Nachruf - Erhard Rührschneck starb im Alter von nur 66 Jahren / Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Für Kreuzwertheim sehr viel getan

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Kreuzwertheim. Erhard Rührschneck prägte 24 Jahre als Gemeinderat die Geschicke Kreuzwertheims mit. Nun starb der Steuerberater im Alter von nur 66 Jahren.

Starb im Alter von nur 66 Jahren: der langjährige Kommunalpolitiker Ehrhard Rührschneck.

© Grein
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Der Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande wurde am 19. Dezember 1949 in Münchberg im Fichtelgebirge geboren. Seine Eltern waren der Braumeister Hans-Georg Rührschneck und dessen Frau Mariane. Er wuchs als jüngstes Kind mit drei Geschwistern auf.

1954 erhielt sein Vater eine Anstellung bei der Brauerei Lutz, und die Familie zog in die Marktgemeinde. Nach der Schulzeit begann er eine zweieinhalb jährige Lehre zum Steuerfachangestellten in Marktheidenfeld. Bis 1971 arbeitete er in seinem Ausbildungsbetrieb. Im Januar 1972 wurde er als "Spätberufener" in die Bundeswehr eingezogen.

Ab 1974 arbeitete er für ein weiteres Steuerbüro in Marktheidenfeld. 1977 und 1978 absolvierte er die Vorbereitungslehrgänge zum Steuerbevollmächtigen. Am 1. Januar 1979 machte er sich mit seinem Steuerbüro in Kreuzwertheim selbstständig. Im November 1985 legte er die Übergangsprüfung zum Steuerberater ab. Rührschneck war seit 1976 mit seiner Frau Martha verheiratet, die aus Apfelbach stammt. Sohn Sven wurde 1983 geboren.

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Erhard Rührschneck fuhr regelmäßig Fahrrad und Ski. Früher hatte er noch das Hochseesegeln betrieben. Er war seit 1976 aktives Mitglied im Kleinkaliberschützenverein Kreuzwertheim und dessen Schriftführer und für sechs Jahre dessen Vorsitzender. Bis zuletzt war er noch Kassierer. Außerdem war er Aufsichtsrat bei der "GDI Prozess AG" Marktheidenfeld, einem Hersteller von Energieeffizienztechnik.

1978 war er zur Politik gekommen. Der damalige Kreuzwertheimer Bürgermeister Hans Schneider hatte ihn angesprochen, auf der CSU-Liste für den Gemeinderat zu kandidieren. Damals sei er noch kein Parteimitglied gewesen. Trotz eines guten Ergebnisses habe es nicht für einen Einzug ins Gremium gereicht. Nach der Wahl trat er der CSU-Ortsgruppe Kreuzwertheim bei, von 1982 bis 2008 war er Mitglied in deren Vorstand und von 1982 bis 1985 stellvertretender Vorsitzender.

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Am 1. Mai 1984 wurde er dann in den Marktgemeinderat gewählt, dem er ununterbrochen 24 Jahre bis zum 30. April 2008 angehörte. Von 1984 bis 1990 war er Dritter Bürgermeister von Kreuzwertheim, von 1984 bis 2008 Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Gemeinderat, von 1984 bis 2002 Vertreter in der Gemeindeversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Kreuzwertheim und Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss. Von 2002 bis 2008 war er dessen Vorsitzender und von 1996 bis 2008 Mitglied im Finanzausschuss. "Ich war unter der Woche mehr für die Gemeinde unterwegs als zu Hause", erinnerte er sich einmal.

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2012 wurde Rührschneck für seine langjährige Tätigkeit für die Gemeinde mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. In seiner Zeit als Gemeinderat habe er bei vielen wichtigen Entscheidungen mitgewirkt.

"Das absolut wichtigste Projekt war die Umgehungsstraße", verkündete er überzeugt. Aber auch die Ausweisung der neuen Wohngebiete in Wiebelbach, Röttbach und Unterwittbach, sowie die Erweiterung des Industriegebiet Wiebelbach sei wichtig gewesen. Im Gedächtnis blieb ihm auch die komplette Rathauserneuerung.