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Martin-Schleyer-Gymnasium - Plakette als Partnerschule des Hauses der Astronomie in Heidelberg übergeben

Blick in die Sterne ermöglichen

Von 
Matthias Ernst
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Groß ist die Freude am Martin-Schleyer-Gymnasium, dass man als Partnerschule des Haus der Astronomie Zugang zu besonderen Materialien und Studienergebnissen aus der Astronomie hat: (von links) Schulleiter Dr. Jürgen Gernert, Fachlehrer Sven Hannsen, Astrophysikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Haus der Astronomie Dr. Carolin Liefke. © Ernst

In Lauda schaut man jetzt in die Sterne: Das Martin-Schleyer-Gymnasium ist ab sofort Partnerschule des Hauses der Astronomie.

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Lauda. Groß war die Freude bei Schulleiter Dr. Jürgen Gernert und Fachberater Physik und Astronomie Sven Hannsen, als die Nachricht vom Heidelberger Haus der Astronomie HdA) kam, dass man als eine von 38 Schulen in ganz Deutschland als Partnerschule ausgewählt wurde. „Für uns ist das eine sehr interessante Sache“, freute sich Direktor Gernert, als Astrophysikerin Carolin Liefke eine entsprechende Plakette und ein Leih-Teleskop persönlich an der Schule vorbeibrachte.

In Zukunft wird das Martin-Schleyer-Gymnasium bei Veranstaltungen und Projekten des HdA bevorzugt behandelt, erhält Unterstützung durch Arbeitsmaterialien und bei der Einrichtung von Astronomiekursen sowie der Bildung von Arbeitsgemeinschaften. Zudem können besonders interessierte Schüler und Schülerinnen gezielt gefördert werden.

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„Astronomie ist die älteste Wissenschaft der Welt“, erwähnt Carolin Liefke beim Treffen in der Schule. In die Sterne zu schauen, war schon eine Wissenschaft, als die Menschen noch in Höhlen lebten. Am Lauf der Sterne richteten sie ihr Leben aus. Aber Astronomie sei weit mehr, die Verbindung zu den anderen naturwissenschaftlichen Fächern und auch zu den Geisteswissenschaften allgegenwärtig. Ein Hauptziel des Haus der Astronomie ist das Wecken von Schülerinteresse für alle Naturwissenschaften. Das sei unabhängig von der Schulart. Zu den Partnerschulen in ganz Deutschland gehören nicht nur Gymnasien, sondern auch Realschulen und Grundschulen.

Am Martin-Schleyer-Gymnasium gibt es seit Beginn des Schuljahres eine Arbeitsgemeinschaft (AG) Astronomie. Zu verdanken sei dies, so Gernert, Sven Hannsen. Schon an seiner bisherigen Schule hatte der Physiklehrer eine AG geleitet und die Partnerschaft zum HdA eingeleitet. In Lauda finde die AG regen Zulauf, der Blick in die Sterne interessiert viele Schülerinnen und Schüler, freut sich Hanssen. Er ist froh, in seinem Schulleiter einen Förderer seiner Idee gefunden zu haben.

„Astronomie hat etwas Ästhetisches“, findet Hannsen, der aber auch sieht, dass Chemie, Biologie und Mathematik Einflüsse haben. Liefke führte an, dass auch philosophische Themen, wie Umweltschutz oder Rettung unseres Planeten, sich aus der Betrachtung von Sternen und des Himmels ergeben würden. Die Astronomie sei für sie ein „Einfallstor in die Naturwissenschaften“.

Zum Beginn der Partnerschaft hatte Liefke ein Leih-Teleskop mitgebracht, sodass die Schülerinnen und Schüler am Martin-Schleyer-Gymnasium noch besser in die Sterne schauen können. Dabei habe es sich gezeigt, dass es ein großer Vorteil sei, im ländlichen Raum zu leben. Hier sei der Himmel viel klarer und die Sterne können besser im Teleskop gesehen werden als in dicht besiedelten Gebieten. Die Lichtverschmutzung sei auf dem Land weniger deutlich zu spüren. „Der Himmel ist hier überall großartig“, hat Sven Hannsen schnell gemerkt nach seinem Umzug aus der Großstadt. Der klare Himmel erlaubt auch die Betrachtung von Sternen und Asteroiden, die bei zu viel Umgebungslicht nicht wahrnehmbar sind.

„Wenn man da oben nichts sieht, wie soll man dann wissen, dass da was ist“, so Carolin Liefke. Auch deshalb ist sie froh, dass mit dem Martin-Schleyer-Gymnasium nun eine neue Partnerschule mit an Bord ist. Sie berichtete von der Zusammenarbeit mehrerer Schulen in Deutschland, denn der Himmel sehe überall ein wenig anders aus. Durch das Zusammenfügen von unterschiedlichen Aufnahmen eines Himmelskörpers aus mehreren Bundesländern kann man beispielsweise seine Entfernung zur Erde berechnen.

Es sei nicht vordergründiges Ziel des Hauses der Astronomie, Nachwuchsastronomen zu gewinnen, sondern grundsätzlich Interesse für Wissenschaft zu wecken. Liefke freute sich daher besonders, „eine neue Schule gewonnen zu haben“.

Hannsen hofft, in nächster Zeit ein eigenes Teleskop für die Schule anzuschaffen. Wenn die AG weiter so wächst wie bisher, dürfte das kein Problem sein, machte ihm Gernert Hoffnung. Er machte aber auch deutlich, dass am Martin-Schleyer-Gymnasium alle Bereiche der Ausbildung besetzt sein sollten. So plant man derzeit wieder die Einrichtung einer Natur-AG als nächstes Projekt.

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