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Festgottesdienst - 150. Geburtstag der Dreifaltigkeitskapelle sowie den Abschluss der umfangreichen Renovierung gefeiert

Gotteshaus ist ein Ort der Nähe zu Gott

Die Dreifaltigkeitskapelle auf dem Stahlberg in Uissigheim ist über 150 Jahre alt und wurde renoviert. Deshalb wurde am Sonntagvormittag vor Ort ein Festgottesdienst gefeiert, an dem mehr als 200 Men-schen teilnahmen.

Von 
Peter D.wagner
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Pfarrer Joachim Seraphin segnet die neu renovierte Dreifaltigkeitskapelle auf dem Stahlberg in Uissigheim. © Hans-Peter Wagner

Uissigheim. Bei dem Festgottesdienst konnten einige Menschen in der Kapelle mitfeiern, die Mehrzahl inklusive dem Musikverein Uissigheim weilte bei schönem Wetter vor der Dreifaltigkeitskapelle. Pfarrer Joachim Seraphin sagte, man wolle Gott für alles hier oben auf dem Stahlberg danken. Der Segen sei für alle, welche die Kapelle renoviert haben und den Turm besuchen werden.

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Der Pfarrer erklärte, die Feier für „150 Jahre Dreifaltigkeitskapelle“ habe 2020 wegen Corona nicht gemacht werden können. Auch sei die die Renovierung der Kapelle deshalb langsamer vorangekommen. Nun jedoch sei die Sanierung abgeschlossen. Er dankte dem Stiftungsrat der Seelsorgeeinheit Külsheim-Bronnbach für die Zustimmung zur Renovierung der Kapelle, dem erzbischöflichen Ordina-riat Freiburg, dem erzbischöflichen Bauamt Heidelberg, dem Landesdenkmalamt Stuttgart und der römisch-katholischen Verrechnungsstelle Tauberbischofsheim für die jeweilige Begleitung und Unterstützung.

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Der Pfarrer ging detailliert ein auf den Renovierungsablauf hinsichtlich der Dreifaltigkeitskapelle Uis-sigheim. Die Gestaltung innen sei farblich und symbolisch auf die Dreifaltigkeit abgestimmt. Die Heili-genfiguren seien ähnlich platziert wie vor der Renovierung, lediglich der heilige Josef halte wieder Ein-zug. Der heilige Geist in Form einer Taube, ursprünglich im runden Fenster befindlich, sei jetzt an der Decke über dem Altartisch aufgehängt, die Taube versilbert, der Strahlenkranz vergoldet.

Der Pfarrer segnete die renovierte Kapelle. Er betonte zu Beginn seiner Predigt, man danke Gott für die neu renovierte Kapelle, und ging darauf ein, wie einst echte katholische Frömmigkeit die Uissigheimer dazu geführt habe, auf dem Stahlberg ein Kreuz einzurichten und an jedem Karfreitag mit Gebet zum Kreuz zu gehen, um den Glauben zu vertiefen und zu stärken. Danach sei der Kreuzweg gekommen und der Berg schließlich gekrönt worden mit der Erbauung einer Kapelle.

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Der Bau der Kapelle, so Seraphin, sei im Frühjahr 1870 begonnen, der Grundstein am 23. Mai 1870 feierlich gesegnet und gelegt worden. Solche Orte wie auf dem Stahlberg ließen ihn immer fragen nach dem Grund, warum Menschen Bildstöcke, Kreuze, Kapellen einrichteten. Eine schöne Antwort habe er beim heimischen Dichter Wilhelm August Berberich gefunden. Der Pfarrer zitierte das komplette Gedicht „Die Bergkapelle bei Uissigheim“.

Das Gedicht endete mit „schön und groß wird dich ersehen, wer dich schaut – vom Gotteshaus“. Die-ser letzte Satz sei für ihn die Antwort, so der Pfarrer, die Welt sei als ein Geschenk Gottes zu sehen und zu nehmen. Alle Bilder, Bildstücke, Kapellen erinnerten daran, wem dies alles zu verdanken sei. Eine Kapelle sei ein Gebets- oder Gottesdienstraum, in dem Gottes Nähe könne erfahren werden. Die Dreifaltigkeitskapelle lade ein, die Tiefe der göttlichen Liebe zu ergründen.

Seraphin erläuterte, wie der Künstler Paul Berberich, dem die neue Schönheit der Kapelle zu verdanken sei, in der Dreifaltigkeitskapelle Wert auf Symbolik gelegt habe. Das „Vaterauge“ stehe für Gottvater, ein versilbertes Kreuz für Jesus Christus, den Gekreuzigten. Eine Flamme, die Taube mit dem Strahlenkranz und ein Streifen der Farbe „Rot“ verwiesen auf den Heiligen Geist, ein blauer Streifen führe hin zur Figur der Mutter Gottes, deren Farbe eben das „Blau“ sei. Die Symbole und Zeichen sollten helfen die Schönheit der Natur, die Nähe Gottes zu spüren und die Gebete zu Gott einzurichten.

Der Pfarrer wünschte dieser Kapelle, dass sie angenommen werde als ein Ort, wo Gottes Ehre wohne, und vielen Menschen zu einer Stätte der Andacht und des Gebets werde. Er wünschte, dass die Menschen dank dieser Kapelle die Welt durch Gottes Augen sehen. In diesem geheiligten Raum werde Gott gebeten, „richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“.

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Fürbitten galten den Menschen, welche die Kapelle renoviert haben und künftig hier sein werden. Nach der Kommunion erklärte der Pfarrer die Kapelle für eröffnet als ein Ort der Stille und der Nähe Gottes.

Der Pfarrer dankte draußen vor der Kapelle und vor den vielen Gläubigen für die Menschen, die hier viel gearbeitet haben. Er sagte den Freiwilligen „Danke“ für diese schöne Leistung und bestätigte, man habe im Budget bleiben können. Jedoch könne er nicht alle benennen, die sich beteiligt haben. Besonders jedoch zu nennen gelte Paul Berberich. Ein Ministrant, ein Enkel des Gewürdigten, überreichte als äußerliches Zeichen der Dankbarkeit aller Uissigheimer und aller Menschen für Berberichs große Leistungen einen gut gefüllten Korb.

Der Musikverein Uissigheim (Leitung Dr. Matthias Heinrich) begleitete den Gottesdienst an der Dreifal-tigkeitskapelle musikalisch.

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