SPD-Wahlkampftermin - Anton Mattmüller besuchte Külsheimer Freizeiteinrichtung Hallenbäder nicht weiter vernachlässigen

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Külsheim/Tauberbischofsheim. Der Landtagskandidat der SPD im Main-Tauber-Kreis, Anton Mattmüller, besuchte das Külsheimer Schwimmbad. Dazu ging uns von der Partei der folgende Bericht zu.

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Mit Kreis- und Gemeinderat Alfred Bauch aus Külsheim verschaffte sich Mattmüller vor Ort einen Eindruck über die aktuelle Lage. Mit dabei waren Vertreter von Stadt sowie der Külsheimer DLRG beziehungsweise des Schwimmbad-Fördervereins. Im Gespräch wurde schnell klar, dass der gut laufende Betrieb des Bads nur möglich ist, weil alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Vorsitzender Martin Reinhart betonte, dass die DLRG einen großen Beitrag leiste – dies aber gerne tue, wenn es dem Erhalt des Schwimmbads diente. „Das Külsheimer Schwimmbad läuft im Normalbetrieb auf Hochtouren, weil ehrenamtlich Engagierte, lokale Firmen und die Stadt Külsheim an einem Strang ziehen,“ so Ferdinand Pahl, der für die Kommune die technischen Anlagen des Bads betreut.

Mattmüller und Bauch zeigten sich beeindruckt, aber auch kritisch: „Es ist eine Riesenleistung aller Beteiligten, die das Schwimmbad durch gemeinsamen Willen und ehrenamtliches Engagement am Laufen halten. In anderen Bädern gibt es nicht so ein gut funktionierendes Netz aus Freiwilligen. Eigentlich sollte der Staat die Voraussetzungen schaffen, dass Bäder auch bestehen können, ohne dass die einheimischen Bürger die Hauptlast des Betriebs stemmen müssen.“

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Alle waren sich einig, dass Schwimmbäder zur Grundversorgung gehören. Wie Reinhart betonte, seien die Schwimmkurse für Anfänger in den vergangenen Jahren stets überfüllt gewesen. Bedingt durch Corona würden nun mindestens zwei Jahrgänge hinzukommen, wohl auch Kinder aus Tauberbischofsheim, wo das Bad geschlossen wurde. „Wir wissen nicht, wie wir diesen hohen Mehrbedarf decken sollen.“

Die wichtigste Forderung der Gesprächsteilnehmer lautete: „Bestehende Schwimmbäder müssen unbedingt erhalten werden.“ Und ein neues Hallenbad in Tauberbischofsheim würde dem Bad in Külsheim nicht schaden, sondern die zahlreichen Ehrenamtlichen entlasten. Mattmüller verwies auf das Bäderprogramm der SPD Baden-Württemberg, das eine finanzielle Unterstützung der Kommunen bei Sanierungen vorsehe.

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Im Gespräch mit der Külsheimer Stadtkämmerin Elke Geiger-Schmitt erklärte diese, dass der Zuschussbedarf für die laufenden Kosten des Bads jährlich zirka 80 000 bis 100 000 Euro betrage. Das zahle die Stadt gerne. Bei Anträgen aus dem Topf der Sportförderung seien die Eigenanteile der Kommunen oft relativ hoch. Ein zusätzlicher Antrag auf Förderung aus dem Ausgleichstock sei derzeit nicht möglich.

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Mattmüller hierzu: „Nach der Schwimmbadschließung hat die Stadt Tauberbischofsheim nun auch beim Schulzentrum am Wörth in die leere Röhre des Ausgleichsstocks geschaut. Werde er gewählt, wolle er sich dafür einsetzen, dass die Schwimmbäder im Kreis nicht noch weiter vernachlässigt werden. Ein Schwimmbad biete Lebensqualität und erhöhe die Attraktivität der Region. Und „ohne Schwimmunterricht oder der Rettungsausbildung durch die DLRG riskieren wir Leben“, betonte er die Notwendigkeit von Schwimmbädern.