„Hey, Alter“ - Bundesweite Initiative hat einen Ableger im Taubertal Alte Computer für Schüler gesucht

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Lauda-Königshofen. Corona und die damit verbundenen Auflagen prägen den Alltag. Homeschooling und E-Learning wird unausweichliche Pflicht für viele Schüler in Deutschland. Aber: Nicht wenige Schüler haben keinen Computer und die Familien keine finanziellen Mittel für eine Anschaffung.

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Die Initiative „Hey, Alter!“ Taubertal will dies ändern und sammelt gebrauchte aber funktionsfähige Computer von Unternehmen und Privatpersonen, um Schülern zu mehr Chancengleichheit zu verhelfen. Darüber informiert Stefan Heidrich, der die Initiative ins Taubertal gebracht hat, in einer Pressemitteilung.

Digitale Infrastruktur wichtig

Während der Corona-bedingten Schulschließungen wurde deutlich, wie wichtig eine digitale Infrastruktur für Kinder ist, um nicht abgehängt zu werden. Doch viele Kids und deren Familien haben nicht die Möglichkeit, sich einen eigenen Computer anzuschaffen. Im Januar sei aus Erkenntnis dieser Not eine neue Ortsgruppe im Taubertal entstanden.

In Braunschweig ist der Mutterverein der Initiative „Hey,Alter“ gegründet worden. Mithilfe von Ehrenamtlichen und Partnern aus Wirtschaft, mit Unterstützung von Verbänden und Presse werden Computer von Unternehmen und Privathaushalten gesammelt, fit gemacht und an Schüler weitergegeben, heißt es in der Mitteilung weiter. Schnell wurde deutlich, dass die Initiative mit ihrer Mission „Mehr Chancengleichheit für Schüler“ auch bundesweit einen Nerv getroffen hat.

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Mittlerweile seien ehrenamtlich geführte Zweigstellen in Hamburg, Augsburg, Köln, Stuttgart und weiteren Städten im ganzen Land entstanden – darunter auch im Taubertal – die ehrenamtlich Computer einsammeln, fit machen und an Kinder und Jugendliche verteilen.

Durch die steigende Bekanntheit mache sich jedoch auch immer stärker der dringende Bedarf bei Schulen bundesweit bemerkbar, teilt die Initiative mit.

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Da das Projekt von Spenden lebe, sei man auf die Unterstützung von Unternehmen und Privathaushalten angewiesen. Gesucht würden Laptops und Computer, optimalerweise inklusive Kamera und Mikrofon, am besten mit Tastatur und Maus, gerne auch Tablets. Die Computer sollten mindestens einen 2 GHz Dual Core Prozessor und 4 GB RAM haben und alle Komponenten müssen funktionsfähig sein.

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Aber auch Monitore und anders Zubehör sowie finanzielle Hilfen für Ersatzteile würden benötigt. Auch Räumlichkeiten zum Lagern und Aufarbeiten würden dringend gesucht.

Stefan Heidrich von der Initiative betont, dass man die Computer den Schülern zur Verfügung stelle und sie damit auch Eigentum der Schüler würden. „Bei den Schulen sollen nicht bleiben.“