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Gemeinderat Külsheim - Im Mittelpunkt der öffentlichen Sitzung am Montag in der Festhalle standen Energie-Themen

Külsheim setzt auf Heimatstrom

Der Gemeinderat der Stadt Külsheim tagte am Montagabend in öffentlicher Sitzung in der Festhalle der Brunnenstadt. Alle Beschlussvorschläge fanden Zustimmung.

Von 
Hans-Peter Wagner
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Die Stadt Külsheim will Künftig die heimischen Energiequellen, wie Windräder, stärken nutzen. © Hans-Peter Wagner

Külsheim. Bürgermeister Thomas Schreglmann sagte zur Vorstellung eines Carsharing-Konzeptes für Külsheim, das Thema sei im ländlichen Raum nicht so präsent. In Deutschland seien verschiedene Unternehmen unterwegs. Jenny Stern vom Carsharing-Anbieter „mikar“ war digital zugeschaltet und stellte das Konzept ihrer Firma vor.

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Der Fokus ihres Unternehmens, so Stern, liege beim Carsharing im ländlichen Raum. Mit dem Modell Kleinbus erreiche man breitgefächert viele Zielgruppen und bediene auch soziale Zwecke. Das Modell werde werbefinanziert und sei für die Kommune kostenfrei. Man hoffe auf Unterstützung kommunaler Unternehmen. Gelinge dies, dann stelle mikar das Fahrzeug vier Jahre zur Verfügung. Die Vertreterin des Unternehmens stellte eine „sehr günstige und attraktive Nutzung“ heraus.

Sie erläuterte, vom Nutzer bezahlt werde nur, wenn das Fahrzeug in Bewegung gesetzt wird, und sprach die Vorgehensweise bei der Buchung an. Das Fahrzeug könne mit dem Handy geöffnet werden und werde nach dem Fahren vollgetankt zurück gebracht. Die Kommune stelle einen Stellplatz zur Verfügung.

Auf Nachfragen aus dem Gremium war zu erfahren, die Kommunen, mit denen „mikar“ arbeite, im Schnitt die Größe Külsheims hätten. Pro Jahr würden durchschnittlich 30 000 Kilometer Laufleistung erreicht. Begonnen werde mit einem Neun-Sitzer. Es würden Unternehmen nur mit Unterstützung der Kommune angeschrieben, im Schnitt seien 20 Unternehmen mit dabei, für die vier Jahre würden 50 000 Euro benötigt, um die Sache stemmen zu können.

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Die durchschnittliche Strecke sei im Schnitt etwa 200 Kilometer lang, viel für Tagesausflüge. „mikar“ schaue immer, konkurrenzfähig zu bleiben, bei 44,90 Euro für 24 Stunden könne keiner mithalten. Schreglmann ergänzte, nun sei ein erster Aufschlag gemacht in Sachen Carsharing, die Verwaltung schaue sich auch andere Angebote an.

Umstellung der Stromtarife

Zur geplanten Umstellung aller Stromtarife der Stadt Külsheim auf Öko-Strom erklärte der Bürgermeis-ter, seit Januar 2021 biete das Stadtwerk Külsheim Heimatstrom an. Dieser Strom stamme zu 100 Prozent aus dem Main-Tauber-Kreis, entweder aus dem Naturwärmekraftwerk Bad Mergentheim oder aus dem Windpark Külsheim. Die Stadt Külsheim brauche jährlich etwa 900 000 kWh Strom. Der Bürgermeister listete als Verbraucher die kleineren Anlagen städtischer Gebäude, die Straßenbeleuchtung, die Pater-Alois-Grimm-Schule, die Pumpwerke in Steinbach und Eiersheim, die Kläranlage Külsheim und das Hallenbad Külsheim auf.

Auf Anfrage habe das Stadtwerk das Angebot gemacht, so der Bürgermeister, zum 1. Oktober 2021 oder zum 1. Januar 2022 umzusteigen. In das Klimaschutzkonzept passe sehr gut, den gesamten Stromverbrauch aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen. Finanziell betrachtet gehe die Stadt Külsheim zum Jahr 2021 über alle Anlagen betrachtet von Stromkosten von 246 700 Euro aus. Heimatstrom wäre pro Kalenderjahr um 3600 Euro teurer.

Jürgen Goldschmitt bekundete, dies sei ein guter Vorschlag. Eric Bohnet hoffte, dass das Stadtwerk in erneuerbare Energien investiere hin zu einer deutlichen Erhöhung des Anteils. Theodora Ulrich befand es für wichtig, dass die Stadt hier vorangehe. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass die Stadt Külsheim ab dem 1. Oktober 2021 Heimatstrom vom Stadtwerk Külsheim bezieht.

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Annika Dötter vom Rechnungsamt informierte zur Anschaffung von iPads für die Pater-Alois-Grimm Schule im Rahmen der Digitalisierung.

61 iPads für die Schule

Nach Rücksprache mit der Schule sollen 61 iPads beschafft werden, welche zu 100 Prozent durch die Zusatzverwaltungs-Vereinbarung „Leihgeräte für Lehrkräfte“ zum DigitalPakt Schule bezuschusst würden. Durch diese Vereinbarung solle ermöglicht werden, mobile Endgeräte als Teil der im Rahmen des DigitalPakts geförderten schulischen Infrastruktur flexibel für die Unterrichtsvorbereitung und die Durchführung digitaler Unterrichtsformen zu nutzen.

Dötter sagte, bei drei Firmen seien Angebote angefordert worden, die Firma Bechtle (Neckarsulm) ha-be mit 20 437 Euro brutto zum günstigsten Preis angeboten. Die Stadt Külsheim habe 25 196 Euro als Finanzhilfe im Sofortprogramm „Leihgeräte für Lehrkräfte“ erhalten, somit sei die Finanzierung der 61 iPads gewährleistet.

Auf Sebastian Seitz’ Anmerkung, es gebe auch andere Sachen wie iPads, antwortete der Bürgermeis-ter, man folge einer Empfehlung aus dem Ministerium in Stuttgart. Die Schule habe ein entsprechendes Konzept erarbeitet, dies werde von der Schulleitung demnächst vorgestellt. Stefan Grimm hinterfragte, ob es Sinn mache, gleich 61 Geräte anzuschaffen, müsse der Umgang damit doch erst geschaffen werden. Dötter ergänzte, zum Ende des Jahres endet das Programm.

Matthias Berberich und Michael Adelmann meinten, die Reihenfolge „Vorstellung des Konzeptes“ und „Anschaffung der Geräte“ sei besser gewesen. Schreglmann verwies darauf, man wolle 100 Prozent Förderung.

Das Gremium folgte dem Beschlussvorschlag, die 61 iPads wie vorgetragen zu beschaffen, bei einer Enthaltung von Martin Winkler.

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