Ansprache erfolgte virtuell - Dr. Wolfgang Reinhart stellte das Thema „Corona“ in den Mittelpunkt Politischer Aschermittwoch der CDU Main-Tauber digital

Der politische Aschermittwoch der CDU im Main-Tauber-Kreis fand wegen Corona digital statt. Redner war der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Wolfgang Reinhart.

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Werner Palmert
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Beim virtuellen politischen Aschermittwoch der CDU Main-Tauber und des CDU-Ortsverbands Hundheim-Steinbach stellte der Vorsitzende der Kreis-CDU und der CDU-Landtagsfraktion, die Corona-Pandemie in den Mittelpunkt seiner Rede. © Werner Palmert

Hundheim. Die Geschichte des politischen Aschermittwochs der Christdemokraten im Main-Tauber-Kreis ist lang: Den Grundstein für diese Traditionsveranstaltung, wie es nur wenige im ganzen Land gibt, legte vor 50 Jahren der ehemalige Bundestagsabgeordnete Kurt Segner im Külsheimer Stadtteil Hundheim als damaliges Mitglied der Jungen Union.

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Seither schmückten große Namen wie Wolfgang Schäuble, Manfred Rommel, Erwin Teufel, Heiner Geißler, Günther Oettinger, Wolfgang Bosbach oder Otto von Habsburg die lange Liste der prominenten Festredner. Das Jubiläum soll im nächsten Jahr beim politischen Aschermittwoch „50+1“ nachgeholt werden, wie der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Wolfgang Reinhart in seiner digitalen Ansprache versicherte.

„Corona ändert alles, die Pandemie schränkt uns ein und verlangt Demut“, leitete Reinhart auf die besondere Bedeutung der Aschermittwochstradition im Jahre 2021 über. Ein winziges Virus bremse den Menschen aus und zeige ihm seine Vergänglichkeit. Der Kampf gegen diese Pandemie sei das Thema, das alle bewege, und es bedürfe jetzt großer Geduld. Es zeige sich aber, dass sich die Infektionskurve in die richtige Richtung bewege.

Nicht selbstverständige Leistung

In Baden-Württemberg konnte die Inzidenz von über 200 um Weihnachten auf unter 50 in diesen Tagen gedrückt werden. Allen Schwererkrankten sei in Deutschland medizinische Behandlung angeboten worden. Eine Leistung, die das Gemeinwesen auszeichne und nicht selbstverständlich sei, meinte der Redner. Auch beim Impfen gehe es – trotz aller Probleme voran. Jetzt müsse man mit aller Vorsicht die nächsten Schritte angehen, Perspektiven aufzeigen und vor allem das Testen massiv ausweiten. Das Thema habe er auch im Gespräch am Mittwochmorgen mit Ministerpräsident Kretschmann deutlich gemacht, erklärte Reinhart.

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Die Spitzenkandidatin der CDU für die bevorstehende Landtagswahl, Susanne Eisenmann, habe ein erweitertes Testkonzept durchgesetzt, das es ermögliche, die ersten Grundschulklassen und Kitas ab dem 22. Februar wieder zu öffnen. Für Reinhart ein wichtiger Schritt, auf den viele Kinder und Eltern dringend warten. Bei weiter sinkenden Infektionszahlen sollten bald weitere Öffnungen erfolgen und faire Verhältnisse vor allem beim Handel hergestellt werden.

In diesem Zusammenhang sprach sich der Politiker auch für eine zügige Auszahlung der Hilfsgelder an die betroffenen Betriebe aus. Sein Credo: „Wir müssen die Menschen schützen, aber auch unserer Wirtschaft helfen“. Gerade Baden-Württemberg habe ein maßgeschneidertes Stabilisierungsprogramm für Hotels und Gaststätten aufgestellt, das bundesweit einmalig sei.

„Zukunftsland BW“

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„Corona wird die Welt verändern“, ist sich Reinhart sicher. Um die Technologien, Märkte und Jobs von morgen zu sichern, habe Baden-Württemberg das Programm „Zukunftsland BW“ mit einem Finanzrahmen von rund 1,2 Milliarden Euro zur gezielten Investition in die strategischen Zukunftsfelder auf den Weg gebracht, damit das Land besser, schneller, digitaler, nachhaltiger, wettbewerbsfähiger und innovativer werde als vor der Krise.

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Mit diesem größten Innovationsförderprogramm in der Geschichte Baden-Württembergs sollen der schnellere Breitbandausbau, die digitale Schule und die Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, Quantentechnik und die Wasserstofftechnik gefördert werden. Auf die Zukunft der Entwicklung im Main-Tauber-Kreis blickend nannte Reinhart den Zuschlag für die Landesgartenschau in Bad Mergentheim, die Mittel für den Bereich Städtebauförderung und den Bau der neuen Mainbrücke bei Freudenberg als wichtige Meilensteine.

Die Landtagswahl am 14. März sieht Reinhart als eine Richtungswahl. Die CDU kämpfe für einen starken ländlichen Raum aber auch dafür, dass Baden-Württemberg Autoland bleibe. Die Partei stehe für „Maß und Vernunft ohne Ideologie und Dogmatismus“.