Bildung - Regionales Netzwerktreffen Main-Tauber-Kreis in der Gemeinschaftsschule in Lauda / Möglichkeiten zur Steigerung der Essenszahlen Akzeptanz der Schulmensa steigern

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Der Steigerung der Akzeptanz an Schulmensen widmete sich das sechste Regionale Netzwerktreffen Main-Tauber-Kreis in der Gemeinschaftsschule in Lauda.

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Lauda-Königshofen. 30 Akteure aus dem Bereich der Kita- und Schulverpflegung sind der Einladung zum 6. Regionalen Netzwerktreffen von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg gefolgt. Konrektorin Reingard Klingert sowie Elke Rappert und Rimma Tuschanski von der hauswirtschaftlichen Betreuung informierten über das beliebte Verpflegungskonzept in der Mensa der gemeinschaftsschule Lauda vor Ort.

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Ein reger Erfahrungsaustausch zum Thema "Akzeptanz von Schulverpflegung" schloss sich daran an und der war so vielseitig und konstruktiv, dass die Teilnehmer weit über den Zeitrahmen der Veranstaltung hinaus blieben.

So wurde aus einer Schule berichtet, dass die Schüler sich ihre Mittagsverpflegung bei den umliegenden Fastfood-Anbietern oder Supermärkten organisierten, aber den gesamten Müll dann auf dem Schulgelände zurückließen. Ein riesen Problem für die Schule! Von einer Grundschule wurde berichtet, dass die Schüler nur sehr wenige Lebensmittel oder Gerichte kennen und wie schwierig es sei, sie zum Probieren zu motivieren. Dem Ausgabepersonal fehlt für so eine intensive Betreuung schlicht die Zeit.

Schön war die Erfahrung aus zwei kleineren Einrichtungen, die durch Gespräche mit dem Caterer erreichen konnten, dass dieser sein Essensangebot seither kindgerechter gestaltet, was zu viel mehr Zufriedenheit führte. Eine andere Schule hat sich den Schülerwünschen angepasst und bietet zum Beispiel jeden Tag zehn verschiedene frische Salatarten an.

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Ein großes Problem scheint aber aus den Schulgemeinschaften an sich heraus zu bestehen: Die Mensen werden immer zuletzt über organisatorische Veränderungen oder Neuerung informiert und gar nicht eingebunden.

Eine Vielzahl von Faktoren beeinflussen die Akzeptanz für eine Schulmensa, hierzu zählen unter anderem das Speisenangebot, Kommunikation, Preis/ Leistung, Essatmosphäre oder auch das Image der Mensa.

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Konkrete Punkte aus der Praxis, die zu einer Akzeptanzsteigerung führen, wurden in der Gruppe zusammengetragen und diskutiert. Für Schüler kann die Mitwirkung und Mitbestimmung ein entscheidendes Element für die Akzeptanz sein.

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Wenn sie beispielweise bei der Speisenplangestaltung, den Mensaregeln, der Namensgebung oder auch bei der Gestaltung der Mensa ein Mitspracherecht haben, kann sich dies enorm positiv auswirken. Gute Erfahrungen haben Einrichtungen gemacht, wenn die Mensa zu einem festen Mitglied der Schulgemeinschaft wird und alle Nutzergruppen zum Beispiel durch die Implementierung eines Runden Tischs, die Möglichkeit haben, sich einzubringen.

Wenn die Mensa ein zentraler Treffpunkt und Ort schulischen Zusammenlebens wird, wie es in der Gemeinschaftsschule Lauda-Königshofen der Fall ist, stimmen auch die Essenszahlen.

Tina Janitz, Leiterin der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg unterstrich abschließend "Kita- und Schulverpflegung kann dann erfolgreich sein, wenn alle partnerschaftlich zusammenarbeiten".

Die Gemeinschaftsverpflegung ist ein sehr vielschichtiges Thema, daher organisiert die Vernetzungsstelle regionale Netzwerktreffen, bei denen sich die Teilnehmer einbringen und ihre Erfahrungen austauschen können. Diese Vernetzung wirkt weit über die Veranstaltung hinaus. kabe