Külsheimer Gemeinderat tagte - Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2021/22 einstimmig befürwortet Kommune baut das Angebot an Plätzen weiter aus

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hpw
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Külsheim. In der Sitzung des Külsheimer Gemeinderats am Montag ging es um die Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2021/22. Das Gremium stimmte dieser einhellig zu. Wie Bürgermeister Thomas Schreglmann erklärte, habe es bis auf 2020 in der Stadt relativ ordentliche Geburtenzahlen gegeben. Man brauche hier und da mehr Platz.

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Annika Dötter vom Rechnungsamt informierte umfassend über die Entwicklung der Kinderzahlen und dasNachfrageverhalten nach Ganztags- und Krippenplätzen. Wie sie sagte, rechne die Verwaltung für 2021 mit 274 Kindern, für die ein Krippen- und Kindergartenplatz infrage kommen. Seit einigen Jahren werde die Betreuung von Kleinkindern unter drei Jahren immer stärker nachgefragt. Auch sei der Bedarf an Ganztagsbetreuungsplätzen immer größer geworden. Es wurde die familienähnliche Gruppe in Uissigheim in eine altersgemischte Gruppe ab zwei Jahren umgewandelt und eine weitere altersgemischten Gruppe ab zwei Jahren im evangelischen Kindergarten Külsheim eingerichtet.

Die Arbeiten´am evangelischen Kinder-garten laufen plangemäß. © Wagner

Durch die Ausweitungen der Betreuungsangebote, so Dötter, kam es im sehr personalintensiven Bereich der Kinderbetreuung ebenso wie durch die Erhöhungen der Stellenschlüssel zu einem durchgehenden Anstieg der Gesamtausgaben für den Kindergartenbetrieb. Die Ausgaben zur Finanzierung der Kinderbetreuung betrugen 2021 in allen Einrichtungen zusammen seien mit 1,9 Millionen Euro veranschlagt. Dabei summieren sich die Elternbeträge auf 276 000 Euro (15 Prozent). Die Beteiligung der kirchlichen Trägergemeinden betragen 127 225 Euro (sieben Prozent). 733 000 Euro (39 Prozent) trägt das Land, 737 700 Euro (39 Prozent) die Stadt. Hinzu kommen zirka 150 000 Euro für Brandschutzmaßnahmen und Sonstiges. Insgesamt übernehme die Kommune etwa 44 Prozent aller Ausgaben im Kindergartenbereich.

Beim Vergleich vorhandener Plätze, der Belegung und dem Bedarf habe sich herausgestellt, dass ab Januar 2022 die Ü3-Kindergartenplätze nicht ausreichen. Elf Kinder aus Külsheim, fünf aus Hundheim sowie ein Kind aus Steinbach könnten nicht von der Krippe in eine Ü3-Gruppe wechseln. Damit der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz erfüllt werden kann, werde ab Januar 2022 mit einer zusätzlichen Ü3-Gruppe (22 Plätze) im katholischen Kindergarten Külsheim gerechnet.

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Dötter ging auf Einzelmaßnahmen ein. Die Abnahme der Umbauten im Kindergarten Steinbach könne eventuell noch in diesem Monat erfolgen. Der Umbau des Gebäudes in der Bgm.-Kuhn-Str. 9 für den evangelischen Kindergarten soll mit dem Umzug Anfang April enden.

Geplant seien die Maßnahmen Sanierung und Erweiterung des evangelischen Kindergartens Külsheim in 2021/22, der Anbau an das Gebäude in der Bgm.-Kuhn-Str. 9 für den katholischen Kindergarten (2022/23) und der Neubau des Kindergartens Steinbach (2023/24).

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Bei der Höhe der Kindergartengebühren folge man den gemeinsamen Empfehlungen von den Kirchen und kommunalen Landesverbänden, so Dötter. Angestrebt werde, die Gebühren für die unter Dreijährigen in einer altersgemischten Gruppe schrittweise an die Krippengebühren anzupassen. Auf Nachfrage aus dem Gremium wurde erklärt, dass beim evangelischen Kindergarten eine Gruppe im Obergeschoss des Pfarrhauses derzeit nicht genehmigt werde. Die Verrechnungsstelle sehe keine Möglichkeiten, Leitungen von Verwaltungsarbeit freizustellen. Auch wollten diese Beschäftigten Verwaltungstätigkeiten selbst übernehmen, um mit den Eltern im Gespräch zu bleiben.

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Zur Frage nach den entstehenden Kosten im Kindergartenbereich wurden die für das Personal und für den Brandschutz genannt. Alfred Bauch bezeichnete es als legitime Forderung, Gebühren bei Kindern bis drei Jahre ganz abzuschaffen. Jürgen Goldschmitt pflichtete ihm bei. Stefan Grimm befürwortet die Gebührenbefreiung eher für das letzte Kindergartenjahr, „aus schulischer Sicht das wichtigste“. hpw