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Ärgerliche Bagatelle

Diana Seufert über den Gemüsediebstahl

Von 
Diana Seufert
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Für einen Schrebergärtner ist es das Schönste: Das eigene Gemüse ernten. Mit viel Liebe wird gesät, die kleinen Pflänzchen werden umgetopft und in den Garten gepflanzt. Es wird gegossen, gedüngt und gejätet, betüddelt und gut zugeredet, damit alles gedeiht. Salat, Tomaten, Zucchini, Kohl oder Lauch: Man weiß einfach ganz genau, wo und wie das Gemüse gewachsen ist und freut sich, wenn es auf dem Teller liegt und schmeckt.

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Umso verständlicher sind Ärger und Empörung der Schrebergärtner aus Lauda. Zwar ist es nur eine Bagatelle, wenn ein paar Zwiebeln, einige Knollen Rote Bete oder Gurken aus ihren Gärten am Bach zwischen Lauda und Oberlauda fehlen. Nichts, was nach dem gesunden Menschenverstand die Polizei beschäftigen sollte – auch wenn es offiziell als Diebstahl gilt.

Doch wer sich schon selbst am Gärtnern versucht hat und damit Mühe und Zeitaufwand kennt, kann die Reaktionen der Schrebergärtner mehr als nachvollziehen. Zumal sogar Gemüse abhandengekommen ist, das eigentlich noch einige Wochen im Boden hätte bleiben müssen.

Was hat die Diebe veranlasst, das Gemüse zu entwenden? Vielleicht sogar am helllichten Tag? War es einfach nur Hunger, der die Täter somit aus der Not heraus getrieben hat? Das wäre in einem reichen Land wie Deutschland ziemlich traurig und bedauerlich, wenn Menschen zu solchen Schritten gedrängt werden.

Oder war es der Reiz, über einen Zaun in einen fremden Garten einzudringen?

Die Gartenbesitzer wissen es nicht. Sie fühlen sich einfach nur um ihre Arbeit betrogen.

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