Adventskonzert - Blasorchester des Musikvereins, Kirchenchor und Gesangverein boten stimmungsvolles Programm Wunderbares Klangerlebnis begeisterte

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Ein Klangerlebnis der besonderen Art war das Adventskonzert des Blasorchesters des Rauenberger Musikvereins. Mit Beiträgen bereichert wurde das Programm durch den Kirchenchor und den Gesangverein.

© Musikverein Rauenberg

Rauenberg. "Zauberhaft, einfühlsam und romantisch": So beschrieben viele Besucher das gelungene Adventskonzert des Musikvereins Rauenberg unter der Mitwirkung von Männer- und Kirchenchor. Nach einjähriger, durch die Sanierung der Kirche bedingter Pause fand die traditionelle Veranstaltung wieder in der voll besetzten Pfarrkirche St. Wendelinus statt.

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Das Blasorchester des Musikvereins unter der Leitung von Bernd Hofmann eröffnete eindrucksvoll und im fortissimo mit englischer Barockmusik unter dem Titel "Old English Tunes and Airs" und der 1. Suite Prelude das Konzert. Die Begrüßung übernahm der Vorsitzende des Musikvereins, Wolfgang Konrad, der wieder souverän durch das Programm führte. Das Adventskonzert sei der krönende Abschluss eines überaus interessanten Kulturprogramms in Rauenberg mit Frühjahrskonzert und abendlicher Serenade auf dem Dürrhof, erklärte Konrad "empfahl" den Zuhörern: "Lassen Sie sich durch die Musik und den Gesang im Innersten berühren."

Es folgte vom Blasorchester eine moderne und hörenswerte Liedbearbeitung des zeitgenössischen niederländischen Komponisten Jan de Haan, der das traditionelle Adventslied aus Ostpreußen "Macht hoch die Tür" mit amerikanischer Folkmusik in zwei ineinander verwobene Teile arrangiert hat.

Auch der Männerchor des Gesangvereins unter der Leitung von Egon Schmitt überzeugte mit seinen Liedervorträgen: zunächst mit "Zauber der Nacht", (Text Elisabeth Zeitler, Satz Manfred Bühler) und danach beim romantischen Lied "Advent" nach einem Satz von Hermann Brucker. Mit der bekannten Volksweise "Maria durch ein' Dornwald ging" stimmten die Sänger die Zuhörer langsam und feierlich auf die Geburt Jesu ein.

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"Etwas schwungvollere Rhythmen in Südeuropa" kündigte Konrad für den den nächsten Beitrag des Blasorchesters an. "Sa Música" von Komponist Jacob de Haan basiert auf der Geschichte und Atmosphäre der spanischen Insel Mallorca. Nach einer prachtvollen Einleitung folgte ein Thema, das die traditionellen Prozessionen auf Mallorca heraufbeschwörte. Schnelle Tempowechsel waren angesagt. Das Stück lebte von der Dynamik in der Lautstärke, was dem Blasorchester von piano bis forte sehr gut gelang, und vom exakten Einsetzen der einzelnen Register. Der langanhaltende Applaus belohnte die Akteure für ihr musikalisches Können.

Es folgte mit "Arioso" besinnliche Musik zum Träumen. Aus einer Kantate aus dem Jahr 1729, komponiert vom berühmten Barockmusiker Johann Sebastian Bach, arrangierte Jacob de Haan dieses Werk, ohne den Charakter des Originals zu verfälschen. In einer abwechslungsreichen Instrumentierung brachte das Orchester die Schönheit dieser Musik voll und ganz zur Geltung.

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Für den gefühlvollsten und romantischsten Augenblick des Abends sorgten die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung ihres erfahrenen Dirigenten Bernd Hofmann mit der Instrumentalfassung des Welterfolgs "The Rose" aus dem Jahr 1979. Das poetische Lied vergleicht in lyrischen Texten die Liebe mit einer Rose. Einige Konzertbesucher hatten dabei sogar Freudentränen in den Augen. Die romantische Stimmung wird von einfachen Kadenz-Akkorden, beginnend mit den Klarinetten und mit einem Trompetensolo, erzeugt. Nach und nach setzt das gesamte Orchester ein. Dabei kamen die Klangreinheit des Orchesters und die gute Intonation besonders gut zum Ausdruck.

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Ebenso mit drei Liedvorträgen leistete der Kirchenchor unter Leitung von Dieter Velten ihren gelungenen Beitrag zum Adventskonzert. Zunächst erklang "Liebster Vater dort im Himmel" (Robert Pappert). Dann sang der Chor das Lied "Wenn es zu Hause Weihnacht war" von Adolf Frey-Völlen. Dabei setzten die einzelnen Stimmen abwechseln und einfühlsam ein. Als weiterer Beitrag war "Es läuten die Glocken" (Satz Johann Walter Scharf) zu hören.

Für den Programmabschluss sorgte traditionell das Blasorchester. Dirigent Bernd Hofmann hatte hierzu einen Liederzyklus zur Weihnachtsgeschichte mit dem Titel "Die Winterrose", Komponist Kurt Gäble, ausgewählt. Johanna Weißenborn sprach zwischen den bekannten Advents- und Weihnachtsliedern wie "Tochter Zion", "Herbei ihr Gläubigen" oder Es ist ein Ros' entsprungen" Texte mit einer nachdenklichen Betrachtung des Weihnachtsfestes. Am Ende wurde das Lied "O du fröhliche" vom Orchester intoniert. Die Zuhörer sangen stehend mit.

Wolfgang Konrad hatte sich zuvor bei allen Mitwirkenden bedankt und um eine Spende zugunsten der Innensanierung der Kirche und speziell für die Konzertbeleuchtung im Altarraum gebeten. ko