Spatenstich - Innerhalb eines knappen Jahres sollen die sieben Anlagen des "Windparks Freudenberg" gebaut werden Ein kleiner Baustein zum Energieziel

Von 
Elmar Kellner
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Symbolischer Beginn: Gestern fand der erste Spatenstich für den "Windpark Freudenberg" statt.

© Kellner

Freudenberg. Bis Ende September kommenden Jahres sollen sich die Rotoren der sieben Windräder drehen und damit der komplette "Windpark Freudenberg" in Betrieb genommen werden. Gestern wurde auf dem Gelände nordwestlich von Rauenberg zumindest symbolisch der erste Spatenstich gesetzt.

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Dafür griffen Vertreter der MVV Energie mit dem Leiter der Projektentwicklung Erneuerbare Energien, Dr. Stephan Küßner, Freudenbergs Bürgermeister Roger Henning und sein Vorgänger, Ehrenbürger Heinz Hofmann, Gemeinderäte und Repräsentanten der bauausführenden Firmen gemeinsam zur Schaufel.

Guter Tag für die Stadt

Küßner hatte zuvor von einem "guten Tag für Freudenberg", aber auch für die MVV, gesprochen. Nachdem die Voraussetzungen geschaffen worden seien, um mit dem Bau zu beginnen, "freuen wir uns, dass wir das als gemeinsames Projekt realisieren können".

Der Redner ging auf die von der Politik formulierten Ziele der Energieversorgung ein, betonte die besondere Bedeutung der Windkraft und den gesellschaftlichen Konsens was die Reduzierung der Treibhausemmissionen betrifft.

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Freudenberg sei ein guter Standort für die geplanten sieben Windenergieanlagen. "Wir realisieren dort, wo wir die entsprechenden Bedingungen vorfinden." Die MVV sei ein langfristig agierendes Unternehmen und stelle hohe Ansprüche hinsichtlich der Umweltstandards, aber auch der notwendigen Eingriffe in die Landschaft.

Man werbe aber auch vor Ort um die Unterstützung der Bevölkerung, stelle sich Diskussionen und nehme Bedenken ernst. Abschließend wies Küßner auf die vorgesehenen umfangreichen Maßnahmen hin, um die Eingriffe in die Landschaft auszugleichen.

Zukunftsgewandt und richtig

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Bürgermeister Roger Henning nannte die politischen Entscheidungen zur Energieversorgung "zukunftsgewandt und richtig". Das Projekt in Freudenberg sei "ein kleiner Baustein zum Ausbau der erneuerbaren Energien". Der Bürgermeister verwies auf die Bauleitplanungen im Regionalplan Heilbronn-Franken und im Flächennutzungsplan der Stadt Freudenberg, die in der Ausweisung der entsprechenden Flächen nahezu deckungsgleich seien. "Es geht nur hier, wo es sinnvoll und effektiv ist." Henning zeigte aber auch ein gewisses Verständnis für die, die anderer Meinung sind. "Der Gegenwind ist nachvollziehbar und es ist das gute Recht, die entsprechenden Entscheidungen überprüfen zu lassen." Er sei aber überzeugt davon, dass diese Bestand haben würden, denn "alle Voraussetzungen sind erfüllt".

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Im "Windpark Freudenberg" sollen innerhalb eines knappen Jahres sieben Windenergieanlagen vom Typ "Nordex N117" gebaut werden, Sie sind jeweils 199 Meter hoch, die Nabenhöhe liegt bei 141 Metern, der Rotordurchmesser bei 117 Metern und die Nennleistung jeweils bei 2,4 Megawatt. Geplant ist eine 3,5 Kilometer lange Kabeltrasse und ein Netzverknüpfungspunkt am Umspannwerk Freudenberg, wo eine Übergabestation errichtet werden soll.