Leserbrief - Zur Genehmigung einer Bodenverbesserungsanlage Bürgermeister soll Rechtsmittel einlegen

Von 
Michael Geier
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Offener Brief an Bürgermeister Thomas Maertens:

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Sehr geehrter Herr Maertens, mit der Entscheidung des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis vom 22. Juni 2018 wurde der Firma Konrad Bau in Gerlachsheim die immissionschutzrechtliche Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb einer Anlage zur Behandlung, zum Umschlag und auch zum Lagern von Schüttgütern erteilt.

Die darin beantragten und genehmigten Mengen weichen erheblich von den im Gemeinderat und der öffentlichen Vorstellung des Projektes gemachten Mengen ab.

War zum Beispiel im Herbst 2017 von maximal 10 000 Tonnen „Brechmaterial“ die Rede, so beträgt die nun genehmigten Menge 35 000 Tonnen pro Jahr.

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Die sonstigen Umschlagskapazitäten von vorgestellten 50 000 Tonnen wurden nun auf 150 000 Tonnen angehoben. In der Summe muss nun von rund 2000 Tonnen pro Tag Gesamtumschlag ausgegangen werden.

Das ist mit den ehemals avisierten zusätzlichen 20 Lkw pro Tag bei weitem nicht zu schaffen.

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Ein erheblicher Anstieg der Lkw-Belastung in der Würzburger Straße ist die Folge.

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Außerdem wurden Abfallstoffe erweitert, so dass nun auch Gleisschotter enthalten ist. Der Gemeinderat hat sich vor Jahren gegen den geplanten Bau einer Gleisschotter- recyclinganlage in Königshofen ausgesprochen.

Für uns Gemeinderäte stellt sich die Frage, warum wir im Herbst 2017 von dem Antragsteller andere, deutlich niedriger Zahlen genannt bekamen?

Sicherlich wäre eine Genehmigung der Anlage unter diesen nun genannten Mengen und nun genehmigten Abfallstoffe deutlich schwieriger gewesen.

Um in rechtlicher Hinsicht keine Fristen zu versäumen, fordern wir Sie hiermit auf, gegen die erteilte Genehmigung Rechtsmittel einzulegen. Außerdem sollte der Antragsteller dem Gemeinderat in absehbarer Zeit in einer öffentlichen Sitzung Rede und Antwort stehen.