wird, steht also nichts im Weg.

Redaktion Hauptsächlich für die Lokalausgabe Tauberbischofsheim im Einsatz