Aktion des Landkreises - Abfallberater sind vor Ort Kostenlos Kompost zum "Ausprobieren" mitnehmen

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Kreuzwertheim. Im Landkreis Main-Spessart werden die Biotonnen bereits seit deren Einführung intensiv und nachhaltig genutzt. Im vergangenen Jahr erfasste man 15 370 Tonnen Biomüll und somit über 120 Kilogramm pro Landkreisbewohner. Dies stellt einen im überregionalen Vergleich beachtlichen Wert dar, der die Notwendigkeit der Biotonne in einem ländlich strukturierten Gebiet unterstreicht. Im Landkreis Main-Spessart finden jährlich im Frühjahr Komposttage statt. Ein solcher wird am Donnerstag, 16. April, von 13 bis 17 Uhr am Parkplatz der Dreschhalle veranstaltet.

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Wie es in der Pressemitteilung der Landkreis-Verantwortlichen heißt, erfolgt im Humuswerk in Wernfeld die Verarbeitung des Biomülls zu hochwertigem Kompost. Der natürliche Rottevorgang wird dabei technisch gesteuert und so beschleunigt, dass schon nach drei Monaten ausgereifter Kompost entsteht - viel schneller als im eigenen Komposthaufen. Bodenbakterien erzeugen in der Anlage Temperaturen von über 60 Grad Celsius und sorgen damit für die notwendige Hygienisierung des Komposts, damit er nach der Rotte frei von Unkrautsamen ist. Daneben werden zahlreiche andere Qualitätskriterien, wie etwa die Störstofffreiheit, regelmäßig von Prüflaboren untersucht.

Nur wenn sämtliche Qualitätskriterien erfüllt sind, wird der Kompost mit dem Gütezeichen der Bundesgütegemeinschaft Kompost ausgezeichnet. Der Kompost aus dem Humuswerk Wernfeld erhält diese Auszeichnung schon seit Jahren regelmäßig, so die Verantwortlichen des Landratsamts des Main-Spessart-Kreises.

Mit der Herstellung von Qualitätskompost allein ist aber der Natur noch nicht viel geholfen. Nur wer Kompost einsetzt und so mithilft, dass die organischen Stoffe möglichst ohne große Transportstrecken wieder in den Naturkreislauf zurückgeführt werden können, betreibt "geschlossene Kreislaufwirtschaft". Kompost ist ein hochwirksamer Dünger, auch wenn er wie Blumenerde aussieht. Das richtige Mischungsverhältnis ist deshalb wichtig. Zu viel des Guten kann schaden.

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An den Komposttagen, die der Landkreis mit der Firma Humuswerk ausrichtet, bietet sich die Gelegenheit, die eine oder andere offene Frage zu klären und den Qualitätskompost genauer "in Augenschein" zu nehmen. Informationen aus erster Hand - nicht nur zu Biokompost, sondern auch zur Kompostierung und der Biotonne allgemein - sind jeweils ein Abfallberater des Landratsamts und des Unternehmens Humuswerk vor Ort.

Kostenlos und so lange der Vorrat reicht wird beim Komposttag in Kreuzwertheim Kompost "zum Ausprobieren" abgegeben. Jeder kann sich soviel Kompost mitnehmen, "wie er selbst tragen kann", heißt es in der Ankündigung weiter. Behältnisse (Eimer, Wannen oder Säcke) müssen allerdings mitgebracht werden, Schaufeln werden zur Verfügung gestellt.

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Erstmals dieses Jahr findet ein Preisrätsel statt. Wer dabei die Fragen rund um die Abfallwirtschaft richtig beantwortet, kann einen Schnellkomposter oder Kompostgutscheine gewinnen.