Leserbrief - Offener Brief an das Umweltamt „Bodenaufbringung sofort einstellen“

Von 
Ulrike Böser, Gerold Sondej, Josef Seubert
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Sehr geehrte Damen und Herren des Umweltamts, mit Ihrer Genehmigung wurden in 2020 am östlichen Herrenberg in Gerlachsheim auf einem großen Weinbergsareal tausende Tonnen Boden aufgebracht und einplaniert. Nun ist die Firma Konrad Bau dabei, weitere tausende Tonnen Erdmaterial aufzubringen. Das Grundstück ist sehr steil und der Untergrund felsig (Muschelkalk), so dass zu befürchten ist, dass zum Beispiel bei einem Starkregenereignis der Hang ins Rutschen kommt und einen Teil des Grünbachtals verschüttet.

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Wir möchten hiermit das Umweltamt auf seine besondere Verantwortung in dieser Sache hinweisen – und auf die dann bestehende Regresspflicht. Noch wäre mit dem Stopp der neuerlichen Aktivitäten der Firma Konrad Bau ein Teil der zu erwartenden Folgen zu verhindern. Wir fordern deshalb eine sofortige Begutachtung des Vorganges und die Einstellung der Bodenaufbringung bis zu einem entlastenden Untersuchungsergebnis.

Anmerkung: Dass die Aufbringung des Bodens auf besagtem Weinbergsgrundstück als ökologische Ausgleichsmaßnahme gewertet wird, ist für uns in keiner Weise nachvollziehbar. Zumal mit Ihrer Genehmigung auf demselben Grundstück bereits ein ökologisch wertvoller Weinbergsweg zugeschüttet worden ist.