"Durch das Jahr - durch das Leben" - Gelungener Liederabend mit Stefan Jakob und Michael Döring in der St.-Jakobus-Kirche in Lauda Authentisch, tiefsinnig, nachdenklich

Von 
Peter D. Wagner
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"Durch das Jahr - durch das Leben" lautete der Titel eines ökumenischen Liederabends mit Stefan Jakob (rechts) und Michael Döring am Sonntag in der St.-Jakobus-Kirche in Lauda.

© Peter D. Wagner

"Durch das Jahr - durch das Leben" lautete der Titel eines ökumenischen Liederabends mit Stefan Jakob und Michael Döring am Sonntag in der St.-Jakobus-Kirche in Lauda.

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Lauda. Der in Mosbach geborene und in Pfedelbach lebende Sänger und Gitarrist Stefan Jakob hat sich im Laufe vieler Jahre in Hohenlohe sowie darüber hinaus einen Namen als Liedermacher erworben. Jakob studierte in Freiburg Theologie und Geschichte, unterrichtet an der Pfedelbacher Realschule und wirkt aktiv in der katholischen Kirchengemeinde mit.

In vielen Konzerten, unter anderem auf dem ökumenischen Kirchentag in München sowie bei den Katholikentagen in Mannheim und Regensburg, versucht er, mit seinen Liedern etwas "vom Himmel auf die Erde zu tragen". Durch alle Lieder hindurch, ob sie den Glauben an Gott explizit ansprechen oder nicht, wird die Authentizität der Darbietungen deutlich, die letztlich unverkennbar im Glauben an einen liebenden Gott ihr Fundament haben.

Gleichzeitig sind Jakobs Kompositionen und Texte ergreifend und wunderbar tröstlich, Hoffnung spendend und ermutigend. Inzwischen hat Jakob drei CDs eingespielt. Zudem erhielt er bei einem bundesweiten Wettbewerb in der Sparte "Liedtext" den dritten Preis. Zumeist - wie auch bei dem Konzert in Lauda - wird der Liedermacher, Sänger und Gitarrist von Michael Döring, Organist der evangelischen Kirchengemeinde in Pfedelbach, am Klavier oder Akkordeon begleitet.

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"Schön zu leben" lautete der Auftakt und entfaltete bereits, welche Botschaften Jakob den zahlreichen Zuhörern vermitteln wolle. Auch wenn es manchmal nicht gerade einfach sei, auf unserem "Blauen Planeten" schön zu leben, betonte der Liedermacher: "Pessimismus, du kriegst mich nicht!". Im Anschluss startete er mit "Schönheit lässt sich finden" und dem jahreszeitgemäß aktuellen "Endlich will es Frühling werden" seine Reise sowohl durch das Jahr als auch durch das Leben, gefolgt unter anderem von "Angst um diese Erde", "Sag ja" und dem schon vorausblickenden Lied "Der Sommer hat mich wieder". Von einerseits philosophischem und andererseits heiterem Charakter war ein "Computer-Tango" in spezieller Verbindung mit der Frage, ob ein PC maskulin oder feminin sei - "vielleicht ja doch ein Neutrum", meinte Jakob.

Als er "ein gutes Jahr" wünschte, waren nicht nur das Kalender-, sondern auch das Schuljahr und dessen Beginn im Frühherbst gemeint. "Junge, pfeif' auf den PC" lautete ein Appell Jakobs, nicht in die virtuelle Welt abzutauchen, um Abenteuer zu erleben, sondern diese ebenso in der realen Welt zu suchen und zu finden. "Ich bin ich", betonte Jakob in einem weiteren Titel in Anspielung auf gewisse Ähnlichkeiten mit dem sehr bekannten deutschen Liedermache und Musiker Reinhard Mey. Mit "Leben heißt Abschied nehmen" landete Jakob am Ende des Jahreszyklus seiner Lieder. Zum Abschluss des offiziellen Programms ließ er gleichwohl ein Osterlied mit dem Motto "Seit jenem Morgen" erklingen, in dem Jakob nochmals darauf hinwies, Hoffnung zu schöpfen und von diesem Mut zu leben.

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In seinem rund eineinhalbstündigen Programm "Durch das Jahr - durch das Leben" präsentierte Jakob gemeinsam mit Döring mal ernst, mal humorig sowie tiefsinnig, nachdenklich und hintergründig erfrischend authentische Lieder und Texte, die sowohl zumeist unter die Haut gingen als auch überzeugten. Stehende Ovationen und zwei stürmisch geforderte Zugaben gegen Ende des Konzerts verdeutlichten, dass das Duo mit seinem ökumenischen Liederabend in der St.-Jakobus-Kirche bestens ankamen sowie das Publikum auf ihre Reisen durch das Jahr und das Leben mitzunehmen vermochten.