Deutsch-Französischer Club - In Freudenberg und in der Partnerstadt Saint-Arnoult en Yvelines wurde am gestrigen Sonntag jeweils eine Fahne gehisst Ein Zeichen für die Freundschaft gesetzt

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Die Mitglieder des deutsch-französischen Clubs versammelten sich unter der Freundschaftsfahne in Freudenberg, um ein Zeichen für eine gute Partnerschaft zu setzen.

© Birger-Daniel Grein

Die Freundschaft mit Frankreich und der Zusammenhalt der Menschen in Europa ist dem deutsch-französischen Club Freudenberg wichtig. Für sie setzte man am Sonntag ein Zeichen.

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Freudenberg. Für den Tag der deutsch-französischen Freundschaft in Freudenberg hatte man das passende Datum gewählt. Am 22. Januar 1963 hatte Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Elysee-Vertrag über die Freundschaft und Zusammenarbeit der einst verfeindeten Ländern unterzeichnet. In dessen Folge entstanden auch viele Städtepartnerschaften, wie 1993 die zwischen Freudenberg und Saint-Arnoult en Yvelines.

Zu Beginn der Veranstaltung im Rathaus traf man sich unter der Freundschaftsfahne, die der ehemalige Bürgermeister Heinz Hofmann einst gespendet hatte. Im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten erklärte er, auch in der Partnerstadt hisse man am gleichen Tag diese Fahne. "Dieser gemeinsame Moment soll ein Zeichen der Freundschaft sein."

Im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen in Europa sei es wichtig die Freundschaft der Menschen dort zu erhalten. Lobende Worte hatte Hofmann für die Idee mit einer Aktion wie der am Sonntag auf die deutsch-französische Freundschaft hinzuweisen. "Es freut mich, dass der Verein den Tag als festen Termin etabliert."

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In seiner Ansprache im Sitzungssaal zeigte sich Robert Kern, Vorsitzender des deutsch-französischen Clubs Freudenberg (DFC), begeistert darüber, dass so viele Leute gekommen waren und sich für die Ziele des Vereins interessieren. In der Einladung zum Neujahrsempfang der französischen Partnerstadt stehe "365 Gelegenheiten gut miteinander zu leben." Außerdem wünsche der dortige Bürgermeister Jean-Claude Husson und der dortige Gemeinderat den Freudenberger Vereinen und Bürgern ein ein Jahr voll Respekt und Brüderlichkeit.

Dies zeige, dass sich in Frankreich der Blickwinkel von einem Wunsch zur wirtschaftlichen Entwicklung hin zu einem guten Zusammenleben im Land und Europa wende. "Der DFC engagiert sich seit 25 Jahren für diese Freundschaft." Europa sei aktuell nicht in einer optimalen Verfassung. Deshalb sei es angebracht, sich Gedanken zu machen.

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Leute die Europa schlecht machen möchten, schrien laut, die Befürworter seien hingegeben zu leise. Den Tag der deutsch-französischen Freundschaft solle man nutzen um laut für Europa und seine positive Weiterentwicklung einzutreten.

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Auch Bürgermeister Roger Henning fand es wichtig in Zeiten wie den heutigen ein Zeichen zu setzen. Die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft gerate in Vergessenheit, auch wenn ihre Entstehung noch nicht so lange her sei. Aus diesem Grund müsse man daran arbeiten, den Jugendlichen ihre Wichtigkeit bewusst zu machen.

Gemeinsam schauten die Anwesenden den letzten Teil der zehnteiligen TV-Reportagereihe "Geliebte Feinde - die Deutschen und die Franzosen", die das ZDF produzierte und die auf Arte ausgestrahlt wurde. Sie beginnt am Ende des Zweiten Weltkriegs, geht auf den Aufbau unter französischer Besatzung ein und schildert auf unterhaltsame Art und Weise die Entwicklung zu wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit, so wie dem menschlichen Miteinander.

Zum Abschluss saß man zusammen und tauschte sich über die heutige Bedeutung der Länderfreundschaft und Europas aus. bdg