AdUnit Billboard
Volkstrauertag - Gedenkfeier am Ehrenmal in Uissigheim mit Ansprachen des Ortsvorstehers und der Jugendlichen Christiane und Benedikt Berberich

Friedliche Gestaltung der Zukunft muss Ziel sein

Von 
hpw
Lesedauer: 
Die Jugendlichen Benedikt Berberich und Christiane Berberich sowie Uissigheims Ortsvorsteher Klaus Kuß (links daneben) sprachen bei der Gedenkfeier. © Hans-Peter Wagner

In allen Stadtteilen kamen zum Volkstrauertag Menschen an den Ehrenmalen zusammen. Die Wortbeiträge in Eiersheim, Hundheim, Külsheim-Stadt, Steinbach, Steinfurt und Uissigheim nahmen Bezug auf Vergangenheit wie Gegenwart.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Uissigheim. In Uissigheim trafen sich am Sonntagvormittag etwa 60 Menschen vor der Kirche, um gemeinsam zur Gedenkfeier an das Ehrenmal am Friedhof zu gehen. Der Männergesangverein Uissigheim sang eingangs das „Grablied“, der Musikverein Uissigheim spielte „Ich bete an die Macht der Liebe“ und später „Ich hatte einen Kameraden“.

Die Jugendlichen Christiane und Benedikt Berberich äußerten, man denke an die „Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker, man gedenke den Soldaten, die in Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft als Vertriebene oder Flüchtlinge ihr Leben verloren, und man gedenke auch jenen, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.“

Uissigheims Ortsvorsteher Klaus Kuß betonte, der Volkstrauertag sei auch heute Verpflichtung, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. Die Ächtung von Krieg und Gewalt sollte für die Menschheit eine Selbstverständlichkeit sein, doch davon sei man noch weit entfernt. Wer in der Erinnerung die Mahnung der Toten höre, könne an der friedlichen Gestaltung der Zukunft mitarbeiten.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Noch immer, so der Kuß, stünden sich Länder und Völker hasserfüllt gegenüber, noch immer würden Menschen grausam verfolgt, seien Folter und Gewalt ausgesetzt. Ein Volk, das seine Toten ehre, überwinde Gefühllosigkeit und Gewalt, könne Kraft für seine Zukunft schöpfen. Heute werde den Millionen gefallenen und vermissten Soldaten ebenso gedacht wie auch den vielen Frauen und Müttern, deren Angehörige nicht zurückgekehrt seien. Gemeinsames Erinnern bedeute Hinkehr zu einer besseren Welt.

Kuß unterstrich, die Missachtung der Menschenrechte und damit der Menschenwürde verhindere die Entstehung von Frieden und Freiheit. Das Zurückschauen auf die schrecklichen Ereignisse der Ver-gangenheit ermögliche die Hoffnung, die Schaffung und die Bewahrung von Frieden und Freiheit kön-ne einst in allen Teilen der Welt gelingen. Die Arbeit für den Frieden erfordere die Mitarbeit aller. Man könne den Volkstrauertag nutzen zu er-kennen, wie wichtig und kostbar Werte wie Freiheit und Menschenwürde seien für die Schaffung eines dauerhaften Friedens, „unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Völkern“.

Uissigheims Ortsvorsteher legte am Ehrenmal einen Kranz nieder. Vier Leute der Freiwilligen Feuerwehr Uissigheim hielten Ehrenwache neben dem Ehrenmal, weitere standen davor Spalier. Kuß dankte allen

Zum Abschluss erklang die Nationalhymne. hpw

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1